Gummistiefel im Juli, Praktikum in den Ferien, Investitionen in neue Schulen

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Liebe Eltern, liebe Großeltern, liebe Leserinnen und Leser, 
was ist denn das gerade bitte für ein Wetter? Statt in Sandalen habe ich meine Tochter heute früh in Gummistiefeln zur Kita gebracht. Im Juli. Und wenn ich so auf den Wetterbericht schaue, wird das (mit Ausnahme von Samstag) in den nächsten Tagen nicht anders aussehen.
Statt Freibad sind nun also überdachte Freizeitmöglichkeiten gesucht. Ein Glück, dass inzwischen einige Indoor-Spielplätze geöffnet haben. Auch das Schmetterlingshaus im Botanischen Garten empfängt wieder Besucher. Und dank kulant verlängerter Jahreskarte wäre auch ein Abstecher nach Gondwanaland, das kürzlich seinen 10. Geburtstag feierte, für uns eine Option. Und weil Matschen und Entdecken ganz oben auf der Beliebtheitsskala stehen, werden wir vielleicht auch in unsere Regensachen schlüpfen, in der Matschküche Blumensuppe kochen oder durch nahegelegene Wälder streifen, wo sich bestimmt auch ein Papierboot zu Wasser lassen lässt.  
Naja, vielleicht komme ich auch um Zeit mit unserem neuen Familienmitglied nicht herum: Feuerwehrmann Sam. In unser trautes Heim eingeladen habe ich ihn zwar nicht. Doch leider gelten für Sam nicht die gleichen Regeln wie für Vampire. Sie erinnern sich? Die dürfen nämlich nur mit Erlaubnis eintreten. Aber ich schweife ab.
Sam jedenfalls hat meine Tochter im Sturm erobert. Keine Ahnung warum. Aber sie mag die Serie, seit sie sie zufällig im Angebot unseres Streamingdienstes entdeckt hat. Also suche (und finde) ich Argumente, die für sie sprechen: In der Serie tummeln sich bunte und diverse Charaktere, es gibt eine Feuerwehrfrau und eine alleinerziehende Mutter. Also einige Aspekte, die unser alltägliches Leben realitätsgetreu abbilden.
Ja, es ist wie mit dem Wetter. Bei genauerem Hinsehen und mit einem positiven Blick auf die Welt, mit der Fähigkeit, auch in vermeintlich Negativem das Gute zu finden, wird auch daraus etwas. 
Herzlichst 
Ihre Patricia Liebling, 
Redakteurin LVZ Familie

Wochenend-Tipps

Uraufführung im KAOS: Die TheaterTeens der Kulturwerkstatt KAOS spielen am Samstag 19 Uhr eine Uraufführung anlässlich des 12. KAOS-Kultursommers. Das Jugendtheaterstück heißt „Ich hab euch gesehen“ von Autorin Agnes Gerstenberg – über Freundschaft, die erste Liebe, Mut und Solidarität. Karten gibt es im Vorverkauf hier oder eine Stunde vor Veranstaltungsbeginn an der Abendkasse. Weitere Vorstellung am Sonntag 19 Uhr.
Kindertheater im Garten: „Wie der Elefant zu seinem Rüssel kam“ mit dem Theater Fingerhut. Das Gartentheater Abtnaundorf in der Sternbachstraße 22 freut sich am Samstag 16 Uhr über viele Zuschauer. Karten bitte reservieren unter Telefon 0341 2332909.
Trödeln: Am Samstag lockt ein Kinderflohmarkt von 15 bis 18 Uhr Familien mit Kindern in den Lene-Voigt-Park in der Reichpietschstraße im Osten der Messestadt. Am Sonntag veranstaltet das Kinder- und Jugendzentrum „Halle 5“ in der Windscheidstraße 51 von 11 bis 15 Uhr einen großen Outdoor-Flohmarkt von und für Kinder. Der Eintritt ist frei.
Buch-Tipp

Cover des Buches „Popel-Alarm!!“, erschienen im Verlag Coppenrath
Cover des Buches „Popel-Alarm!!“, erschienen im Verlag Coppenrath
Annette Langen (Autorin), Andrea Hebrock (Illustratorin): Popel-Alarm!!: Was ekelt Sie eigentlich so richtig? Meine Tochter ist zwar inzwischen so weit, dass ich sie nicht mehr wickeln muss, aber das hat mir auch jahrelang nichts ausgemacht. Von Ekel keine Spur. Was mir aber momentan echt zu schaffen macht – und jetzt springen wir mal gemeinsam zu einem anderen Körperteil – ist ihr kleiner süßer Zeigefinger. Der steckt nämlich andauernd in der Nase. Ich mag da jetzt ungern in die Tiefe gehen, aber was sie damit zutage fördert ist echt fies. Doch auch wenn das Popeln mich anekelt, für sie ist es etwas, das sie neuerdings für sich entdeckt hat. Also versuche ich aufzusatteln und mich gemeinsam mit ihr dem Thema zu widmen. Gerne mit ein bisschen Humor. Und da kommt „Popel-Alarm!!“ ins Spiel. Die Autorin geht in diesem wunderbar schräg-humorvollen Buch der Frage auf den Grund, wer denn nun wirklich popelt: Die Biene? Die Flamingos? Der Kraken … oder etwa die kleinen Leser? Das Buch richtet sich an Kinder zwischen 3 und 6 Jahren. Der Text ist überschaubar und witzig, die Illustrationen bunt, aber nicht zu knallig, die Charaktere leicht abgedreht. Am (total normalen) Popeln wird es nichts ändern, aber es hilft, das Thema mit Humor zu nehmen.
Von Patricia Liebling
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Mariki
Mein Leben lang wurde mir vermittelt: du bist fett.

Jetzt habe ich eine sehr dünne Tochter und lerne, Bodyshaming gibt es in alle Richtungen. Sie hört, dass sie „aussieht wie vom Friedhof“ und „nicht überleben kann als Skelett“.

Hört auf, Körper zu kommentieren. Hört auf!
Astra HB💛
Der 6-Jährige hat einen Kuchen gebacken und dekoriert.
,,Mama, kannst du das ins Internet tun?"
Aber klar 😅 https://t.co/zgBdf7e3zt
MissTrelawny (sic!)🌈
Vorm Impfzentrum. Tochter blättert in den Formularen.
Ich:"Hab schon alles ausgefüllt, musst nur noch unterschreiben."
Tochter:"Ich kontrollier das lieber!"
I:"Traust du mir nicht?"
T:"Der Weg zur Hölle ist mit guten Absichten DU HAST DAS GEBURTSDATUM MEINES BRUDERS EINGETRAGEN!"
Christine Finke
An alle Eltern mit Kindern im "Stinkealter" (11-13): Irgendwann duschen sie alle. Freiwillig und täglich, man muss da überhaupt nicht erzieherisch einwirken. Eins der wenigen Probleme, die sich von alleine lösen. 🙂
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