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Drei Könige, vier Geburtstagskinder und mehr Selbstliebe im neuen Jahr

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Liebe Eltern, liebe Großeltern, liebe Leserinnen und Leser,
ist es schon zu spät, Ihnen ein gesundes und glückliches neues Jahr zu wünschen? Mitnichten! Heute, am 6. Januar, ist schließlich der Dreikönigstag. Und in Leipzig gewissermaßen auch „Vierlingstag“ – denn die Vierlinge Laura, Kim, Sophie und Jasmin feiern heute ihren zehnten Geburtstag. In einigen süddeutschen sowie sächsischen und thüringischen Gegenden ist der 6. Januar dem Brauchtum nach als „Hochneujahr“ bekannt und gilt als traditioneller Jahresbeginn. In meiner Familie war dieser Tag immer traditioneller „Baum-Abschmück-Tag“.
Ebenso traditionell wird zum Jahreswechsel gern zurückgeblickt und nach vorn orakelt, gute Vorsätze werden gefasst und hoffnungsvoll wird das kommende Jahr begrüßt. Naja.
Rückblickend kann man sich wohl gegenseitig gratulieren: Heilige drei Könige, wir haben es geschafft! Was kommende Entwicklungen angeht, bleibt es vor allem in pandemischer Hinsicht unerfreulich spannend. Das neue Jahr steht in den Startlöchern – die drohende Omikron-Welle aber eben auch. Die sächsische Landesregierung hat den Teil-Lockdown bereits bis zum 12. Januar verlängert, ob es danach Lockerungen geben wird oder nicht, wissen wir nicht. Leipzigs Hotellerie, Gastronomie und Sport sind vorbereitet – und verunsichert. Mein Kollege Anton Zirk kommentiert, dass mehr Menschen über politische Maßnahmen hinaus an einem Strang ziehen müssten, sonst sehe er mit der fünften Welle eine Dauerschleife wie im Silvesterklassiker „Dinner for one“ kommen: „Same procedure as every year.“
Das wird auch für viele von Ihnen gelten – Familien mit Kindern, die sich nun immer noch oder wieder mal fragen: Soll das Kind geimpft werden? Wann und wie lasse ich mein Kind in die Kita gehen? Kommt es am Ende doch zu Schulschließungen? Und kann man hier vielleicht mal irgendwas verlässlich planen? Wir wissen es nicht. An diese Unsicherheit haben Sie sich längst gewöhnen müssen, das ist alles nicht neu. Und es wird einigen von Ihnen sicher auch aufgefallen sein, dass 2022 in englischer Aussprache sehr gut als „2020 too“ aufgefasst werden kann. Also „same procedure“? Na, hurra.
Aber ich hatte ja oben von „hoffnungsvoll das Jahr begrüßen“ geschrieben. Das meine ich auch so. Ein Freund sagte mir neulich, dass die großen Pandemien in der Geschichte meist etwa drei Jahre gedauert haben. Da weiß ich jetzt nicht, wie hoffnungsvoll Sie das stimmt, aber ich denke mir: Na hoffentlich, da wäre das Glas doch schon zwei Drittel voll. Und wer im allgemeinen Virologie-Crashkurs zu Anfang der Pandemie aufgepasst hat, vermutet wohl auch: Irgendwann muss sich so ein Virus mal abschwächen. Warum denn nicht in diesem Jahr? Zeit wird’s.
Und die guten Vorsätze? In meinem Familien- und Freundeskreis dreht sich in diesem Jahr alles um weniger Stress und mehr schöne Momente – einige bleiben den leidigen Social-Media-Diskussionen fern, andere haben das Spazierengehen in der Natur liebgewonnen. Die einen wollen sich öfter Auszeiten gönnen, die anderen mehr Zeit mit Familie und Freunden verbringen. In den Gesprächen, die ich dazu geführt habe, war jedenfalls wenig von der altbekannten Selbstoptimierung die Rede, dafür viel mehr von Selbstliebe. Wir sind in guter Gesellschaft, denn eine Abkehr von klassischen Vorsätzen à la Abnehmen liegt wohl im Trend. Wenn das unterm Strich ist, was wir aus alldem lernen können, dann ist das vielleicht nicht das Schlechteste.
Ich wünsche Ihnen also ein glückliches und vor allem gesundes neues Jahr voller Selbstliebe und schönen Momenten mit Ihrer Familie.
Herzlichst,
Ihre Juliane Groh
Redakteurin LVZ Familie

Wochenend-Tipp

Alles Banane? Am Samstag startet die 27. Leipziger Kinder- und Jugendkunstausstellung 2021/22. Wie der Name schon sagt, werden hier Werke von Kindern und jungen Menschen bis 21 Jahre gezeigt, die damit ihre ganz eigene Sicht auf die Welt künstlerisch verarbeiten. Zwei verrückte Jahre liegen hinter ihnen. Herausfordernde, schwieirige Jahre. Eine absurde Zeit des Durcheinanders. Diesen Eindrücken, Erlebnissen und Gefühlen haben sie auf künstlerische Weise Ausdruck verliehen, in ihnen haben sie Inspiration gefunden. Malerei, Grafik, Plastik oder Fotografie, Collagen, Drucke, Videos oder Performances: All dieser Techniken konnten sich die Künstlerinnen und Künstler bedienen. Motto: „Alles Banane?“ Aus der Vielzahl der eingereichten Beiträge hat eine Jury Werke ausgewählt, die besonders hervorstechen. Normalerweise werden diese Werke dann an verschiedenen öffentlichen Orten in Leipzig ausgestellt. Das fällt in diesem Jahr coronabedingt erneut aus. Die Galerie für Zeitgenössische Kunst weicht aufs Digitale aus und zeigt die Werke, die sonst in ihren Räumen zu sehen gewesen wären, hier. Andere weichen auf Schaufensterausstellungen aus: Die HALLE 14 - Zentrum für zeitgenössische Kunst zeigt Arbeiten im Schaufenster der Projekt- und Hörgalerie A und V (Lützner Straße 30). Auch im Allee-Center (Ludwigsburger Straße 9) sind Werke im Schaufenster des Offenen Atelier Grünau in der 1. Etage zu sehen. Weitere Exponate können auf der Website der Kinder- und Jugendkunstausstellung in einer Online-Galerie angeschaut werden.
Buch-Tipp

Laura Young: „Pumpkin. Der Waschbär, der vom Baum fiel und eine neue Familie fand“: Als Baby von einem Baum gefallen, wurde Pumpkin der Waschbär mit einem gebrochenen Bein von seinen Eltern zurückgelassen. Doch der kleine Waschbär hatte Glück im Unglück: Eine menschliche Ersatzfamilie fand ihn und pflegte ihn wieder gesund. Und weil er der Familie schnell ans Herz wuchs, blieb er einfach. So wuchs Pumpkin kurzerhand mit deren beiden Hunden Toffee und Oreo auf und hatte hier ein Leben, wie er es schöner nicht hätte träumen können. Denn Freundschaft und Liebe finden sich schließlich bei den unwahrscheinlichsten Weggefährten. Mehr als 1,5 Millionen Follower auf der ganzen Welt verfolgten die wahre rührende Geschichte des kleinen Waschbären Pumpkin und dessen lustige Erlebnisse in einer US-amerikanischen Kleinstadt hautnah auf Instagram. Auf vielen wunderschönen Bildern und passenden Sprüchen wird die ungewöhnliche Freundschaft von Pumpkin, Toffee und Oreo aus der Sicht von Frauchen Laura Young noch einmal lebendig – vom Kekse und Obst klauen über das gemeinsame Auf-der-Couch-rumlümmeln bis hin zum Kuscheln. Garniert werden die Bilder mit einigen lustigen Begebenheiten, die sowohl Kindern als auch Erwachsenen immer wieder ein Lächeln ins Gesicht zaubern.
Von Andreas Neustadt
Das Beste für Familien aus LVZ und RND

Babys zu Neujahr 2022 in Leipzig: Willkommen Alfred und Lena Luisa!
Leipziger Vierlinge feiern zehnten Geburtstag
Corona-Regeln an Sachsens Schulen: Masken und Tests bleiben – Wechselunterricht ist möglich
Zurück auf die Schulbank: Sachsens Kinder und Jugendliche starten ins dritte Corona-Jahr
Steigende Schülerzahl: Sachsen braucht mindestens 2500 neue Lehrkräfte
Sozialer Dienst: Wie Leipzig mehr hilfebedürftige Kinder zurück in ihre Familien bringt
Die Eltern-Kind-Kur: Zwischen Anwendung und Abenteuer
Sollten Kinder und Jugendliche geboostert werden?
Mut zur Lücke: Eltern müssen nicht alles wissen
Nur mit Unterstützung der Eltern: Kinder können bei Übergewicht wenig tun
Gute Vorsätze für das neue Jahr – 32 Alternativen für ein gutes Jahr 2022
Neues aus dem Familienleben auf Twitter

EasyPeasy
Bitte denkt daran, dass kleine Kinder Redewendungen nicht verstehen und diese falsch interpretieren könnten.

Zum Beispiel wenn man Spinat mit den Worten:"Haut rein!" serviert. Für euch vom schrubbenden Mann getestet.
Maximales Drehmoment
War ne ganz tolle Idee von meinen Eltern der Kleinen nen Chemie Baukasten zu schenken🙄
So wie das gerade hier riecht, läuft hinten im Kinderzimmer entweder die erste Großproduktion von Cristal Meth oder die erste Charge Senfgas ist fertig...

Ich will nicht schauen gehen...
😑
Kopfschüttelfraktion
Nach der Einschlafbegleitung selber wieder aufzustehen ist eine der größten Herausforderungen der Elternschaft ☝🏻
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