Internationaler Frauentag, Equal Pay Day, #WegMit219a - endlich!

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Liebe Eltern, liebe Großeltern, liebe Leserinnen und Leser,
zurzeit passiert in meinem Leben so viel, dass mir doch tatsächlich ein paar Dinge durchrutschen. Der Krieg gegen die Ukraine bestimmt die Nachrichten und lässt mich nicht kalt, bestimmt viele meiner Unterhaltungen. Ich habe den Schreibtisch voll – mit tollen Projekten, aber eben voll. Und vorige Woche schickte mich zu allem Überfluss eine fiese Erkältung für einige Tage ins Bett. So wenig ich die Erkältung gebrauchen konnte (wann braucht man die schon?!), so schwungvoll konnte ich diese Woche wieder durchstarten.
Aber vor lauter Arbeit und dem Kriegsgeschehen in der Ukraine, habe ich doch tatsächlich fast einen meiner Lieblingstage verpasst, den Internationalen Frauentag. Mir ist dieser Tag sehr wichtig, denn er erinnert daran, wie Frauen vor mehr als 100 Jahren für ihr Wahlrecht gekämpft haben, für Emanzipation und Gleichberechtigung. Und der 8. März erinnert daran, dass Frauen und Männer auch heute noch längst nicht gleichberechtigt sind und wir noch viel zu tun haben, wenn wir eine Gleichberechtigung herstellen wollen. Ja, wir sollten diesen Umstand an jedem einzelnen Tag im Jahr im Blick haben und an den nötigen Veränderungen arbeiten. Dennoch braucht es den Internationalen Frauentag, um immer und immer wieder auf nach wie vor bestehende Ungleichheiten und Probleme hinzuweisen.
Ebenfalls fast durchgerutscht ist mir der Equal Pay Day, der Tag der Entgeldgleichheit. Dieser war bereits am 7. März, und weist auf die „Gender Pay Gap“ hin, also darauf, dass Frauen weniger Geld pro Stunde verdienen als Männer. Im bundesdeutschen Durchschnitt bekamen Frauen 2020 18 Prozent weniger Lohn als Männer, schreibt das Statistische Bundesamt. Wobei der Unterschied zwischen Westdeutschland (und Berlin) mit 20 Prozent und Ostdeutschland mit 6 Prozent eklatant ist. Die Gründe für diese Ungleichheit sind vielfältig, hängen von der individuellen (Erwerbs-)Biografie ab und der Wahl der Berufsfelder. Gerecht ist dennoch anders.
Eine weitere gute Nachricht aus emanzipatorischer Sicht gab es schließlich am Mittwoch: Das Bundeskabinett hat die Abschaffung des „Werbeverbots“ für Abtreibungen beschlossen. Zeit wird es, dass der unsägliche Paragraf 219a des Strafgesetzbuches gestrichen wird. So können Ärztinnen und Ärzte endlich zum Beispiel auf ihren Websites sachliche Informationen zu Schwangerschaftsabbrüchen veröffentlichen, ohne dafür juristisch belangt zu werden. Bevor ich mich darüber aber richtig freue, warte ich erstmal ab, dass der Beschluss auch umgesetzt wird. Zumal dies aus meiner Sicht auch nur ein erster Schritt ist – bis auf Weiteres bleibt ein Schwangerschaftsabbruch ein Straftatbestand, der mit Geld- oder Freiheitsstrafe bestraft wird (Paragraf 218 StGB) und nur unter gewissen Voraussetzungen durchgeführt werden darf (Paragraf 218a StGB). Warum Schwangerschaftsabbrüche und die „Beratung von Schwangeren in Not- und Konfliktsituationen“ überhaupt im Strafgesetzbuch stehen und durch dieses geregelt werden, erschließt sich mir ohnehin nicht. Sei`s drum, wir machen kleine Schritte, aber wir machen sie!
Herzlichst
Ihre Susanne Reinhardt
Redakteurin LVZ Familie

Foto: cottonbro / Pexels
Foto: cottonbro / Pexels
Wochenend-Tipps

Ist alles Gold, was glänzt? Das Grassi Museum für Angewandte Kunst lädt für Sonntag Kinder ab 8 Jahren zum Rate- und Suchspiel rund ums Thema Gold. Wenn alle Schlüssel erspielt sind, öffnet sich eine Truhe mit allem Zubehör für die Vergolder-Werkstatt. Die Veranstaltung beginnt um 15 Uhr und endet gegen 17 Uhr. Wer teilnehmen möchte, kann sich hier anmelden.
Weitere Tipps:
  • Der Ton macht die Musik. Oh ja, diesen und ähnliche Sätze haben sicherlich einige Eltern in ihrer Kindheit zu hören bekommen. Und nun das: Reggaehase Boooo muss ihn finden – den guten Ton. Aber warum? Eine schwarze Wolke ist über den Reggaewald gezogen und hat alle einschlafen lassen, die mit ihr in Berührung gekommen sind. Nur Boooo und seine Freunde Herbie Heuler und Peter Fuchs bleiben wach. Und so begeben sich die drei mithilfe des Puppentheaters Eckstein auf ein großes Abenteuer. Denn schließlich wollen sie die schlafenden Waldbewohner wieder aufwecken. Ob und wie sie das am Ende schaffen, können Kinder ab 3 Jahren am Samstag um 16.30 Uhr im Neuen Schauspiel Leipzig erleben. Karten gibt`s hier.
  • Ein junger Held, ein gefährlicher Verbrecher und Freunde, auf die man sich verlassen kann. Erich Kästner kennt das Rezept für eine spannende Detektivgeschichte. Das Theater der Jungen Welt zeigt Sonntag um 17 Uhr (die anderen Vorstellungen sind bereits ausverkauft) „Emil und die Detektive“ in einer Neuinszenierung für Kinder ab 8 Jahren. Karten gibt es hier.
Buch-Tipp

Blick ins Buch „Was unsere Welt zusammenhält – Die Macht der Geografie für Kinder“, erschienen in der dtv Verlagsgesellschaft
Blick ins Buch „Was unsere Welt zusammenhält – Die Macht der Geografie für Kinder“, erschienen in der dtv Verlagsgesellschaft
Tim Marshall (Autor), Grace Easton und Jessica Smith (Illustratorinnen): „Was unsere Welt zusammenhält – Die Macht der Geografie für Kinder“: Gerade erleben wir, wie Geopolitik und darauf basierende strategische Entscheidungen das Leben von Millionen von Menschen grundlegend verändern.
Tim Marshall, britischer Journalist und Buchautor, gilt als Experte für Außenpolitik. Als Auslandskorrespondent bereiste er 40 Länder und berichtete von dort über politische Themen. Für ihn steht fest: „Die gesamte Geschichte bleibt unvollständig, solange man ihre geografischen Gegebenheiten außer Acht lässt.“
Die Geografie, also die Landschaft, aber auch das Klima und Bodenschätze, beeinflusst Menschen, ihre kulturelle Entwicklung und internationale Beziehungen. Sein Buch „Die Macht der Geografie – Wie sich Weltpolitik anhand von 10 Karten erklären lässt“ für Erwachsene ist ein Bestseller. Nun hat er mit „Was unsere Welt zusammenhält – Die Macht der Geografie“ ein Buch für Kinder ab neun Jahren geschaffen.
Anhand von Karten, geografischen Fakten und kurzen geschichtlichen Abrissen beschreibt er Kontinente und Länder (unter anderem Russland, USA, China, Afrika und Europa), wie sie sich im Lauf der Geschichte entwickelt haben, wie Grenzen entstanden oder verschoben wurden, berichtet von Vor- und Nachteilen ihrer Lage, von wichtigen Bodenschätzen, schätzt landschaftliche Gegebenheiten ein und geht schließlich auch den Machtansprüchen und kriegerischen Auseinandersetzungen im Lauf der Geschichte bis heute auf den Grund. Ziel ist es, damit den jungen Lesern und Leserinnen neue Sichtweisen auf die Welt um sie herum zu geben. Oder, um es mit den Worten Tim Marshalls zu sagen: „Versteht man die Geografie der Erde, ist man dem Verständnis dessen, was in der Welt geschieht, ein gutes Stück nähergekommen.“
Von Nannette Hoffmann
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Krieg und Freitag
Meine Frau schickte mir gerade kommentarlos dieses Bild von unserem Sohn. Ja, so fühle ich mich auch. https://t.co/qi5ZL2jS2P
Teresa van de Kowski
Die Auszubildende wollte heute in der Büroküche den Toaster komplett mit Kabel in den Geschirrspüler stecken.
Das ist dieses Helikopter-Erziehungsverhalten, bei dem wirklich ALLES vom Kind ferngehalten wird, oder?
Sie ist halt auch erst 19.
Der Doppeldaumenmann
Hausaufgaben mit Kind2.

Im Heft: „6+2=6“

„Hmm…“

Kind2: „Jaja, das sind 8!“

„Aber warum…?“

Kind2: „Wir hatten jetzt schon so oft 8! immer nur 8, 8, 8! Ich kann keine 8 mehr sehen! Voll langweilig! Ich wollte eben endlich mal eine 6 schreiben!“

Okay. Dann stimmt 6.
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