Gelassenheit statt Hektik – was wir von Kindern lernen können

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Liebe Eltern, liebe Großeltern, liebe Leserinnen und Leser,
am Wochenende sagte jemand zu mir: „Man merkt, dass du viel Zeit mit Kindern verbringst.“ War nett gemeint. Hoffe ich. Immerhin konnte ich zuvor fehlerfrei alle Hundenamen aus Paw Patrol aufzählen. Und ihre „Berufe“! Sie auch?
Wissen Sie, in welcher Stadt Benjamin Blümchen und Bibi Blocksberg wohnen? Oder wie die kleine Schwester von Elsa heißt? Wussten Sie schon, dass kürzlich ein neuer Flugsaurier entdeckt wurde, der wie ein Drache aussieht? Und haben Sie sich schon mal gefragt, woher die Sonne weiß, wann es morgens ist und sie wieder aufgehen muss? Die Chancen, die Antworten zu kennen, stehen gut, wenn Sie mit kleineren Kindern Umgang haben.
Dann haben Sie auch schon herausgefunden, wie lange so ein Weg zur Kita wirklich dauern kann. Wie spannend der Alltag eines Käfers auf dem Blatt ist. Wie viele Flecken auf ein T-Shirt passen. Wie tief man einen Stock in die Rabatte am Wegrand bohren kann, vor allem, wenn Eile herrscht. Wie aaabsolut langsam ein Hosenbein über das Kinderbein gezogen werden kann – gern auch mal das falsche.
Von Kindern können wir eben sehr viel lernen. Geduld, zum Beispiel. Gelassenheit. Eine herrlich entspannte Gleichmut im Angesicht der erwachsenen Alltagshektik. Und neben dem wirklich wichtigen Quiz-Wissen (siehe Paw Patrol) ist das wohl das Wertvollste. Darauf kann man sich ruhig öfter besinnen. Der Kinderbuchautor Erich Kästner hat es so zusammengefasst: „Nur wer erwachsen wird und Kind bleibt, ist ein Mensch.“ Und er musste es ja wissen.
Heute, am 12. August, ist übrigens der Tag der Jugend – das ist doch ein guter Anlass, die Welt durch jugendlich frische Augen zu sehen. Wundern Sie sich mal wieder über Alltäglichkeiten. Bummeln Sie mal ordentlich beim Anziehen und auf dem Heimweg. Und interessieren sie sich mal wieder aufrichtig für … einfach alles. Ein paar gute Gelegenheiten dazu finden Sie wie immer in unseren Wochenendtipps.
Ich wünsche Ihnen einen besonders fröhlichen Tag der Jugend!
Ihre Juliane Groh
Redakteurin LVZ Familie

Wochenend-Tipps

Nisthilfen für Wildbienen: Ein Workshop zu Wildbienen findet am Samstag von 11 bis 14.30 Uhr im Stadtgarten H17 in Lindenau, Hähnelstraße 17, statt. Doktorandin und Bienenforscherin Lucie Marie Baltz gibt Einblick in die Welt der Wildbienen und Tipps zum Bauen von Nisthilfen. Im praktischen Teil können kleine Bienenhotels selbst gebaut werden. Anmeldung per E-Mail ist erforderlich.
Rhythmen im Hof: Das Bach-Museum, Thomaskirchhof 15/16, lädt am Sonntag 11 Uhr Familien und Kinder ein, im Innenhof musikalisch kreativ zu werden.
Familiensommer: Auf dem Burgplatz können Jung und Alt täglich von 11 bis 22 Uhr kleine sportliche Abenteuer auf einer Sandfläche ausprobieren, von Klettern über Balancieren bis zum Kickern. Wer Entspannung sucht, auf den warten Liegestühle und Sitzmöbel – und natürlich die passenden Sommergetränke.
Theater für die Jüngsten: Das „Märchen vom Drahteselein“ wird am Samstag 16 Uhr im Gartentheater Abtnaundorf, Sternbachstraße 22, erzählt. „Der kleine Prinz“ besucht am Samstag um 16 und 20 Uhr das Budde-Haus, Lützowstraße 19. „Alibaba und die Wunderlampe“ sind am Sonntag 11 Uhr im Kinder-Sommertheater der Feinkost, Karl-Liebknecht-Straße 36, zu Gast.
Buch-Tipp

Blick ins Buch „Ich wollt‘, ich wär‘ ein Huhn“, erschienen im Verlag Kleine Gestalten
Blick ins Buch „Ich wollt‘, ich wär‘ ein Huhn“, erschienen im Verlag Kleine Gestalten
Barbara Sandri, Francesco Giubbilini (Autoren), Camilla Pintonato (Illustratorin): „Ich wollt‘, ich wär‘ ein Huhn“: Kinder interessieren sich ja manchmal für die speziellsten Dinge. Zum Beispiel für Hühner. Die ultimative Quelle für alle Hühnerfreunde und die, die es werden wollen, ist dieses Buch. Was war zuerst da: die Henne oder das Ei? Können Hühner fliegen? Haben Hennen einen Kamm? Schlüpft aus jedem Ei einmal ein Küken? Wie lange kocht man ein Ei, bis es wachsweich ist? Können Küken zählen? Was ist eine Hühnertherapie? Was macht Seidenhuhn, Rhodeländer und Paduaner aus? Dieses spannende und informative sowie knallig bunt bebilderte Buch wirft einen frischen Blick auf das vertraute Federvieh in seiner ganzen gefiederten Pracht. Ein umfangreiches Hühnerlexikon für die ganze Familie – ob Stadtschwärmer oder Landei. Für Kinder ab 7 Jahre.
Von Patricia Liebling
Podcast-Tipp

Schonungslos ehrlich, direkt und voll unterschiedlicher Erfahrungen und Perspektiven kommt der heutige Podcast-Tipp daher. Wie verschieden diese Blickwinkel sein können? Lassen Sie mich das ganz einfach an zwei Zitaten verdeutlichen: „Es ist wie verliebt sein. Nur, dass man sich von Anfang an sicher ist.“ Und „Ich wollte nicht Vater werden. Ich war nicht euphorisch, ich war wütend.“ Ja, hier wird nicht hinterm Berg gehalten; hier wird der Finger in die Wunde gelegt. Ehrliche Emotionen statt gesellschaftskonformer Standardaussagen. Der Podcast „Drei Väter“ schließt die Lücke, die entsteht, wenn Elternschaft immer nur aus der Sicht der Frauen beleuchtet wird. Mit jeweils einer Tochter zwischen 1 und 4 Jahren bewegen sich die Themen der Väter eher im Kleinkindbereich. Nichtsdestotrotz lassen sich grundsätzliche Punkte sicherlich auch auf ältere Kinder übertragen. Kritisch und doch humorvoll widmen sich die Podcaster den Erwartungen, die sie selbst, ihre Partnerinnen, das Umfeld und die Gesellschaft an sie als Väter stellen. Sie hinterfragen die Gleichberechtigung von Jungen und Mädchen, die alltägliche Diskriminierung von Vätern und die Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Alles aus Sicht der Väter. Dennoch richtet sich dieser Podcast nicht allein an sie. Denn auch den Müttern kann er neue Erkenntnisse bringen und zum Verständnis des anderen beitragen. Und manchmal bringt er einen einfach nur zum Lachen. Hier geht’s zum Podcast.
Von Patricia Liebling
Das Beste für Familien aus LVZ und RND

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Erstmals Familienimpftage in sächsischen Impfzentren – auch Freizeitparks werden einbezogen
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Für Leipziger Schüler beginnt Auslandsjahr in der Partnerstadt Houston
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Neues aus dem Familienleben auf Twitter

𝒥uliepulie
Im Schwimmbad heute hieß ein Junge Amadeus und seine Schwester - ohne Scheiß! - Sabrina.

Und jetzt krieg ich dieses Lied nicht mehr aus dem Kopf.
Mrs_Mary
Das Baby hat heute das erste Mal *Mama* gesagt.

Gut, es war eher MAMAmamamamamam.
Und sie hat dabei auch nicht mich, sondern ihr Buch, ihren Teddy, eine leere Klopapierrolle und irgendwas angeschaut.

Aber hej. Mama!
Mr.Empty 🏳️‍🌈 der ¾ Bandit
Anekdote 1 vom Familientreffen.

Die Schwester meiner Mutter hat mit gerade verraten, dass meine Mutter (77) letzten Mittwoch mit ihrer Freundin Marlies (79) auf der Reeperbahn von Club zu Club gezogen ist, bis morgens um 4... MOOOORGENS UM VIEEEER!!!

Ich: 🧐🤨

Mutti: 😌😬
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