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Lebkuchen im Lockdown

Liebe Eltern, liebe Großeltern, liebe Leserinnen und Leser, gerne würde ich Ihnen an dieser Stelle nu
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Liebe Eltern, liebe Großeltern, liebe Leserinnen und Leser,
gerne würde ich Ihnen an dieser Stelle nun von besinnlichen Konzerten im Advent, von Weihnachtstheater und Ausflügen in den Schnee vorschwärmen. Doch leider geht das nicht. Die Corona-Pandemie hat uns im Griff. Mehr noch. Die Schlinge zieht sich weiter zu. Corona – die sechs Buchstaben des Grauens, die unser Leben in diesem Jahr bestimmen wie nichts anderes. Am Montag heißt es nun also wieder Lockdown. Und für viele Eltern stellt sich erneut die Frage: Wer betreut unsere Kinder, wenn wir arbeiten gehen? Denn Kitas und Schulen machen dicht. Zumindest für die meisten. Wer Anspruch auf Notbetreuung hat – mein Kollege Matthias Puppe hat es für Sie zusammengetragen. Und auch, wie man die Notbetreuung beantragt.
Wenn Sie Ihren Blick schon Richtung Feiertage schweifen lassen, dann empfehle ich Ihnen das Stück von Bastian Schröder. Er gibt einen Überblick darüber, wo man seinen Weihnachtsbaum selbst schlagen kann. Das geht nämlich weiterhin. Und wenn wir schon mal bei Weihnachten sind. Auch in diesem Jahr gibt es Enten und Gänse zum Abholen oder per Lieferdienst. Welche Leipziger Restaurants diesen Service anbieten, lesen Sie hier.
Und nun doch noch einmal ein bisschen Corona: Ab Montag gilt ja eine verschärfte Maskenpflicht. Damit nimmt dieses kleine Stück Stoff nun einen noch größeren Teil unseres Alltags ein. Wie empfinden Sie das? Stört es Sie oder gehört der Mund-Nase-Schutz inzwischen genauso zur Garderobe wie Gürtel und Handtasche? Schreiben Sie mir. Wir hier in der Redaktion sind da gespalten. Während die einen kaum einen Gedanken an die Optik ihrer Maske verschwenden, wählen andere ihren Mundschutz täglich passend zum Outfit aus. Ob so oder so: Dieser Winter wird wohl mein erster sein, an dem mir vor Kälte nicht die Nase abfällt. Das ist doch was, schließlich muss man auch mal das Positive an der aktuellen Situation sehen.
In diesem Sinne: Bleiben Sie stark und optimistisch und genießen Sie den dritten Advent.
Herzlichst
Ihre Patricia Liebling
Redakteurin LVZ Familie

Wochenend-Tipps

Die Cammerspiele präsentieren „Oliver Twist". Foto: André Kempner
Die Cammerspiele präsentieren „Oliver Twist". Foto: André Kempner
Ton ab: Wer die eisigen Temperaturen scheut und sich lieber in schöne Geschichten flüchtet, dem empfiehlt sich die ARD Audiothek. In der Rubrik „Für Kinder“ finden sich zahlreiche kostenlose Hörspiele – vom „Pumuckl“ bis hin zu „Die Sendung mit der Maus“. Die Episoden sind zwischen fünf und 60 Minuten lang und somit für kleinere und größere Auszeiten ideal. 
Bühne frei: Wer Charles Dickens‘ „Oliver Twist“ auf der Bühne erleben will, bekommt dazu an diesem Wochenende die Chance. Zumindest digital. Denn die Cammerspiele stellen einen Mitschnitt des Stückes für Kinder ab acht Jahre online. Das Angebot ist kostenfrei. Wer möchte, kann die Künstlerinnen und Künstler mit einer Spende via PayPal unterstützen. Wer nicht mehr so genau weiß, worum es in dem Stück geht, hier eine kurze Zusammenfassung: Der Waisenjunge Oliver Twist wächst in den Armenhäusern Londons und bei englischen Pflegefamilien auf. Sein Leben ist von harter Arbeit und Hunger gezeichnet. Er beschließt, sich einen Weg aus dem Elend zu suchen, um sein Glück zu finden. Dabei begegnet er einigen gutherzigen und freundlichen Menschen, aber auch dem Gauner Fagin. Dieser zieht Oliver immer tiefer in einen Sumpf aus Diebstahl, Einbruch und Betrug. Bei dem Versuch Fagin endgültig zu entkommen, bringt er nicht nur sein eigenes, sondern auch das Leben seiner Freunde in Gefahr.
In der Weihnachtsbäckerei: Richtig viel Spaß kann man derzeit gemeinsam mit seinen Kindern auch beim Basteln haben. Und wenn das dann sogar süß und lecker ist … umso besser. Wie wäre es mit einem selbst gemachten Lebkuchenhaus?
Und so geht’s: 320g Weißmehl, ½ TL Natron, ½ TL Zimt, ½ TL gemahlenen Ingwer, etwas gemahlene Nelken und eine Prise Salz in eine Schüssel hinein sieben, 110g Zucker und 110g Zuckerrübensirup aufkochen bis der Zucker sich auflöst, runter vom Herd, 110g weiche Butter darin auflösen. 1 Ei untermischen und alles in eine zweite Schüssel umfüllen. Dann die Mehlmischung einarbeiten bis der Teig nicht mehr klebt und diesen in Frischhaltefolie verpackt drei Stunden in den Kühlschrank legen. Anschließend den Teig in etwa 0,5 Zentimeter dicke Platten ausrollen und jede einzeln im vorgeheizten Backofen (160 Grad) rund 8 bis 10 Minuten backen. Der Teig sollte nicht zu dunkel werden. Die Platten dann im noch warmen Zustand in die gewünschten Formen schneiden. Für den „Klebstoff“ eine halbe Zitrone auspressen und den Saft mit so viel Puderzucker verrühren, dass eine richtig klebrige, zähflüssige Masse entsteht (können 200 bis 250g Puderzucker sein). Nun fehlen nur noch ein paar Schokostreusel, Zuckerverzierungen oder Gummibärchen und der Spaß kann beginnen! Und wer hat gesagt, dass es unbedingt ein Haus sein muss? Ob Pyramide mit Palmen, ein Sternenzerstörer aus Star Wars oder das Weiße Haus in Washington – der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt.
Weitere Tipps für das Wochenende haben wir hier für Sie zusammengestellt.
Empfehlungen für die Zeit zu Hause erhalten Sie im Freizeit-Newsletter der LVZ „Frische Luft”.
Buch-Tipp der Woche

Blick ins Buch „Aufregung im Wunderwald“
Blick ins Buch „Aufregung im Wunderwald“
Björn Enno Hermans (Autor), Annette Walter (Illustrationen): „Aufregung im Wunderwald – und alles wegen dieser Krankheit": Es ist nicht leicht, kleinen Kindern zu erklären, warum sie nicht mehr in die Kita dürfen. Und erst recht nicht, warum sie Oma und Opa nicht mehr besuchen sollen. Diplom-Psychologe Björn Enno Hermans gibt Familien mit dem Bilderbuchprojekt „Aufregung im Wunderwald – und alles wegen dieser Krankheit“ eine Hilfestellung an die Hand. Erzählt wird die Geschichte einer Bärenfamilie, die erleben muss, wie nach und nach Tiere im Wald an einer neuen Krankheit erkranken. Als Chefin im Wald ordnet die Eule bald an, dass alle zu Hause bleiben und nur für die nötigsten Erledigungen ihre Höhlen und Nester verlassen dürfen. Auch ihre Pfoten sollen sie nun alle ganz oft waschen. Das macht die kleinen Bären traurig, lässt die Familie aber auch zusammenrücken. Nach einiger Zeit erkranken immer weniger Tiere und die Kleinen dürfen wieder in die Kita und zu ihren Großeltern. Das Bilderbuch hilft Eltern, den Kindern eine für sie schwer nachvollziehbare Situation greifbar zu machen. Es steht als kostenloser Download bereit. Zur deutschen Fassung geht es hier, zahlreiche weitere Versionen in anderen Sprachen sowie eine Audiofassung finden sich auf der Website des Autors.
Von Patricia Liebling
Wenn Sie oder Ihre Kinder auch eine Buchempfehlung für unsere Leser haben, schreiben Sie uns an familie@lvz.de
Ein Licht im Advent – Endspurt

Die LVZ-Spendenaktion „Ein Licht im Advent“ neigt sich dem Ende: Bis zum 13. Dezember können Sie im Rahmen der Aktion die sieben Hilfsprojekte noch unterstützen. Einen Überblick über alle Projekte finden Sie hier, wie Sie spenden können, ist hier erklärt.
Verlosung: Malte & Mezzo – Die Klassikentdecker

Cover der zu gewinnenden CDs, Edel Kultur / Edel Germany GmbH
Cover der zu gewinnenden CDs, Edel Kultur / Edel Germany GmbH
Die Klassikentdecker: Das sind Moderator Malte Arkona und sein liebenswert-vorlauter Freund Mezzo. Wie die beiden zueinander fanden, weiß das ungleiche Duo gar nicht mehr so genau – doch nun sind sie unzertrennlich. Gemeinsam entdecken sie die Welt der Klassik in unserem modernen Leben – und gehen spielerisch und mit viel Humor den spannendsten Fragen rund um Beethoven, Mozart und Co. nach. Zwischen Küchenchaos und Komponisten, Museumsmuffeln und Mitsingliedern: Malte zeigt Mezzo auf vielfältigen Alltagsabenteuern, wie cool klassische Musik ist.
Wir verlosen 4 CDs „Malte & Mezzo – Die Klassikentdecker“. Um an der Verlosung teilzunehmen, schicken Sie eine E-Mail mit dem Betreff „Klassikentdecker“ an gewinnspiele@lvz.de. Einsendeschluss ist der 14. Dezember 2020.
Die CDs werden unter allen Einsendungen ausgelost. Die Gewinner werden benachrichtigt. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Infos zur Verarbeitung Ihrer Daten finden Sie hier.
Vatertag: Mein Kind – ein digital-soziales Wesen

Fotos: 46173 / Pixabay, Michael Bomke; Montage: Anne Bittner
Fotos: 46173 / Pixabay, Michael Bomke; Montage: Anne Bittner
Das Kind entwickelt sich. Und zwar zu einem Digital Native – zu einem Menschen, der digitale Medien so selbstverständlich nutzt wie ältere Semester ihre Lesebrille. Diese töchterlichen Fortschritte zu beobachten, ist durchaus faszinierend. Mit zwei konnte sie durch die Fotos auf meinem Handy wischen, mit drei lange Selfie-Videos von ihrer Nase drehen, und jetzt, mit vier, ruft sie eigenständig Oma an. Und legt von selbst auf, wenn sie fertig ist. (Was nicht unbedingt bedeutet, dass auch die anderen Gesprächsteilnehmer fertig sind.)
Natürlich will ich auch, dass meine Kinder draußen sind, die Natur erfahren, Stöcke sammeln, sich dreckig machen. Aber es ist eben auch meine Aufgabe, dafür zu sorgen, dass sie die Werkzeuge dieser Welt sinnvoll und selbstbestimmt für sich nutzen können. Dosiert und moderat, klar. Aber ganz ohne das Internet wäre dieser Corona-Advent ein ganzes Stück trister als im Jahr zuvor – so hingegen bleiben wir mit Familie und Freunden in Kontakt, ziehen uns die volle Ladung Weihnachtslieder rein und haben neulich sogar ein Mitmach-Theaterstück über Zoom verfolgt. Gut, wenn die Tochter irgendwann ein eigenes Handy hat, stellt sich die Frage nach der Dauernutzung noch mal neu – aber so weit sind wir zum Glück noch nicht.
Das Kind entwickelt sich, und zwar auch zu einem sehr sozialen Wesen. Allen Handy-Unkenrufen zum Trotz. Sie umsorgt und betüddelt ihre Kuscheltiere, bereitet ihnen Deckchen und Kissen – ihren Vater allerdings hält sie offensichtlich nicht für die hellste Kerze im Adventskranz. Sie trickst mich aus. „Papa, meine Babys machen jetzt Pause und dürfen Peppa Wutz auf dem Handy schauen.“ – „Du hast doch vorhin erst…“ – „Ich mein‘ doch meine Babys! Ich schau nicht hin. Wirklich.“
Von Christopher Resch
+++ Werbung +++ Spielspaß in der Adventszeit

Großes Spielfeld, 3-D-Objekete und liebevolle Details runden das Spiel ab. Foto: Tretmobile-Vermietung
Großes Spielfeld, 3-D-Objekete und liebevolle Details runden das Spiel ab. Foto: Tretmobile-Vermietung
Spiel, Spaß und Spannung: Das Familien-Brettspiel „Cospudener Wettlauf“ bietet einen wunderbaren Zeitvertreib für die (Vor-)Weihnachtszeit. Das Spiel führt rund um sowie über den Cospudener See, gespielt wird nach dem „Mensch ärgere dich nicht“-Prinzip erweitert um Ereigniskarten mit Fragen und Aufgaben. Erhältlich ist das Spiel im Online-Shop der Tretmobile-Vermietung sowie im digitalen Weihnachtsmarkt der LVZ.
Das Beste für Familien aus LVZ und RND

Sachsens Schulen und Kitas im Lockdown: Für diese Berufsgruppen soll es Notbetreuung geben
Geschlossene Schulen und Kitas: So wird die Notbetreuung beantragt
Eltern zur Schließung von Kitas und Schulen: Es wurde viel zu spät gehandelt
Tag des brandverletzten Kindes: Initiative warnt vor Gefahren in der Adventszeit
Lockdown in Sachsen: Diese Corona-Regeln gelten zu Weihnachten und Silvester
Junge Leute und Corona: Viele haben Angst und fühlen sich außen vor
Haustier-Serie: Schildkröten – langlebige Begleiter
Neues aus dem Familienleben auf Twitter

Markus Tschannen
Wenn meine Frau eine Mandarine isst, hält sie jedes Stück gegen das Licht, um zu sehen, ob es Kerne hat. Vorhin habe ich das Baby eine Mandarine essen sehen: Es nimmt ein Stück, hält es kurz über den Kopf und steckt es dann in den Mund.

Ich glaube, so definiert man Tradition.
FamilienLabor ☢
Unser Tag begann damit, dass die Oma eine Schriftprobe abgeben musste, weil die 7-jährige ihre Schrift auf der Nikolaus-Tüte erkannt hat.

Das. war. knapp.
Katha schreibt
„Warum beißt der Nikolaus immer nur vom Keks ab und lässt den Rest liegen?“

„Hm, weißt du, der bekommt ja überall Kekse, der übersüßt ja sonst ...“

„Dann stellen wir ihm nächstes Jahr eine Schüssel Gulasch hin!“

K2, Fachfrau für Nikolausernährung.
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