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Kita-Öffnung – Eltern im Zwiespalt

Liebe Eltern, liebe Großeltern, liebe Leserinnen und Leser, was haben wir diesen Moment herbeigesehnt
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Liebe Eltern, liebe Großeltern, liebe Leserinnen und Leser,
was haben wir diesen Moment herbeigesehnt: die Nachricht, dass die Kitas auch außerhalb der Notbetreuung wieder öffnen dürfen. Doch als diese Woche bekannt wurde, dass es nach genau zwei Monaten ab dem 15. Februar endlich so weit ist, konnten wir uns gar nicht richtig freuen.
Vieles liegt noch im Unklaren. Etwa die Situation der Erzieherinnen und Erzieher. Und natürlich die der Lehrer, denn auch Grundschulen wechseln am Montag wieder in den Präsenzunterricht. Einige meiner Freunde und Bekannten sind in Kindergärten tätig – wie geht es ihnen mit der Entscheidung? Sie arbeiten mit Herz und Seele in ihrem Beruf, aber sie machen sich auch Sorgen um ihre eigene Gesundheit und die ihrer Familien.
Nur für unsere Familie gedacht, bin ich natürlich erleichtert. Je länger uns der Lockdown im Griff hat, desto deutlicher wird: So, wie unsere Arbeitswelt und auch unsere Familienpolitik strukturiert sind, leidet immer mindestens eine Sphäre – die berufliche, die private, die der Kinder.
Die Kinder können weder etwas dafür noch können sie die Situation ändern. Wie stark die Psyche von Kindern und Jugendlichen belastest ist, kann derzeit noch niemand abschätzen. In jedem Fall dürfe „die Corona-Krise nicht zur prägenden Erfahrung einer ganzen Generation“ werden, sagt Michael Schmidt, Leiter des Leipziger Jugendhilfeausschusses, im Interview mit meinem Kollegen Mathias Orbeck.
Auch deshalb möchte ich Ihnen empfehlen, über das Wochenende noch einmal alle Familien-Power zusammenzunehmen und mit Ihren Kindern raus in den Schnee zu stapfen. Einige tolle Tipps für den Umgang mit dem kalten – und manchmal auch bunten – Element finden Sie in diesem Newsletter.
Bleiben Sie gesund, bleiben Sie kreativ und behalten Sie Ihren Humor. So wie die Erfinder der Worte „Flockdown“ und „Schneetzeljagd“. Ich gestehe: Über solche Wortspiele muss ich herzlich lachen.
Ihr Christopher Resch
Redakteur LVZ Familie

Endlich wieder Kita! Die Kinder freut es. Foto: 1001color/Adobe Stock
Endlich wieder Kita! Die Kinder freut es. Foto: 1001color/Adobe Stock
Wochenend-Tipps

Für Aktive: Das bisschen Schnee hält Familien nicht davon ab, eine kleine Schnitzeljagd mit Aufgaben und Rätseln durchzuführen. Der Spielleiter oder die Spielleiterin muss die Jagd natürlich ein bisschen vorbereiten und braucht dann etwa 15 Minuten Vorsprung um an verschiedenen Orten Hinweise und Aufgaben zu verstecken. Achtung: Hinweise auf Papier in Klarsichthüllen stecken und am besten mit Stein beschweren. Die Funktion der Spielleitung kann übrigens auch eine haushaltsfremde Kontaktperson übernehmen – das ist erlaubt!
Ein paar tolle Ideen für die „Schneetzeljagd“ vom Schneeball-Dart über ein Quiz bis zum Schlittenrennen gibt es hier. Physiotherapeutin Susanne Renelt gibt hier auch gute Tipps für die Planung und fertige Stationskarten mit Aufgaben – kostenfrei zum Ausdrucken.
Für Kunstbegeisterte: Wer hat denn gesagt, dass Schnee unbedingt weiß sein muss? Man kann ihn auch bunt färben! Das geht hervorragend im Garten, im Innenhof oder auf dem Balkon. Gebraucht werden dazu nur Lebensmittelfarben, Wasser und Sprühflaschen. Am besten ist es natürlich, wenn ihr für jede Farbe eine andere Flasche habt. Man kann eine Flasche aber auch ausspülen und anschließend mit einer anderen Farbe füllen.
Dann wird losgesprüht – ganz nach Lust und Laune. Figuren, Formen, ganze Gemälde können auf die eiskalte Leinwand gesprüht werden. Wie wäre es mit einem Regenbogen im Schnee, also einem Schneegenbogen?
Zum Aufwärmen: Wenn es mit der klirrenden Kälte wirklich reicht, kann man sich beim Basteln aufwärmen. Um selbst eine Schneekugel zu basteln, werden benötigt: ein leeres Marmeladen- oder Senfglas, wasserfester Kleber, Kunstschnee oder Glitter, ein Tropfen Spülmittel, destilliertes Wasser. Richtig Spaß macht das Schneegestöber erst, wenn eine kleine Figur eingeschneit wird, zum Beispiel ein Schleich-Tier. Wichtig: Die Figur muss ins Glas passen! Zuerst werden Glas und Deckel gründlich gereinigt. Klebt nun mit dem wasserfesten Kleber die Figur auf die Innenseite des Deckels. Den Kleber unbedingt richtig trocknen lassen! Jetzt wird das Glas mit Wasser, Glitter oder Kunstschnee und dem Tropfen Spülmittel aufgefüllt. Den Deckel mit der Figur gut verschließen, schütteln – ES SCHNEIT!
Weitere Tipps für das Wochenende haben wir hier für Sie zusammengestellt.
Buch-Tipp der Woche

Blick ins Buch „Ein Pinguin tanzt aus der Reihe“, erschienen im Verlag Loewe
Blick ins Buch „Ein Pinguin tanzt aus der Reihe“, erschienen im Verlag Loewe
Steve Smallman (Autor/Illustrator): Ein Pinguin tanzt aus der Reihe: Alle Pinguine sind perfekt! Naja. Alle außer Percy. Pinguin Percy tanzt eben aus der Reihe – er spritzt beim Schwimmen alle voll, rutscht lieber auf dem Bauch das Eis hinunter und pupst in unpassenden Momenten. Doch als er die Gruppe verlässt, merken seine Freunde erst, wie langweilig es ohne den lustigen Percy ist. Klar, dass sich jetzt alle auf die Suche machen, um den kleinen Pinguin zurückzuholen.
Autor und Illustrator Steve Smallman zeigt durch den niedlichen Pinguin Percy, dass aus der Reihe tanzen zwar manchmal nicht so einfach, aber eigentlich gar nicht schlimm ist. Ein liebevoll und humorvoll illustriertes Bilderbuch auf 24 Seiten zu den Themen Anderssein, Toleranz, Selbstbewusstsein und Freundschaft. Geeignet für Kinder ab etwa 3 Jahre und Pinguine jeden Alters.
Von Juliane Groh
Wenn Sie oder Ihre Kinder auch eine Buchempfehlung für unsere Leser haben, schreiben Sie uns an familie@lvz.de.
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Lucy in the Sky 💎
Wer nicht verstehen kann, dass Eltern regelmäßig Zeit ohne ihren Nachwuchs brauchen, hat entweder keine Ahnung wie es ist, Kinder zu haben, oder vergessen wie es ist, keine zu haben.
Jason von Juterczenka
Gerade kam Post von der Schule meiner Schwester: Vorerst wohl keine Videokonferenzen mehr, das persönliche Datenvolumen der Lehrerin ist alle...

Man kann es sich echt nicht ausdenken.
Die Köse
Vorstellungsrunde mit dem neuen Biolehrer: Er ist Meeresbiologe und „taucht normalerweise mit Haien, Walen und Delfinen und studiert Bullenhaie in Afrika“ aber da das „aktuell wegen Corona nicht möglich ist“ arbeitet er als Lehrer.

Sohn hat ein neues Lieblingsfach.
Miss Teached
Der Schulträger hat Laptops bestellt für Schüler.
Der Schulträger hat keine Laptoptaschen bestellt.
Der Schulträger hat verboten, Laptops ohne Taschen an Schüler auszugeben.

Mein Kollegium sammelt nun Taschen und Geld für Taschen, bis der Schulträger Taschen liefert.
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