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Entschuldigung, wie ist der Name?

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Liebe Eltern, liebe Großeltern, liebe Leserinnen und Leser,
erinnern Sie sich noch an ihre Mitschüler – also namentlich? Wenn ich so zurückdenke, fallen mir einige Namen ein, die gleich mehrfach vergeben waren. Dazu zählten etwa Julia, Tim, Sandra und Thomas. Was mich zur nächsten Frage bringt: Sind Sie eigentlich mit Ihrem Vornamen zufrieden?
Ich selbst hatte eine Phase, in der ich gerne einen geläufigeren Namen gehabt hätte. Nicole zum Beispiel. Inzwischen haben wir – also mein Vorname und ich – uns aber angefreundet. Er ist nicht extrem häufig, aber auch nicht total selten. Passt.
Auch wenn Eltern schon immer über die Namen ihrer Kinder nachgedacht haben, so verbringen sie heute mehr Zeit damit. Das zumindest stellt die Gesellschaft für deutsche Sprache fest. Es werden Bücher gewälzt, Foren durchforstet, Freunde befragt, Listen in- und ausländischer Namen durchgearbeitet…
Ist eine Wahl getroffen, liegt das letzte Wort beim Standesamt. Wird es also zu ausgefallen oder droht dem Kind dadurch ein Nachteil, kann das Amt sein Veto einlegen. Mit Lucifer, Graf oder Corvette stehen die Chancen übrigens nicht besonders gut. Nur, falls Sie darüber nachdenken.
Auch heute gibt es Namen, die sich besonderer Beliebtheit erfreuen. Sicher ist Ihnen auch schon aufgefallen, dass sich in der Kita oder Schule einige Kinder namens Oskar, Theo, Marie, Charlotte oder Mathilda tummeln.
Dazwischen tauchen aber auch immer wieder seltene Namen auf, die wiederholter Nachfrage bedürfen. Lilu – in Anlehnung an die Hauptfigur aus dem Film „Das fünfte Element“ – zählte für mich dazu. Ebenso Mex mit e, Noa als Mädchenname, Jarno und Yipsi.
Wir haben uns seinerzeit für einen unaufgeregten Vornamen für unsere Tochter entschieden. Kurz, einfach auszusprechen, passend zum Nachnamen. Und doch sind uns bis heute nicht allzu viele Kinder mit gleichem Namen begegnet. Um genau zu sein: eines. Bei unserem ersten Kinderarzt-Termin. Ja, so etwas bleibt hängen…
In diesem Sinne: Bleiben Sie kreativ, hören Sie bei der Namenssuche auf Ihr Bauchgefühl und genießen Sie es zu sehen, wie Kinder ihren Namen mit Leben und Charakter ausfüllen.
Ihre Patricia Liebling,
Redakteurin LVZ Familie

Foto: Bildprinz/Pixabay
Foto: Bildprinz/Pixabay
Wochenend-Tipps

Sport frei: „Fit mit Sportikus“ heißt es auf dem Youtube-Kanal des SC DHfK Leipzig. Ganze 24 Videos mit Kindersport für zu Hause sind inzwischen abzurufen. Ob Judo für Kids, werfen und fangen oder Yoga für Kinder – in diesen Einheiten geht es sportlich zu. Zur aktuellen Folge geht’s hier.
Theater für die Kleinen: Ein digitales und interaktives Mäuseabenteuer erwartet Zuschauer des Kindertheaterstücks „Frederick“. Darin geht es um den verträumten Frederick und seine Mäusefreunde. Die Zuschauer begeben sich mit ihnen unter anderem auf Vorratssuche zu Hause und erleben aktiv den Verlauf der Jahreszeiten – alles, was dafür gebraucht wird, ist eine stabile Internetverbindung und ein Endgerät mit Kamera und Mikro. Gezeigt wird das Stück des Theaters der Jungen Welt für Kinder ab drei Jahre Freitag, Samstag und Sonntag jeweils um 17 Uhr.
Performancekunst zu Körper und Identität: Ein intimes und unmittelbares Theatererlebnis verspricht das Theaterstück „Ich bin“. Performerin Jana Zöll stellt sich darin zentralen Fragen wie „Wer bin ich?“, „Worüber definiere ich mich?“ und „Was macht mich aus?“ Zum Auftakt der Spielzeitreihe „Challenge Accepted!“ beschäftigt sich die Schauspielerin, Tänzerin, Autorin und Inklusionsberaterin in einer interaktiven Zoom-Performance mit den Themen Körper, Identität und Selbst- und Fremdzuschreibungen. Immer mit der Fragestellung, inwiefern das Einordnen in Kategorien dem Wunsch nach einer offenen Gesellschaft eigentlich widerspricht. Das Angebot der Theaters der Jungen Welt startet Freitag um 20 Uhr und richtet sich an Menschen ab 16 Jahre.
Buch-Tipp der Woche

Cover des Buches „Grünkäppchen und der böse Elefant“, erschienen im Verlag Kunstanstifter
Cover des Buches „Grünkäppchen und der böse Elefant“, erschienen im Verlag Kunstanstifter
Ann Cathrin Raab: „Grünkäppchen und der böse Elefant“: „Opa, erzählst du mir eine Geschichte? Na klar! Also: Es war einmal ein Mädchen mit einer grünen Kappe.“ Müsste die nicht rot sein? Richtig. Zumindest, wenn man sich an die ursprüngliche Fassung der Geschichte hält. Aber genau darum geht es in diesem Buch. Nicht nur das Rotkäppchen wird in Opas Erzählung zum Grünkäppchen, auch aus dem bösen Wolf wird ein Elefant mit scharfen Zähnen – und damit hören die Absurditäten nicht auf. Im Dialog zwischen Enkelkind und Opa wird hier eine andere Version des bekannten Märchens erzählt, die auf witzige und liebevolle Weise zeigt, wie Altbekanntes sich verändern kann, wenn jemand sich nicht mehr richtig erinnert. Und dass es beim Märchenerzählen eben gar nicht auf richtig oder falsch ankommt, sondern darauf, miteinander Zeit zu verbringen und einander genau so lieb zu haben, wie man ist. Die 32 Seiten kommen mit wenig Text aus und lassen dafür viel Raum für Fantasie. So wie die Farben die Grenzen der einzelnen Figuren, Häuser und Pflanzen sprengen, so verlässt auch eine bekannte Geschichte gewohnte Pfade. Die Seiten liegen außerdem – wie beim Verlag Kunstanstifter üblich – haptisch angenehm in der Hand. Nur mit kleinen, wilden Lesern sollte man etwas aufpassen.
Von Patricia Liebling
Wenn Sie oder Ihre Kinder auch eine Buchempfehlung für unsere Leser haben, schreiben Sie uns an familie@lvz.de.
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gestern klingelt der ältere Nachbar, bei dem Baby neulich abgeschnittene Äste hochgehoben hat und am Ende "Opa" zu ihm sagte.

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Wie herzig ist das denn bitte!!?! 😍 https://t.co/cBUvbEJAOD
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Wenn du dein Kind vom Kindergarten abholst und schon am Blick der Pädagogin erkennst, was dich erwartet. https://t.co/2kSyBVHTeC
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