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Kinder gegen Corona impfen oder nicht – Kommissionen verunsichern Eltern und Ärzte

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Liebe Eltern, liebe Großeltern, liebe Leserinnen und Leser,
 „Heute gibt es keine Spritze, versprochen.“ So wirklich überzeugt schien meine Tochter nicht, als ich versuchte, sie mit diesen Worten davon zu überzeugen, den Mund doch zumindest ein bisschen zu öffnen. „Frau Doktor will nur nachschauen, ob deine Zähne alle da sind und wir alle Zahnmonster weggeputzt haben.“ Ja, so ein Zahnarztbesuch erfordert bisweilen diplomatisches Geschick.
Für den nächsten Termin beim Kinderarzt muss ich mir wohl was anderes überlegen. Da nämlich liegt tatsächlich eine Spritze bereit. Corona-Impfung? Nope. FSME. Sie wissen schon. Diese fiese Frühsommer-Meningoenzephalitis, die von einigen der nicht minder fiesen Zecken übertragen werden kann. Wobei wir gleich beim alles bestimmenden Thema der Woche wären: die Corona-Schutzimpfung für Kinder und Jugendliche.
Klar, bei jeder Impfung können sich Eltern fragen: Muss die wirklich sein? Aber sein wir mal ehrlich: Viele der lang erprobten Impfungen nehmen die meisten Eltern für ihre Kinder erst mal mit. Mit der Corona-Schutzimpfung ist das etwas anderes. Hier können sich Familien weder auf jahrelange Erfahrungen von Medizinern noch auf umfangreiche Studien verlassen. Und jetzt das: Die Sächsische Impfkommission empfiehlt Kindern ab zwölf Jahren die Impfung. Also sächsischen Kindern. Denn die Ständige Impfkommission hält sich bislang mit einer bundesweiten Empfehlung zurück. Das verunsichert nicht nur Eltern, sondern auch Ärzte.
Als Mutter eines Kita-Kindes kann ich sagen: Zum Glück muss ich hier noch keine Entscheidung fällen. Wobei. Moment. Bei den Herstellern der vier aktuell in Deutschland zugelassenen Impfstoffe laufen derzeit klinische Studien zur Impfung von Kindern ab sechs Monaten. Puh. Verträglichkeit, Wirksamkeit – dazu wird es schon bald Erkenntnisse geben. Vielleicht schon im September. Und die werden dann noch mehr Eltern als jetzt schon vor eine schwierige Entscheidung stellen.
Wie geht es Ihnen mit dieser Situation? Schreiben Sie mir gerne. Ich bin gespannt auf Ihre Meinung zu diesem kontrovers diskutierten Thema.
Übrigens: Meine Tochter hat dann tatsächlich den Mund aufgemacht. Die Ärztin durfte sich sogar mal kurz nähern und einen Blick auf die zehn kleinen Beißer werfen. Bingo. 
Ihre Patricia Liebling
Redakteurin LVZ Familie

Wochenend-Tipps

Theater für die Jüngsten: Wie Kater Karli mit dem Hühnchen Kiki Schabernack treibt, zeigen die Leipziger Puppenspieler Wi & Wo am Freitag ab 10 Uhr auf der Bühne im Sterntaler, Talstraße 30. Die Geschichte „Mal mir einen Regenbogen“ ist für Kinder ab 3 Jahren geeignet. Kartenreservierung unter folgendem Link!
Reise ins Comic-Land: Die Filmschule Leipzig lädt Kinder ab 6 Jahren am Freitag von 10 bis 12 Uhr in die Bibliothek Reudnitz, Dresdner Straße 78. Auf einer „Reise ins Comic-Land“ flimmert ein spannender Krimi-Animationsfilm und anschließend können alle ein eigenes Comic-Heft gestalten. Anmeldung per E-Mail oder telefonisch unter 0341 1235216.
Hochdruck nach Gutenberg: Das Museum für Druckkunst in der Nonnenstraße 38 veranstaltet am Sonntag von 11.30 bis 15 Uhr einen Familien-Druckworkshop. Unter dem Motto „Wieder unterwegs” werden Bilder vom Reisen gestaltet und gedruckt. Erfunden wurde das älteste Druckverfahren um 1450 von Johannes Gutenberg, dessen Erbe in Leipzig gepflegt wird. Geeignet für Kinder ab 6 Jahren. Um eine Anmeldung wird gebeten: telefonisch unter 0341 231620 oder per E-Mail.
Buch-Tipp

Cover des Buches „Wölfe – Unterwegs mit dem Tierfotografen Axel Gomille“, erschienen bei Kosmos
Cover des Buches „Wölfe – Unterwegs mit dem Tierfotografen Axel Gomille“, erschienen bei Kosmos
Axel Gomille: „Wölfe – Unterwegs mit dem Tierfotografen Axel Gomille“: Wussten Sie, dass der Wolf das Heulen seiner Artgenossen bis zu sechs Kilometer weit hören kann, seine Nase rund 250 Millionen Riechzellen besitzt und ein Wolfsrevier in Deutschland im Durchschnitt etwa 200 Quadratkilometer groß ist? Nein? Dann sollten Sie bei diesem Buch zugreifen! Der bekannte Biologe und Tierfotograf Axel Gomille nimmt in seinem aktuellen Buch „Wölfe“ Kinder ab acht Jahre mit auf eine spannende Reise: ins Reich wild lebender Wölfe.
Er berichtet über die große Vielfalt an Wölfen, verteilt auf unseren Kontinenten, und seiner nahen Verwandten, wie Kojoten, Füchse oder Schakale. In einzelnen Kapiteln erfährt man anschaulich und kompakt Wissenswertes über die Lebensräume dieser scheuen und vorsichtigen Wildtiere, über ihre Sinne, deren Verständigung untereinander, ihre Körpersprache, die verschiedenen Charaktereigenschaften, das Jagdverhalten, die Aufzucht der Jungtiere und die langwierige Arbeit der Wildtierforschung – alles unterlegt mit beeindruckenden Aufnahmen der Tiere, die über viele Jahre entstanden sind.
Ziel des Buches ist es, sachliche Informationen und ein realistisches Bild von Wölfen zu vermitteln, Probleme offen zu benennen und unbegründeten Ängsten mit Fakten zu begegnen. Dafür hat Axel Gomille auch mit Forschern, Wolfsbeauftragten und Schäfern gesprochen. Und er richtet sein Anliegen an die junge Generation, die nun wieder mit Wölfen in unseren Wäldern aufwächst. Sie soll gut informiert sein, denn sie wird einmal über deren Zukunft in Europa entscheiden.  
Von Nannette Hoffmann
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Gruftipapa
„Psst, aufwachen Papa! Wir wollen euch mit Frühstück überraschen.“

„Um 6 Uhr? Ist es denn schon fertig?“

„Nein, aber kannst du uns mal schnell zum Bäcker fahren?“

😳
Loewin im Hasenpelz
Ich frage Sohn(11) Vokabeln ab (ja, in den Ferien... er hat was nachzuholen 🤷‍♀️)
Ich: "Einen Text überfliegen."
Sohn(11): "A text about flies."

🤭
Blaulichtzecke🏳️‍🌈
Da schickt man den Mann einmal alleine auf einen #Elternabend und er kommt als Elternbeiratsvorsitzender nach Hause... 😬
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