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Ein Dorf für ein Baby und Engpässe an Leipzigs Gymnasien und Oberschulen

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Liebe Eltern, liebe Großeltern, liebe Leserinnen und Leser,
wir haben ein neues Baby!
Im Freundeskreis. Und nicht mehr ganz neu. Geboren wurde das Fast-schon-Kleinkind mitten in der Pandemie, im Sommer zwischen den Lockdowns. Das tat mir vor allem für die Eltern leid – die fast nichts von dem machen konnten, was Eltern im ersten Lebensjahr ihrer Kinder so selbsthilfegruppenmäßig vom Verrücktwerden ablenkt (wenn ich das richtig verstanden habe). Baby-Schwimmen, Baby-Yoga, Baby-Krabbelgruppe, Baby-Flohmarkt, Baby-Stepptanz, Baby-Alles. Gab es nicht.
Vor der Geburt war sogar eine Zeit lang unklar, ob der Vater die Geburt seines Kindes im Kreißsaal miterleben darf. Mit Sicherheit auch eine belastende Frage in der Schwangerschaft! Welche Corona-Regeln aktuell für Geburten in den Leipziger Krankenhäusern gelten, hat mein Kollege Björn Meine aufgeschrieben.
Die Eltern wiederum machten sich natürlich mehr Sorgen um das Baby. Wie ist das denn, wenn man im ersten Jahr immer nur dieselben Gesichter sieht? Macht das etwas, wenn man in einer so prägenden Phase Menschen außerhalb der Familie immer nur auf Abstand und mit Masken trifft? Wenn das sprichwörtliche „Dorf“, das es doch zum Großwerden braucht, höchstens mal beim Spaziergang in den Wagen reinwinkt?
Bisher sieht das aber ganz gut aus. Das Baby wirkt tiefenentspannt, es teilt gerade sehr gern, lacht viel, hat so gar keine Berührungsängste und wir finden uns gegenseitig sehr lustig. Jetzt lernt es eine völlig neue Welt kennen, nach und nach trifft es seinen großen Kreis von Freunden und Familie. Durch seine Augen betrachtet ist das Sich-Treffen, Sich-Anfassen etwas völlig Neues und Aufregendes.
Ganz ehrlich: Für uns ja auch irgendwie. Nach 15 Monaten Ausnahmezustand und bei immer weiter sinkenden Inzidenzen ist es auch für mich einfach schön, mit dem Baby zusammen im Sandkasten zu sitzen und bunte Förmchen hin und her zu reichen. Das reicht schon. Den ganzen Rest holen wir in diesem Sommer eben langsam nach. Babyschritte!
Und jetzt entschuldigen Sie mich bitte, ich bin im Sandkasten verabredet. Wir haben was nachzuholen. Genießen Sie doch bitte auch die Sommersonne – idealerweise in genauso angenehmer Gesellschaft.
Ihre Juliane Groh,
Redakteurin LVZ Familie

Wochenend-Tipps

Tanztheater für Kinder: Das Kulturzentrum Werk 2 erwartet die Besucher und Besucherinnen am Samstag und Sonntag ab 16 Uhr in der Halle A zum Tanzstück „Der ängstliche Cowboy“. Die Geschichte erzählt von Angst und Mut für alle Kinder und Kleingebliebene ab 5 Jahre. Zwei Tänzerinnen, ein Musiker und ein Clown gehen auf eine Abenteuerreise in den Wilden Westen, bei der kein Auge trocken bleibt und viel gezappelt wird. Tickets gibt es hier.
Märchen im Grünen: Die eheähnliche Theatergemeinschaft „Kaninchenkatze“ spielt ab 16 Uhr im Richard-Wagner-Hain „Des Kaisers neue Kleider“ nach dem Märchen von Hans Christian Andersen. Geeignet für Kinder ab 5 Jahre. Bitte bringt Decken und Sitzgelegenheiten mit zum Platz hinterm Sommercafé Zierlich Manierlich. Karten telefonisch unter 0341 2237 552 oder per E-Mail.
Auf schmaler Spur: Die Parkeisenbahn Auensee rollt wieder für alle großen und kleinen Eisenbahnfans. Fahrtzeiten sind Freitag 14 bis 17.45 Uhr, Sonnabend und Sonntag jeweils von 10 bis 12.45 und 14 bis 17.45 Uhr.
Podcast-Tipp

Kennen Sie das auch – diese Zettel an der Kindergartentür, die wie Hiobsbotschaften Kinderkrankheiten verkünden, die gerade grassieren? Magen-Darm zum Beispiel. Oder Läuse. Zwar keine Krankheit, aber mindestens genauso schlimm. In diese Aufzählung des Grauens fällt auch die Hand-Fuß-Mund-Krankheit. Bislang konnte ich den Impuls unterdrücken, zu googeln, was das genau ist und wie es sich bemerkbar macht. Ich weiß aber: Ich bin froh, dass wir bislang drumherum gekommen sind. Gleichzeitig hat mich dieses Krankheitsbild auf einen Podcast aufmerksam gemacht: Hand, Fuß, Mund – der Podcast über Kinder- und Jugendmedizin. Darin widmen sich Nibras Naami und Florian Babor, ihres Zeichens Kinderärzte an einer großen Kinderklinik in Düsseldorf, besagtem Thema. Fluoridprophylaxe, Hirnhautentzündung, vegetarische und vegane Kinderernährung, Hustensaft, Glutenunverträglichkeit, Kuhmilchproteinallergie, Drei-Tage-Fieber und mehr werden in den einzelnen Folgen behandelt. Diese dauern zwischen 25 und 100 Minuten und gehen wöchentlich online. Der Link zum Podcast: https://handfussmund.de/der-podcast
Von Patricia Liebling
Buch-Tipp der Woche

Cover des Buches „Glattes Harr wär wunderbar“, erschienen im Magellan Verlag
Cover des Buches „Glattes Harr wär wunderbar“, erschienen im Magellan Verlag
Laura Ellen Anderson (Autorin): Glattes Haar wär wunderbar: So und jetzt noch Haare kämmen. Nein! Ich will das nicht, nicht Haare kämmen. Fast jeden Tag das Gleiche. Anders als wir Eltern ist unser Kind nicht nur blond, sondern hat auch wilde Locken auf dem Kopf. Welcher entfernte Verwandtschaftsgrad auch immer sich da eingemogelt hat… Umso wichtiger, dass die Haare regelmäßig gekämmt werden, denn schlimmer als Haare kämmen ist nur Haare kämmen, die voller Knoten sind. Ich ahne schon, dass unsere Tochter später fluchen wird, warum sie genau die Haare hat, die sie nunmal hat. Und hier kommt meine Buch-Empfehlung ins Spiel. „Nein! Ich mag meinen riesigen Lockenkopf nicht! Doof und gemein, oh, wie nervt er mich“ schimpft darin ein kleines Mädchen. Weder nächtelanges Bürsten, noch Wasser, noch Klebeband können die ungeliebten Kringel glätten. Doch als sie ein Mädchen mit glatten Haaren trifft, sieht die Welt gleich ganz anders aus. Dieses Mädchen wünscht sich nämlich nichts sehnlicher als welliges Haar. Gemeinsam stellen sie fest, dass ihre Haare doch eigentlich toll sind, wie sie sind. Dass man mit Klammern, Spangen und Haargummis fantastische Frisuren zaubern kann. Gleichzeitig schwingt hier mit, dass wir überhaupt gut sind, wie wir sind. Also als Ganzes, als Individuen. Das Buch richtet sich mit seinen 32 Seiten an Kinder zwischen 3 und 6 Jahre. Mir gefallen die Botschaft, der gereimte Text und die Art der zugespitzten, witzigen Illustrationen. Außerdem tauchen hier Figuren auf, die ganz verschiedenen kleinen Menschen Identifikation ermöglichen: Rothaarige, People of Color, Kinder mit Brille. Und das auf ganz natürliche Weise.
Von Patricia Liebling
Das Beste für Familien aus LVZ und RND

Andrang in Leipzigs beliebten Gymnasien und Oberschulen – Absagen trotz Aufstockung der Klassen
Weiter Engpässe in Leipzigs Schulen: Kein Grund zum Verschnaufen
LVZ-Fahrradfest 2021: Die Handwerk-IKK-classic-Tour für die jüngsten Radler
Leipziger Studie: Verhaltensauffällige Kinder haben öfter Neurodermitis und Asthma
Sonderschau im Grassi Museum zeigt Kinderstühle von gestern bis heute
Hitzefrei an Schulen: Wann dürfen Schüler zu Hause bleiben?
Corona-Effekt: So viele Geburten im März wie seit 20 Jahren nicht
Neues aus dem Familienleben auf Twitter

Judgement Day 💉 ®️Moderna Improved 🌈
Auf dem Weg zum Kindergarten.

K2: "Papa, warum hat der Mann ein pinkes Kleid an?"
Ich: "Vielleicht weil er sich GENAU SO schön findet"
K2: "Das stimmt 😍 Du musst dir auch so eins kaufen!"

Ich liebe dieses Kind so sehr ❤️

#Erziehung, #Akzeptanz und #Toleranz done right 💪
Räuber
Wisst ihr noch als wir dachten Ü30 Partys sind für alte Menschen?
zauberhaftisnich
Der Erstgeborene (19J) möchte wissen, was wir als Eltern machen würden, wenn er transsexuell wäre.
Musste kurz überlegen und habe dann gesagt:
„Daumen drücken, dass es auch schicke Damenschuhe in Größe 53 gibt.“
happyfeet 🤘
"Mamaaaaa?"
"Schlaf jetzt endlich, Kind!"
"Aber es ist wirklich wirklich wichtig!"
"Ok. Was ist?"
"Warum heißt es ZWO aber nicht DRO?"

UND ICH WEIß ES DOCH AUCH NICHT 😭😭😭😭😭
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