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Corona - das Abwägen geht wieder los!

Liebe Eltern, liebe Großeltern, liebe Leserinnen und Leser, ja, was hatte ich mir nicht für Gedanken
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Liebe Eltern, liebe Großeltern, liebe Leserinnen und Leser,
ja, was hatte ich mir nicht für Gedanken gemacht, welche Themen alle für unseren Newsletter heute infrage kommen: Spielplätze, Halloween, und und und. Doch dann holt uns alle wieder ein Thema ein, dass uns in Leipzig so lange verschont hatte – das ständige Abwägen. Beispiel gefällig? Am Freitag wollen Freunde von uns, eine vierköpfige Familie, auf dem Weg von der Ostsee nach Hause einen Zwischenstopp einlegen. Treffen wir uns nun bei uns in der Wohnung und essen gemütlich gemeinsam zu Abend? Soweit ich weiß, ist das zwar (noch) legal. Aber ist es deshalb auch eine gute Idee?
Und dann steht Halloween vor der Tür. Genau dieses Vor-der-Tür-Stehen gestaltet sich jedoch zum Problem. Leipzigs Oberbürgermeister Burkhard Jung und Sachsens Gesundheitsministerin Petra Köpping (beide SPD) raten vom traditionellen „Süßes oder Saures“ ab. Wieder die Gretchenfrage: Sollte man alles tun, was erlaubt ist? Oder kann man in Familie gemeinsam Alternativen finden – einen Gruselfilm-Samstag mit heruntergelassenen Rollläden oder einen schaurigen Spaziergang im Dunkeln ganz ohne Klingeln und Klopfen? Mein Kollege Bert Endruszeit hat sich bei Leipziger Familien mal umgehört.
Ganz ehrlich: Es nervt, das ständige Abwägen! Es kostet Kraft und Nerven, führt manchmal gar zu Streits mit Großeltern, Freunden oder Kolleginnen. Aber es hilft nichts. Die Zeiten bieten immer wieder Raum zur Interpretation, jedes Treffen und jeder Termin muss auf den Prüfstand. Denn es geht nicht nur um die Gesundheit eines selbst, sondern um die eigenen Kinder, Großeltern und nicht zu vergessen: die Kinder und Großeltern der Mitmenschen, die vielleicht zu Risikogruppen gehören.
Damit wurde mein Familien-Newsletter jetzt leider doch zu einem Corona-Newsletter. Ich wünsche dennoch schöne letzte Herbstferien-Tage. Mal sehen, ob das Schulleben ab Montag wirklich ganz regulär starten wird oder welche neuen Anpassungen kommen werden.
Bleiben Sie gesund!
Ihr Thomas Bothe
Redakteur LVZ Familie

Wochenend-Tipps

Foto: stux/pixabay.com
Foto: stux/pixabay.com
Für Läufer mit Herz: Laufen an der frischen Luft und dabei Gutes tun? 2020 wollte die Elternhilfe für krebskranke Kinder in Leipzig ihren 30. Geburtstag mit mehreren Veranstaltungen ausgiebig feiern – doch Corona machte den Mitarbeitern und Mitgliedern einen Strich durch die Rechnung. Nun fällt am Samstag auch das geplante Benefizevent „Lauf gegen Krebs“ auf dem Gelände der Sportwissenschaftlichen Fakultät der Uni der aktuellen Infektionsentwicklung zum Opfer. Doch ganz gestrichen wird das sportliche Treiben deshalb nicht. „Wir laufen jetzt quasi digital, nehmen auf https://baer-service.de weiterhin Anmeldungen entgegen“, teilte Elternhilfe-Sprecher Markus Wulftange mit. Zwar sei jeder für sich allein oder in kleiner Gruppe unterwegs und trage seine Zeiten online selbst ein, „aber über die sozialen Netzwerke lässt sich Gemeinschaft am Ende doch noch herstellen.“ Und die Arbeit des Vereins erfahre dank der Startgelder ein wenig Hilfe. Zeitraum der Aktion: ein Monat. Meldeschluss ist der 30. Oktober um 12 Uhr. Wer wissen will, um was es dabei genau geht findet alle Informationen unter www.elternhilfe-leipzig.de/lauf-gegen-krebs.
Für Mutige: Süßes oder Saures? Das Unheimliche und Gruselige kann faszinierend sein. Der Arbeitskreis für Vergleichende Mythologie liest am Samstag ab 19 Uhr unter dem Motto „Aber um Mitternacht …“ im Budde-Haus schaurig-schöne Geschichten, Gedichte, Märchen und Berichte über reale Spuk-Orte– darunter Edgar Allan Poes „Der Mann der Menge“ und Wilhelm Hauffs „Die Geschichte von dem Gespensterschiff“. Zwischen den Geschichten liest Birgit Scheps-Bretschneider Grusel- und Totengedichte von Johann Wolfgang Goethe, Charles Baudelaire, Christian Morgenstern und vielen weiteren. Es gilt aktuell ein Solidaritätspreis von mindestens 5 Euro, um die Mindereinnahmen durch die begrenzten Plätze bei Veranstaltungen etwas aufzufangen. Einlass ist ab 18.30 Uhr. Reservierte Karten sollen bis spätestens 15 Minuten vor Veranstaltungsbeginn an der Tageskasse abgeholt werden. 
Für Über-den-Tellerrand-Gucker: Das internationale Leipziger Festival für Dokumentar- und Animationsfilm DOK Leipzig ist seit dieser Woche am Start. Und auch für Kinder und Jugendliche hält das Programm eine Auswahl an Filmen bereit. Kids DOK heißt hier das Stichwort. Zum Beispiel der Beitrag „Arshan – Der kleine Sopran“ (25 Minuten) über einen zehnjährigen Jungen, der davon träumt Opernsänger zu werden oder der Film „For Real“ (21 Minuten). Dieser handelt von den Freunden Mady und Merouane, beide elf Jahre alt, die als beste Freunde im Nordosten von Paris aufwachsen und deren Freundschaft auf die Probe gestellt wird. Neben verschiedenen Veranstaltungen in den Leipziger Kinos können Eltern und Kinder die Filme erstmals auch online sehen. Keine schlechte Idee für ein Wochenende in diesen Zeiten. Das komplette Programm gibt’s hier. Tickets für die Online-Vorführungen können hier gekauft werden. Zur Bezahlung und Filmsichtung muss einmalig ein Benutzerkonto beim Streaming-Partner culturebase.org angelegt werden. Tickets für Online-Filmvorführungen kosten 5 Euro.
Empfehlungen für Ausflüge, Veranstaltungen und mehr in Leipzig und der Region erhalten Sie im Freizeit-Newsletter der LVZ „Frische Luft”.
Familienkompass 2020

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Kultusminister Piwarz im Interview - Sachsen will bei Kinderbetreuung aufholen
Buch-Tipp der Woche

Blick ins Buch „Das Picobello Mäuschen“. Verlag Baumhaus
Blick ins Buch „Das Picobello Mäuschen“. Verlag Baumhaus
Thea Dormeyer (Autorin), Angela Gstalter (Illustratorin): „Das Picobello Mäuschen. Mit dem Mäusepo aufs Mäuseklo“: Die kleine Maus muss schnell aufs Klo. Sie flitzt los, so flink sie kann, und schafft es gerade noch rechtzeitig. „Hose runter, Deckel rauf, schon sitzt sie auf der Brille drauf. Kurz entspannen und dann drücken und bloß nicht von der Brille rücken.“ Die kleine Maus weiß genau, wie es geht, und fühlt sich am Ende richtig groß: „Die Maus hat’s ganz allein geschafft, was sie stolz und glücklich macht.“ Spülen, bürsten, Hände waschen: das Klo-Einmaleins für die Jüngsten! Ein wirklich süßes Pappbilderbuch mit lustigen Versen, das den Kleinen zeigt, wie es gehen kann. Ob’s dann läuft, liegt natürlich beim Kind. Nichtsdestotrotz ist das Buch ein hübsch illustriertes Werk in zarten Farben für Kinder von zwei bis vier Jahre.
Von Patricia Liebling
Wenn Sie oder Ihre Kinder auch eine Buchempfehlung für unsere Leser haben, schreiben Sie uns an familie@lvz.de.
AZUBIS gesucht! hilft Jugendlichen bei Berufswahl

Mehr als 340 Ausbildungsberufe stehen zur Auswahl – im Handwerk, im Handel, in der Industrie… die Bandbreite ist enorm. Wie finden Jugendliche da einen Beruf, der wirklich passt? Bei dieser Suche hilft “AZUBIS gesucht! – Dein Wegweiser zur Berufswahl” mit Tipps und Terminen. Denn auch in Coronazeiten werden verschiedene Informationsangebote für angehende Auszubildende in Leipzig und Umgebung angeboten. Das kostenfreie Magazin ist ab dem 2. November erhältlich, unter anderem in Schulen, vielen öffentlichen Einrichtungen und online.
Das Beste für Familien aus LVZ und RND

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Neues aus dem Familienleben auf Twitter

Sumpfkuh
Tochter (6) durfte heute zum ersten Mal alleine zu Aldi und ihr Taschengeld ausgeben. Damit kam sie wieder.

Und jetzt weiß ich ja auch nicht. https://t.co/4Kfj24Ni6q
Steffi
Mein Opa (93) hat mich in eine Whatsapp Gruppe hinzugefügt.

Mitglieder sind wir beide.

"Ich wollte gerne eine Gruppe mit Dir haben."

Ich lass das jetzt so. ❤
🌍Die Frau, die hier wohnt
Oma war zur Kur und wurde dort von anderen Omas wegen ihres Klapphandys und weil sie immer noch SMS bekommt gedisst.
Jetzt möchte Oma ein Smartphone.

K1: Was ist ein Klapphandy?
K2: Oma hat SMS? Was ist SMS? Ist es sehr schlimm?
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