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Das abgesagte Familientreffen + Licht und Hoffnung im Advent

Liebe Eltern, liebe Großeltern, liebe Leserinnen und Leser, seit 25 Jahren fahre ich am ersten Advent
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Liebe Eltern, liebe Großeltern, liebe Leserinnen und Leser,
seit 25 Jahren fahre ich am ersten Advents-Wochenende zu meiner Oma ins Erzgebirge zum Familientreffen. Eine wunderbare Tradition, die mir das Herz wärmt und die Weihnachtszeit einläutet. Nicht so in diesem Jahr.
Meine Oma hat unser Familientreffen abgesagt. Wegen der Corona-Pandemie. Diese Entscheidung ist absolut richtig, macht mich aber dennoch traurig. Diese Ambivalenz kennen Sie sicher auch. Meine Tochter und ich werden unsere (Ur-)Oma und große Teile der Familie nicht sehen. Kein Weihnachtsmarkt, kein Bergmannsaufzug, kein selbstgebackener Stollen von Oma, keine mit Schwibbögen hell erleuchteten Fenster im Erzgebirge, … Diese besondere Stimmung wird mir fehlen.
Die grauen Herbsttage und die frühe Dunkelheit machen es gerade nicht besser. Umso wichtiger ist Licht in dieser Jahreszeit – fürs Gemüt aber auch als Symbol. Licht spendet Hoffnung, wenn alles dunkel und trostlos erscheint.
Nicht zufällig heißt die gerade gestartete Spenden-Aktion der LVZ „Ein Licht im Advent“. Das Ziel: Menschen helfen, die es nicht leicht haben, sei es aufgrund von Krankheit oder Schicksalsschlägen. Menschen, bei denen es gerade „dunkel“ ist. In Leipzig und sechs weiteren Orten im Umland werden mit dem gespendeten Geld direkt Eltern, Kinder und gemeinnützige Organisationen unterstützt. Eine wunderbare Aktion, die uns allen in den Redaktionen am Herzen liegt.
Meine Tochter und ich haben uns bereits entschieden, wem wir spenden wollen. Bei uns sind zwar keine großen „Spenden-Sprünge“ drin, aber wie heißt es so treffend: „Kleinvieh macht auch Mist“. Vielleicht haben Sie ja auch ein paar Euro übrig, die Sie geben möchten. Alle Hilfsprojekte finden Sie hier kurz vorgestellt und ausführlich im Online-Special. Bis zum 13. Dezember läuft „Ein Licht im Advent“. Wie Sie spenden können, erfahren Sie hier.
Ich überlege mir nun jedenfalls Alternativen für den 1. Advent. Einen Adventskalender basteln zum Beispiel. Meine Kollegin Juliane Groh hat eine wunderbare Anleitung für einen Tannenbaum-Adventskalender geschrieben, die Sie hier finden.
Wie begehen Sie die Adventszeit? Läuft alles wie immer oder planen Sie auch gerade um? Ich würde mich freuen, von Ihren Plänen zu lesen. Schreiben Sie mir gern unter familie@lvz.de.
Bleiben Sie gesund und hoffnungsvoll!
Herzlichst
Ihre Susanne Reinhardt
Redakteurin LVZ Familie

Typisch Erzgebirge und Weihnachten: der Schwibbogen. Foto: diema / Pixabay
Typisch Erzgebirge und Weihnachten: der Schwibbogen. Foto: diema / Pixabay
Wochenend-Tipps

Für Strippenzieher: Die Möglichkeiten, anderen Menschen zu begegnen, sind weiterhin eingeschränkt. Um Menschen trotzdem miteinander zu verbinden, hat das Künstlerkollektiv Goebelsiebeky um Gala Goebel und Julia Siebeky nun ein experimentelles Telefontheater auf die Beine gestellt. Der Clou: Mitmachen kann jeder. Unter dem Titel „Bitte halten Sie Ihre Desinfektionsnummer“ bereit, wird bereits ab Donnerstag täglich von 12 bis 14 Uhr sowie von 18 bis 20 Uhr ein Telefon freigeschaltet. Jeder ist dazu eingeladen, das Telefon unter der Nummer 0341 25 04 99 56 anzuwählen und den Gesprächen zu lauschen oder mit anderen Teilnehmern zu sprechen, um so das Theater aktiv mitzugestalten. Die Aktion läuft bis Sonntag. Infos auch unter www.desinfektionsnummer.de.
Für Leseratten: Jeweils am dritten Freitag im November findet der Bundesweite Vorlesetag statt. Jeder mit Spaß am Lesen kann an diesem Tag anderen eine Freude machen und ihnen etwas vorlesen. Beliebt ist der Vorlesetag besonders in Schulen, Bibliotheken oder Kitas. Seit 2004 wollen die Initiatoren – die Stiftung Lesen, die Wochenzeitung Die Zeit und die Deutsche Bahn Stiftung – damit den Spaß am Lesen wecken. Themenschwerpunkt des diesjährigen Vorlesetages: „Europa und die Welt“. Coronabedingt ist das Begleitfestival nur eingeschränkt möglich. Auf Instagram und Facebook gibt es jedoch ab 9.30 Uhr einiges zu sehen und vor allen Dingen zu hören. Mit eigenen Vorlese-Streams aus Leipzig sind zudem die Deutsche Nationalbibliothek und der Verein LeseLust am Start.
Für Flaneure: Die Tage werden kürzer und das Wetter ungemütlicher. Bei vielen nimmt in den kalten Jahreszeiten dann auch der Bewegungsdrang ab. Doch gerade in den trüben Herbsttagen kann auch so etwas Unspektakuläres wie ein Spaziergang im Park dafür sorgen, den Bewegungsapparat in Schwung und den Kopf auf frische Gedanken zu bringen. Fünf grüne Geheimtipps für schattige und ruhige Parks hat LVZ Familie im Sommer bereits zusammengestellt. Zugegeben: Das mit dem Grün hat sich vorerst erledigt. Wer dennoch Ruhe und Entspannung bei einem Spaziergang im Freien sucht, wird hier sicherlich fündig.
Empfehlungen für Ausflüge, Veranstaltungen und mehr in Leipzig und der Region erhalten Sie im Freizeit-Newsletter der LVZ „Frische Luft”.
Buch-Tipps der Woche

Fünf Buchtipps für die Adventszeit. Foto: Monika Skolimowska/dpa
Fünf Buchtipps für die Adventszeit. Foto: Monika Skolimowska/dpa
Vorweihnachtszeit ist (Vor-)Lesezeit in dieser Woche haben wir gleich mehrere Buch-Tipps, bei allen stehen der Nikolaus und Weihnachten im Mittelpunkt. Und: wir verlosen zwei Exemplare des Buches “Weihnachten mit Astrid Lindgren”.
Susanne Sczesny und Andrea Erne: Wir feiern Weihnachten (Wieso? Weshalb? Warum?, Band 34): Wer es ganz genau wissen möchte und beim Fragen kaum ein Ende findet, ist hier richtig. Warum feiern wir Weihnachten überhaupt? Woher kommt das Schenken? Und wie feiern Kinder in anderen Ländern? Das Buch vermittelt leicht und verständlich alle wichtigen Hintergründe zu den Bräuchen der Adventszeit und des Weihnachtsfestes. Hinter jeder Klappe versteckt sich ein einfacher Sachtext. Fast wie bei einem Adventskalender.
Fabiola Nonn und Amélie Jackowski: Wer hat Weihnachten geklaut?: Es ist Weihnachten - doch kaum jemand im Wald kann sich freuen. Denn hier geht etwas Komisches vor sich – es verschwinden Dinge. Das Eichhörnchen vermisst seine Plätzchen, der Igel die Lichterkette und dem Hasen fehlt die Christbaumkugel. Die Spur führt in den Wald, wo auf alle Tiere eine Überraschung wartet…
Von Uta Zangemeister
Ein Licht im Advent

Das Beste für Familien aus LVZ und RND

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Haustier-Serie: Hamster - kleine Nager mit großen Bedürfnissen
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Neues aus dem Familienleben auf Twitter

Astrid
K1 kommt freudestrahlend zu mir: "Schau mal Mama, ich habe eine Tüte gebastelt"
Ob ich diesem Satz in 8 Jahren eine ähnliche Begeisterung entgegen bringen kann?
Misses Kay
Mich beängstigt die Tatsache, dass K1 so schnell wächst ja nur, weil sie nun keine Essensreste mehr für mich übrig lässt.
Inke Hummel
Wenn der 11-jährige dich bittet, ob du nochmal mit ihm einschlafen kannst, ist das genau so lange idyllisch bis er sagt: "Mama, Dein Nasenatem riecht blumig."
Katha schreibt
7.35 Uhr & ich weiß schon wie lang Arnulf der Bauer auf den Kriegszügen unterwegs war, da K1 heut früh im Klassenchat las, dass es doch was auf hatte.

Und ich bin sehr froh, dass ich nur die Mutter des Hausaufgaben machenden Kindes am Frühstückstisch bin & nicht Arnulf der Bauer
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