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Endlich wieder richtig Schule, ich freu' mich so!

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Liebe Eltern, liebe Großeltern, liebe Leserinnen und Leser,
der Betreff des heutigen Familien-Newsletters „Endlich wieder richtig Schule, ich freu’ mich so!“ ist ein Zitat. Es ist der freudige Ausruf meiner Tochter, als sie erfuhr, dass die weiterführenden Schulen am kommenden Montag wieder in den Präsenzunterricht starten und es somit auch für sie endlich wieder losgeht.
Endlich wieder Mitschülerinnen und Mitschüler treffen, endlich wieder richtigen Unterricht mit Lehrerinnen und Lehrern, endlich wieder ein kleines Stück mehr Normalität. Die Freude war und ist groß. Auch, wenn die Klassen vorerst in zwei Gruppen aufgeteilt sind und sich Präsenz und häusliche Lernzeit für jede Gruppe abwechseln.
Jubel, Trubel, Heiterkeit also seit einer Woche im Hause Reinhardt. Ich erlebe meine Tochter gelöster und entspannter als in den Wochen zuvor. Lockdown und Homeschooling, fast nur zu Hause sein, fast ständig mit den Eltern „rumhängen“ müssen, all das macht etwas mit den Kindern, insbesondere mit den Teenagern. Denjenigen, die sich eigentlich gerade von zu Hause abnabeln.
Meine Kollegin Simone Liss bat Experten um eine Einordnung, welche Auswirkungen das Leben in der „Corona-Blase“ auf Jugendliche hat. Und sie fragte fünf Leipziger Teenies, wie sie diese Zeit erleben, was ihnen am meisten fehlt und worauf sie sich freuen. Den aufschlussreichen Bericht finden Sie hier.
Ich freue mich mit meiner Tochter und allen anderen Kindern an den weiterführenden Schulen. Ich freue mich auch für mich selbst und alle Eltern, die sich bis jetzt mit ihren Kindern durch die Aufgaben der häuslichen Lernzeit gekämpft haben. Ich bin froh, nur noch alle zwei Wochen Aushilfslehrerin und Motivationstrainerin sein zu müssen. Denn insbesondere die Motivation schwand in den vergangenen Wochen zusehends. Die Schulöffnungen sind für uns alle eine Erleichterung.
Aber ich sehe die Schulöffnungen auch kritisch. Erst recht, da die zugesagten, ja als verpflichtend für den Schulbesuch angekündigten, Selbsttests nun doch nicht pünktlich zum 15. März an den Schulen zur Verfügung stehen werden. Mein Kollege Mark Daniel spricht in seinem Kommentar gar von Dilettantismus und Verantwortungslosigkeit vonseiten der Politik. Was Lehrkräfte, Eltern und Jugendliche über den Schulstart ohne Test(-pflicht) denken, lesen Sie hier.
So groß die Freude ist, so wenig möchte ich in ein paar Wochen wieder komplett zurück in Homeschooling und Lockdown, sollten die Infektionszahlen wieder steigen. Ihnen geht es sicher ebenso. Hoffen wir also, dass es nicht so weit kommt, dass die Selbsttests zügig ankommen und sie neben den Hygienemaßnahmen wirklich eine Hilfe zur Pandemiebekämpfung sind. Und bestenfalls geht es auch mit dem Impfen bald zügiger voran.
Bleiben Sie gesund und zuversichtlich.
Herzlichst
Ihre Susanne Reinhardt
Redakteurin LVZ Familie

Foto: AdobeStock/charmedlightph
Foto: AdobeStock/charmedlightph
Wochenend-Tipps

Nicht nur für Teenager: Im Rahmen der Spielzeitreihe „Challenge accepted!“ des Theaters der Jungen Welt beschäftigt sich Performerin Jana Zöll in der interaktiven Zoom-Performance „Ich bin“ mit den Themen Körper, Identität und Selbst- und Fremdzuschreibungen. Immer vor der Fragestellung, inwiefern das Einordnen in Kategorien dem Wunsch nach einer offenen Gesellschaft eigentlich widerspricht. „Ich bin“ richtet sich an Menschen ab 16 Jahre und findet live am Freitag um 20 Uhr über die Videokonferenzsoftware Zoom statt. Den Zoom-Link, ID, Passwort und weitere Hinweise zu den Einstellungen in Zoom gibt es nach dem Ticketkauf per E-Mail.
Abholen, ritzen, drucken lassen: Mit Wasserfarbe, Wachsmalern und Buntstiften können kleine Künstler tolle Kunstwerke schaffen. Wer sich aber etwas Abwechslung am Maltisch wünscht, dem empfiehlt sich am Wochenende ein Abstecher zum Werk 2. Hier werden Druckplatten ausgegeben, in die Kinder ab vier Jahre zu Hause munter Frühlingsbilder ritzen können. Wer diese Platten Samstag zwischen 10 und 13 Uhr am Kunstfenster der Grafikdruckwerkstatt abholt und auch wieder abgibt, bekommt dort einen frischen Druck seines kreativen Schaffens. Nähere Infos gibt es per E-Mail sowie am Kunstfenster.
Interaktives Umwelt-Abenteuer: Am Samstag wird wieder gestreikt. Diesmal aber auf der digitalen Bühne des Theaters der Jungen Welt. Auf dem Programm steht mit „Und morgen streiken die Wale“ ein digital-interaktives aktivistisches Umwelt-Abenteuer für Kinder und Jugendliche ab 12 Jahre. Das zeitgenössische Stück widmet sich den Themen Umweltbewusstsein, Mut und persönliches Engagement. Das interaktive Stück mit Gaming-Elementen auf der Plattform Zoom ermöglicht es dem Publikum, den Handlungsverlauf mitzubestimmen und Herausforderungen zu meistern. Die digitale Premiere ist für Samstag 18 Uhr geplant. Tickets gibt es hier.
Buch-Tipp der Woche

Cover des Buchs „Wie krank ist das denn?!“, erschienen im Verlag Klett Kinderbuch
Cover des Buchs „Wie krank ist das denn?!“, erschienen im Verlag Klett Kinderbuch
Birte Müller (Autorin), Yannick de la Pêche (Illustrator): „Wie krank ist das denn?!“: Sie sind auf der Suche nach einem etwas anderen Kinderbuch? Dann empfehle ich „Wie krank ist das denn?!“ Wer immer schon mal mehr über gruselige Krankheiten von früher und heute wissen wollte, wird hier fündig. Ob Pest, Pocken oder psychische Störungen, Lepra, Würmer, Kinderlähmung oder einfach nur Fußpilz – hier findet all das seinen Platz. Und ja, auch Corona ist vertreten. Auf informative, aber vor allem leicht zugängliche und kurzweilige Art und Weise erklärt die Autorin mal flapsig mal direkt wie Bandwürmer in den Darm kommen, warum Seemänner plötzlich Sauerkraut liebten und wieso Bier trinkende Arbeiter in Zeiten der Cholera besser dran waren als alle anderen in der Stadt. Abgerundet werden die einzelnen Kapitel durch schaurig-schöne Illustrationen. Hemmungslos lachen, lernen und sich ekeln – dieses etwas andere Gesundheitsbuch für Kinder ab acht Jahre bietet all das zugleich.
Von Patricia Liebling
Wenn Sie oder Ihre Kinder auch eine Buchempfehlung für unsere Leser haben, schreiben Sie uns an familie@lvz.de.
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