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Matschepampe, Radtouren und ein Sieger

Liebe Eltern, liebe Großeltern, liebe Leserinnen und Leser, am Wochenende war ich mit meiner Tochter
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Liebe Eltern, liebe Großeltern, liebe Leserinnen und Leser,
am Wochenende war ich mit meiner Tochter noch einmal im Zoo, bevor dieser – wie so vieles andere in diesem Monat – seine Pforten schloss. Als wir den Tierpark nach einigen Stunden verließen und ich so an uns herunterblickte, musste ich ein wenig schmunzeln. Mit Matsch an Hosen, Händen und Schuhen sahen wir beide eher nach einem Ausflug in den Wald aus als nach einem Zoo-Besuch. Ich persönlich finde das fantastisch! Wir hatten einen wundervollen Tag und meine Kleene schlief in der Bahn beinahe auf meinem Schoß ein.
Gleichzeitig sehe ich Eltern, die ihren Kindern noch auf dem Spielplatz den Staub von der Kleidung klopfen oder sie im Schwimmbad zur Dusche schicken, um sich den Sand abzuwaschen. Und das, obwohl der Weg nach Hause längst nicht in Sicht ist. Verstehen Sie das?
Ich sehe das so: Viele Kinder lieben es, ihre Umwelt zu erkunden. Wie verhält sich Schlamm, wenn er trocknet. Was entstehen für Geräusche, wenn man mit dem Stock über die Erde streicht? Wohin fliegt Staub im Wind? Das ist doch wunderbar! Und wenn sie danach aussehen wie kleine Dreckspatzen? Ist doch egal, am Ende des Tages muss eh alles gewaschen werden. Ob Kleidung oder Kind. Warum sollte man Kinder für Erkundungen und Lebenslust zurechtweisen, die niemandem wehtut? Wie sehen Sie das, ich bin gespannt. Schreiben Sie mir gerne.
Meine Kollegin Simone Liss hat mit der Umweltpsychologin Dörte Martens genau darüber gesprochen. Warum es so wichtig ist, sich mal richtig schmutzig zu machen und was das Spiel im Schlamm mit Seele und Immunsystem macht – hier er fahren Sie es.
Und sonst? Machen Sie sich auch schon Gedanken, wie Sie mit dem Thema Laternenumzug umgehen? Die neue Corona-Schutzverordnung hat da ja im Grunde uns allen einen Strich durch die Rechnung gemacht. Alle öffentlichen Umzüge sind abgesagt. Doch es gibt kleine, aber feine Alternativen. Welche das sind hat meine Kollegin Susanne Reinhardt hier für Sie aufgeschrieben. Ganz im Zeichen der Alternativen stehen auch unsere Wochenendtipps, aber lesen Sie selbst.
Ich wünsche Ihnen einen schönen Wochenausklang, bleiben Sie gesund
Ihre Patricia Liebling
Redakteurin LVZ Familie

Wochenend-Tipps

Foto: magentapix/Pixabay
Foto: magentapix/Pixabay
Für wilde Kerle und Kerlinnen: Wer sich so richtig schmutzig machen will, den erwarten in dieser Zeit die kleinen „unberührten“ Orte der Wildnis in Leipzig. Klar, in einer Stadt sind diese rar gesät, aber es gibt sie. Zu empfehlen sind zum Beispiel das westliche Ufer am Elsterbecken gegenüber der Red-Bull-Arena. Hier führt ein kleiner Trampelpfad entlang des Gewässers, wer Glück hat sieht einen der hier ansässigen Biber oder seine Spuren an den Bäumen. Ab und zu locken selbst gebastelte Stege näher ans Wasser. Aber Vorsicht: Kinder sollten hier nicht unbeaufsichtigt spielen! In der Nonne, dem Teil des Auwalds südlich der Anton-Bruckner-Allee gibt es noch mehr zu entdecken. Als Einstieg empfiehlt sich die Verlängerung des Klingerweges (am Eingang zum Clara-Zetkin-Park) von Westen her hinein in den Wald. Etwa hundert Meter nach der ersten Kreuzung auf einem Trampelpfad einfach rechts in den Wald abbiegen. Dort finden sich verschlungene Wege, kleine, malerische Hügel zum Rennen und Spielen sowie hin und wieder kleine Ast-Tipis. Nummer drei: im Rosental rund um den „Hinteren Grillplatz Rosental“. Der Wald lädt zum Räubern und Entdecken ein, der Grillplatz ist offiziell fürs Feuermachen geeignet und wem bei all der Natur doch langweilig werden sollte, kann – ganz mutig – den Wackelturm besteigen und den Rundblick über Leipzig und die Region genießen.
Für Wissbegierige: Sie wollen wissen, was in der Welt los ist? Sie wollen super gut informiert sein? Dann: Hallo bei „logo!“ – den Kindernachrichten bei Kika. Immer samstags bis donnerstags um 19.50 Uhr sowie freitags um 19.25 Uhr erklärt die Sendung Kindern und Jugendlichen, was derzeit in der Welt so los ist. Ob Präsidentenwahl in den USA, aktuelle Corona-Entwicklungen und was sie für Familien bedeuten oder auch unterhaltsame Geschichten aus Deutschland und der ganzen Welt – „logo!“ präsentiert Nachrichten einfach erklärt, oft mit gut verständlichen Grafiken. Das Format ist dabei auch für die Eltern interessant: Denn wer weiß schon so genau, was zum Beispiel die Europäische Zentralbank eigentlich macht? „logo!“ erklärt’s… Die Sendungen und einzelnen Beiträge gibt es natürlich auch online.
Empfehlungen für Ausflüge und Ausstellungen in Leipzig und der Region sowie ein vom Herbst inspiriertes Rezept erhalten Sie im Freizeit-Newsletter der LVZ „Frische Luft”.
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Buch-Tipp der Woche

Blick in „Wer wohnt denn da in Mamas Bauch? – Ein Buch für große Geschwister", Klett Kinderbuch
Blick in „Wer wohnt denn da in Mamas Bauch? – Ein Buch für große Geschwister", Klett Kinderbuch
Lars Daneskov (Autor), Claus Bigum (Illustrator), Angelika Kutsch (Übersetzung): „Wer wohnt denn da in Mamas Bauch? – Ein Buch für große Geschwister“: Mit seinem Buch „Wer wohnt denn da in Mamas Bauch?“ beantwortet der dänische Kinderbuch-Autor Lars Daneskov all die Fragen, die Kindern ab vier Jahre durch den Kopf schießen, wenn ein Geschwisterkind im Anmarsch ist. Neben „Wie spielt das Baby?“, „Langweilt es sich?“ oder „Wohin pinkelt es eigentlich?“ steht eine Frage immer im Mittelpunkt: „Wann kommt es endlich da raus?“. Denn ähnlich einer Autofahrt in den Urlaub können Kinder die Ankunft des Geschwisterchens kaum erwarten. Im Buch werden immer wieder neue, unterhaltsame und vor allem für Kinder nachvollziehbare Erklärungen gefunden, warum das Baby noch im Bauch bleiben muss. In der 8. Schwangerschaftswoche beispielsweise ist der Nachwuchs mit 12 bis 15 Millimetern Länge gerade einmal so groß wie ein Gummibärchen. „Stell dir vor, es würde jetzt schon herauskommen. Dann könnte es sich in einer Schale mit Süßigkeiten verstecken, und du würdest es kaum finden…. Es ist also gut, dass es noch ein bisschen in Mamas Bauch bleibt. Außerdem kannst du deine Süßigkeiten dann alleine essen.“ Erst perfekt machen das Buch allerdings die witzigen Illustrationen von Claus Bigum. Ein Erlebnis für die ganze Familie – mal ganz leicht und anders als Aufklärungsbücher, die ganz pädagogisch eins zu eins die Realität nachbilden wollen.
Von Uta Zangemeister
Wenn Sie oder Ihre Kinder auch eine Buchempfehlung für unsere Leser haben, schreiben Sie uns an familie@lvz.de.
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Juliet Gibb
Die Kinder sind beschäftigt. Der Mann schaut mir tief in die Augen. Ich verstehe. Nicke zustimmend. Vorfreudig. Er grinst, nimmt mich bei der Hand und führt mich ins Schlafzimmer. Dann haben wir es getan. 1.5 Stunden Mittagsschlaf.
Ralph Ruthe
Was die Vierjährige gesagt hat, als sie zum ersten mal einen Mund-Nasen-Schutz aufgesetzt hat: "Papa, ich kann immer noch normal atmen."

Mic drop
Knoepfchen
Der hatte ein Pferd und dem einem war kalt und dann hat der etwas abgeschnitten und dem gegeben. Dann hat der "Dankeschön" gesagt und der ist wieder gereitet.

Na, welche Geschichte hat der Knopf heute im KiGa gelernt?
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