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Pandemüde und genervt ++ Doch keine Weihnachtsmärkte?

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Liebe Eltern, liebe Großeltern, liebe Leserinnen und Leser,
ich bin pandemüde. Normalerweise bin ich mal hundemüde. Aber das reicht gerade nicht mehr als Bezeichnung. Ich bin müde von der Pandemie und ich bin müde wegen der Pandemie. Es war in den letzten Wellen schon immer mal arg. Aber gerade bin ich so genervt und hab so gar keine Lust mehr auf diese blöde Pandemie, so schlimm war es zuvor noch nie. Pandemüde eben. Vielleicht geht es Ihnen gerade ähnlich?
Momentan höre ich von allen Seiten und viel mehr als je zuvor „positiver Test“, „bei uns jetzt auch Quarantäne“ … Auch in der Klasse meiner Tochter gab es jüngst zwei positiv getestete Kinder. Bei meiner Tochter fiel der Test negativ aus, puh. Sie muss auch nicht in Quarantäne, doppeltes puh. Aber warum eigentlich nicht? Falls Sie das auch verwirrend finden, empfehle ich Ihnen den Text meines Kollegen Florian Reinke. Er hat sich dem Thema „Wann muss ein Kind in Quarantäne – und was bedeutet das für die Eltern?“ einmal angenommen.
Vielleicht ist es auch gerade das Hin und Her bei den Regelungen, was mich so pandemüde macht. Aktuelles Beispiel: Erst sollten Weihnachtsmärkte unter bestimmten Voraussetzungen stattfinden, nun hat sich Ministerpräsident Kretschmer heute für eine Absage der Weihnachtsmärkte ausgesprochen. Und die irgendwie vorhersehbare aber dennoch frustrierende Entwicklung bei Infektionszahlen und Bettenbelegung. Die Kliniken verschieben Operationen. Leipzigs Oberbürgermeister Burkhard Jung ruft erneut zur Kontaktvermeidung auf, das Gesundheitsamt sei mit der Kontaktnachverfolgung bereits wieder überfordert.
Alles nachvollziehbar und auch angebracht. Dennoch, es ist zum Heulen. Hilft aber ja nichts. Ich versuche, mir mit leckerem Essen, leichter Kost im Fernsehen und Spaziergängen mit unserem Hund etwas Gutes zu tun und den Frust abzuschütteln. Immerhin, die Sonne scheint. Und: Am Wochenende bin ich mit meinen Freundinnen verabredet, virtuell im Online-Chat, aber immerhin mal ein Abend unter uns. Darauf freue ich mich sehr.
Wie geht es Ihnen mit der aktuellen Corona-Lage? Haben Sie Fragen, auf die Sie noch keine Antwort gefunden haben? Gibt es Themen, die Sie beschäftigen, vielleicht gerade als Familie? Wir in der LVZ-Redaktion sind immer daran interessiert, was Sie umtreibt und wie wir helfen können, noch besser über die Situation aufzuklären. Gerne greifen wir Ihre Sorgen, Fragen und Hinweise auf – schreiben Sie uns als Feedback auf diesen Newsletter oder direkt per Mail an familie@lvz.de.
Bleiben Sie gesund und halten Sie die Ohren steif!
Herzliche Grüße
Susanne Reinhardt
Redakteurin LVZ Familie

Foto:  Andrea Piacquadio/Pexels
Foto: Andrea Piacquadio/Pexels
Wochenend-Tipp

In der Kulturwerkstatt KAOS steht das Wochenende im Zeichen von gezeichneten Geschichten und lustiger Kunst beim Comic & Funny Art Fest. Ab 12 Uhr bis in den späten Nachmittag heißt es „Market.Mitmachen.Mitlachen“: Beim Kunstflohmarkt können Arbeiten Leipziger Kreativschaffender bestaunt und erworben werden, die LeseEcke lädt zum Verweilen und Schmökern in über 60 Comics und Graphic Novels ein, Mitmach-Angebote gibt es ebenfalls. Jeweils ab 18 Uhr gibt es Nachwuchs-Comics zu sehen und Abendprogramm: Am Samstag wird bei einem Auszug aus einer Loriot-Inszenierung herzlich gelacht, bei Live-Punkrock der Band Lassie anschließend getanzt. Sonntag lesen Lina Ehrentraut aus „Melek und ich – Interdimensional Love Affairs“ und Max Baitinger aus seiner Comic-Neuerscheinung „Sibylla“. Zum Abschluss an beiden Abenden legen DJs auf.
Foto: KAOS Kulturwerkstatt
Foto: KAOS Kulturwerkstatt
Weitere Termine:
  • Das Unikatum Kindermuseum entdecken, Ausstellungen sehen, hören und mitmachen: All das ist am Samstag von 10 bis 18 Uhr beim Familientag möglich.
  • Im Workshop „Ohne Moos nix los?“ begeben sich Kinder ab 7 Jahren in die Ausstellung „Caspar David Friedrich und die Düsseldorfer Romantiker“, die gerade im Museum der bildenden Künste zu sehen ist. Los geht`s am Sonntag um 10.30 Uhr, Anmeldung unter kunstvermittlung@leipzig.de.
  • Das Jahresprojekt des WERK 2 „Parallele Welten“ wird am Sonntag von 15 bis 19 Uhr mit einer Abschlusspräsentation in Halle D beendet. In Workshops und Projekten setzten sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit Verschwörungstheorien und parallele Welten auseinander - nun werden die Ergebnisse ausgestellt und es wird über den Entstehungsprozess der Bilder berichtet. Der Eintritt ist frei.
  • Ist Älterwerden wirklich grau? Welche Farbe hat mein Alter mit 4 Jahren? Lebe ich auf einer Linie oder forme ich einen Kreis? Und wie lang dauert eine Sekunde? Diesen Fragen geht Clara Fritsche am Sonntag um 16 Uhr in ihrem digital-interaktiven Maltheater „[ALL IN] Alt mal kurz“ nach – via Zoom vom Theater der jungen Welt aus. Also Platz gemacht vorm Computer, schließlich wird mitgemacht. Für Vielfrager ab vier Jahren. Karten und weitere Infos gibt es hier.
Buch-Tipp

Cover von „Die Tiefseetaucherin“, erschienen im Katapult Verlag
Cover von „Die Tiefseetaucherin“, erschienen im Katapult Verlag
Katapult Verlag (Herausgeber), Iris Ott (Illustratorin): „Die Tiefseetaucherin“: Die Tiefsee ist dunkel, kalt und wenig erforscht. Und dass, obwohl schon mehrere Menschen auf dem Mond waren – und der ist immerhin viel weiter weg als die tiefste Stelle des Meeres. Die neugierige Juli will sich damit nicht abfinden und macht sich deshalb mit ihrem Freund Ulf, dem kleinen roten U-Boot, auf den Weg, das Meer zu erforschen. Ihr Ziel: der Boden des Mariannengrabens. Sehr anschaulich und mit leicht verständlichen Vergleichen wird in „Die Tiefseetaucherin“ erklärt, welche Lebewesen in welcher Meerestiefe vorkommen, warum die Lebensbedingungen in hunderten und schließlich sogar tausenden Metern unter der Meeresoberfläche so schwierig sind und wie einige Tiere dennoch dort leben und überleben. Neben Fischen, Quallen und Co. lernt man auch über Manganknollen und Schwarze Raucher. Sogar auf Mikroplastik und darüber, wie unser menschengemachter Müll über die Nahrungskette wieder auf unseren Tellern landen kann, wird eingegangen. Besonderer Clou: Das Buch wird nach oben hin umgeblättert, auf jeder Doppelseite steht oben rechts, wie tief Juli und Ulf bereits abgetaucht sind. So bekommen auch Leserinnen und Leser das Gefühl abzutauchen, immer weiter nach unten in die dunkle See. „Die Tiefseetaucherin“ hält viel Wissen bereit, unkompliziert aufbereitet, kindgerecht vermittelt und mit einer guten Portion Humor. Die wunderbaren Illustrationen von Iris Ott setzen die Tiefsee zusätzlich fantastisch in Szene. Für Kinder ab sechs Jahren.
Von Susanne Reinhardt
Verlosung Touristik & Caravaning

„Ab in den Urlaub“ – vom 17. bis 21. November lockt die Touristik & Caravaning – Mitteldeutschlands größte Reisemesse – zur Leipziger Messe. Besucher und Besucherinnen treffen hier auf Hersteller und Händler sowie Vermieter jeglicher Freizeitfahrzeuge. Vanlife-Influencer sind ebenso vor Ort wie Experten in Sachen Folierung sowie Bike und Outdoor. Außerdem präsentieren Reiseanbieter Urlaubsziele in Deutschland, Europa und der ganzen Welt.
Wir verlosen 3 x 2 Tickets unter allen Newsletter-Lesern und -Leserinnen. Wer gewinnen möchte, schickt bis 15. November eine E-Mail mit dem Betreff „Reisemesse“ an familie@lvz.de. Die Gewinner und Gewinnerinnen werden ausgelost und schriftlich benachrichtigt. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Infos zur Verarbeitung Ihrer Daten finden Sie hier.
Bitte beachten Sie das Safe Expo Konzept der Leipziger Messe: Unter Beachtung der geltenden Corona-Schutzverordnung ist ein 2G-Nachweis notwendig, alternativ kann ein PCR-Test vorgezeigt werden, der nicht älter als 48 Stunden ist. In den Hallen muss eine medizinische Maske getragen werden.
Große LVZ-Auktion startet

Vom 12. bis zum 21. November mitbieten und bis zu 70% sparen!
Das Beste für Familien aus LVZ und RND

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Ausgezogen Nichtbinär
Neulich war ich in einem Spielzeugladen und hörte folgenden Dialog mit:

"Verkaufen Sie auch Gutscheine? Ich bin Oma und suche noch etwas für mein Enkelkind."

"Ein Mädchen oder ein Junge?"

"Ein Gutschein."

Ich bin fast weggebrochen.
Christine Finke
Ich gucke mit meinen Kindern #wettendass, während wir zu Abend essen, so wie ich das Kind mit meinen Eltern tat, und selten hatte ich mehr das Gefühl, in einer Zeitmaschine zu sein.
Reuters
In a familiar moment to parents working from home worldwide, New Zealand Prime Minister Jacinda Ardern interrupted her own Facebook Live meeting to try coax her daughter back to bed. 'Well that was a bedtime fail, wasn't it?' Ardern joked as she returned to the livestream https://t.co/7WDO5fZWol
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