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Familien in der Warteschleife

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Liebe Eltern, liebe Großeltern, liebe Leserinnen und Leser,
eine Woche ist das Jahr 2021 inzwischen schon alt. Ich wünsche Ihnen alles Gute für dieses Jahr! Insbesondere Gesundheit, starke Nerven, Zuversicht und Geduld. All dies können wir angesichts der andauernden Pandemie und der mit ihr einhergehenden Unwägbarkeiten und Einschränkungen sicher alle gut gebrauchen.
Ich hatte nicht wirklich damit gerechnet, dass die Schulen ab 11. Januar wieder regulär geöffnet sind, aber trotzdem werden die Entscheidungen über Schulöffnungen, Lockdown-Verlängerung und Co. für mich etwas zu kurzfristig gefällt. Wäre es nicht vielleicht besser gewesen, gleich länger „dicht“ zu machen? Auch, damit wir alle besser planen können. Wie schwierig das Planen für Familien ist, hat meine Kollegin Antje Henselin-Rudolph in diesem Kommentar wunderbar zusammengefasst.
Nun heißt es also weiterhin häusliche Lernzeit und Arbeit unter einen Hut bringen. Keine Frage, das ist und bleibt eine Herausforderung. Dabei habe ich noch das Glück, im Homeoffice arbeiten zu können und ein ziemlich selbstständiges Kind zu haben. Was Lehrer, Eltern und Schüler vom aktuellen Corona-Schulfahrplan halten, können Sie hier nachlesen.
Wir versuchen das Beste aus der Situation zu machen. Manchmal bearbeitet meine Tochter gemeinsam mit Freunden via Videochat Aufgaben. Klar, da wird auch mal etwas mehr gequatscht und es ist nicht immer sonderlich effektiv, aber meine Güte…
Wenn ich im Homeoffice bin, sitzen wir manchmal gemeinsam am Esstisch und arbeiten vor uns hin, tauschen uns aus. Manchmal machen wir auch feste Zeiten aus, in denen jeder in Ruhe in einem Zimmer arbeitet. Danach wird besprochen, was wir geschafft haben.
Ich frage also „Hast du Bio fertig?“, schaue mir die Ergebnisse an, korrigiere gegebenenfalls mit ihr oder ermahne, wenn sie doch mal getrödelt hat. Im Gegenzug fragt meine Tochter zum Beispiel „Hast du den Newsletter fertig?“ Und möchte natürlich ebenfalls Ergebnisse sehen – einschließlich Ermahnung, falls ich getrödelt habe. Richtig so! Auf diese Weise können wir der gemeinsamen Heimarbeit auch etwas Spaß abgewinnen.
Aufgeregt hatte mich am Dienstagabend kurzzeitig, dass eine gänzliche Absage der Winterferien zur Debatte stand. Ich bin sehr froh, dass es dazu nicht kam. Ferien sind eine wichtige Auszeit für unsere Kinder, die häusliche Lernzeit ist keine Ferienzeit und selbst wenn die Eltern während der vorgezogenen Ferien arbeiten müssen, so entspannt diese eine Woche die Gesamtsituation zu Hause hoffentlich zumindest etwas. Wie es zur Einigung innerhalb der sächsischen Regierung kam, hat mein Kollege Josa Mania-Schlegel aufgeschrieben.
Die aktuellen Pläne für Sachsens Kitas und Schulen hat mein Kollege Andreas Debski hier für Sie zusammengetragen. Wir halten Sie selbstverständlich auf dem Laufenden, sobald es Änderungen gibt.
Herzlichst
Ihre Susanne Reinhardt
Redakteurin LVZ Familie

Wochenend-Tipps

Märchen entführen in ferne Welten. Wer mag, kann sie zu Hause nachspielen. Foto: gpointstudio / freepik
Märchen entführen in ferne Welten. Wer mag, kann sie zu Hause nachspielen. Foto: gpointstudio / freepik
Für Ratefüchse, die es klangvoll mögen: Unter dem Titel „KlingKlang – Geräusche aus der Mediengeschichte“ bietet die Deutsche Nationalbibliothek einen ungewöhnlichen Blick auf ihre Sammlung: Sie öffnet ihre Schatzkammern fürs Ohr. Mit 31 kurzen Videoclips zum Zuhören und Mitraten begleitet die Serie den Januar akustisch. Die Auflösung folgt jeweils am Ende des Clips. Gezeigt wird die Serie auf Instagram, Facebook und Twitter.
Ob die übers Pergament kratzende Feder oder der 3-D-Drucker, ob Phonograph, Zylinderdruckpresse, Gameboy oder das Zirpen des Tintenstrahldruckers: Mit ganz unterschiedlichen Geräuschen aus der Mediengeschichte läutet die Deutsche Nationalbibliothek das neue Jahr ein. An jedem Tag im Januar gibt es eine akustische Überraschung aus 5.000 Jahren Mediengeschichte. Das Deutsche Buch- und Schriftmuseum und das Deutsche Musikarchiv geben den medienhistorischen Sammlungen des Hauses eine Stimme durch ihre vielen Stimmen.
Für märchenhafte Momente: Die Theater sind gerade geschlossen. Warum also nicht einfach selbst aktiv werden? Gerade im Winter eignet sich für das eigene Theaterstück ein Märchen. Zuerst wird das Märchen vorgelesen, dann werden die Rollen verteilt. Wer wäre ein super Rotkäppchen? Wer kann am gruseligsten heulen wie der böse Wolf? Wem steht die Oma und welcher mutige Jäger bringt am besten den Wolf zur Strecke? Wenn das Ensemble nicht groß genug ist, darf es natürlich Doppelrollen geben. Den Erzähler und Spielleiter nicht vergessen!
Ein professionelles Theaterstück braucht auch Kostüme und Requisiten, die man gemeinsam zusammenstellen und basteln kann – eine rote Mütze und ein Körbchen mit Leckereien, Fell und Öhrchen für den Wolf, ein Gewehr für den Jäger, und so weiter. Wer sich dazu gerne noch das Gesicht passend schminken möchte, der findet jetzt auch schon Theaterschminke in den Drogerien. Schließlich naht Karneval. Wer mag, kann sich noch Text für die einzelnen Figuren ausdenken; man kann das aber auch pantomimisch lösen.
Kennt jeder seine Rolle? Hat jeder sein Kostüm? Dann heißt es: Bühne frei! Der Erzähler liest als Spielleiter das Märchen vor, alle anderen spielen ihre Rollen. Besonderen Spaß macht es, wenn der Erzähler die Märchenfiguren mit kleinen Aufgaben überrascht. So könnte das Rotkäppchen zum Beispiel durch den Wald hüpfen – und dabei ein Lied singen. Der böse Wolf hat einen schlimmen Schluckauf. Oder der Jäger findet den Hauseingang nicht und rennt deshalb dreimal ums Haus. Werdet kreativ!
Extra-Tipp: Ladet Großeltern, Onkel, Tanten, Freunde … zu einer Aufführung via Videokonferenz ein.
Weitere Tipps für das Wochenende haben wir hier für Sie zusammengestellt.
Buch-Tipp der Woche

Cover von „Bazilla. Fee wider Willen“, Verlag Boje
Cover von „Bazilla. Fee wider Willen“, Verlag Boje
Heike Eva Schmidt (Autorin), Angela Gstalter (Illustratorin): „Bazilla. Fee wider Willen: Bazilla wird 10 Jahre alt – und damit endlich ein richtiger Vampir! Ganz Burg Morchelfels feiert. Doch an ihrem Geburtstag erlebt Bazilla eine riesige Überraschung: Statt der heiß ersehnten Vampirzähne wachsen ihr durchsichtige Flügel! Und so kommt heraus, dass sie eigentlich eine Fee ist. Als wäre das nicht schon schrecklich genug, muss sie nun auch noch aufs Feen-Internat gehen. Die freche Bazilla unter rosa gekleideten Feenkindern – ob das gut geht? Auf unterhaltsame und witzige Weise begleiten Leser die kleine Bazilla und erleben, wie sie sich an diese unerwartete Situation gewöhnt und trotz Anfangsschwierigkeiten Freunde findet. Abenteuerlich, gefühlvoll, kurzweilig – für Kinder ab 8 Jahre.
Von Patricia Liebling
Wenn Sie oder Ihre Kinder auch eine Buchempfehlung für unsere Leser haben, schreiben Sie uns an familie@lvz.de.
Das Beste für Familien aus LVZ und RND

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Traummann Fidibus ヽ(°◇° )ノ
Höre wie K3 am anderen Ende der Wohnung zu K4 sagt: "Du musst es immer auf diesen Platz stellen. Dann repariert es Papa und morgen ist alles wieder gut."
Simone Buchholz
Sohn (Jahrgang 2008) schaut Nachrichten und sinniert: "krass, Ende des Jahres werden wir nach so vielen Jahren eine neue Kanzlerin haben."

er denkt, es sei ein reiner Frauenjob.
der_Meinereiner
K1 (13): "Ich habe drei Jahre gebraucht, bis ich begriffen habe dass 'blend a med', blende einen Mediziner (mit den Zähnen) bedeutet.

Ok, ich habe somit über vierzig Jahre gebraucht.
Lilli Marlene
Homeschooling again.

Es wird wirklich langsam Zeit, dass ich mir einen Overheadprojektor zulege.

Und einen Flachmann fürs Pult.
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