Liebe, Zusammenhalt, Gelächter – was an Weihnachten wichtig ist

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Liebe Eltern, liebe Großeltern, liebe Leserinnen und Leser,
im vergangenen Jahr feierten viele Menschen im ganz kleinen Kreis Weihnachten aus Vorsicht vor dem Corona-Virus. In diesem Jahr, so scheint es mir, besuchen wieder mehr Menschen an den Feiertagen ihre Familien, obwohl die Pandemie nach wie vor nicht ausgestanden ist. Auch mir geht es so. Im Vorjahr blieb ich vorsichtshalber zu Hause, in diesem Jahr fahre ich wieder in meine Nordthüringer Heimat und treffe dort einen Teil meiner Familie. Wir sind inzwischen alle geimpft oder genesen und machen vorher zusätzlich Schnelltests. Klar kann da immer noch etwas schief gehen, aber ich fühle mich doch relativ sicher damit.
Ich freue mich sehr darauf, meine Familie zu sehen und umarmen zu können. Es wird Gänsebraten geben, Kuchen, das ein oder andere Glas Wein, Geschenke natürlich und hoffentlich gute Gespräche. Einige Verwandten habe ich aufgrund der Pandemie so lange nicht gesehen, da ist reichlich Gesprächsstoff vorhanden.
Richtig schwierig kann es jedoch werden, wenn bei so einer Familienzusammenkunft zum Beispiel verschiedene politische oder weltanschauliche Einstellungen und Meinungen aufeinandertreffen. An diesem zweiten „Pandemie-Weihnachten“ sorgt Corona gegebenenfalls für zusätzlichen Zündstoff. Dabei hatte man sich doch eigentlich so aufs Fest gefreut … Wie Sie mit Konflikten an den Weihnachtsfeiertagen umgehen können, hat meine RND-Kollegin Katrin Schreiter hier aufgeschrieben.
Gerade in den wenigen Stunden, die wir an Weihnachten miteinander verbringen, sollten wir uns nicht in Streits verlieren. Insbesondere, wenn von vornherein klar ist, dass jeder auf seiner Position besteht. In meiner Familie gibt es daher ein „agree to disagree“: wir sind uns darüber einig, dass wir uns in manchen Dingen uneinig sind. Das akzeptieren wir und sparen uns die Diskussion. Fertig. Weihnachten kann schließlich auch ohne Familienstreits stressig genug sein. Vielleicht hilft es Ihnen, es mit schwierigen Themen in der Familie ähnlich zu halten.
Alternativ könnten Sie sich auch ganz schnell einen Dominostein schnappen, Ihrem diskutierenden Gegenüber in den Mund schieben und auf ein unverfänglicheres Thema umschwenken. Zum Beispiel, dass der Dominostein an sich just 85 Jahre alt geworden ist und ursprünglich eine „Not-Praline“ war, wie meine Kollegin Annafried Schmidt schreibt. Oder Sie werfen die Frage auf, ob es „Stollen“ oder „Stolle“ heißt. Na, wie nennen Sie das Weihnachtsgebäck? In unserer Redaktion führte dieser sprachliche Unterschied zu fortlaufenden Diskussionen und schließlich entstand dieser herrliche Artikel meiner Kollegen Janina Fleischer und Peter Korfmacher. Wenn Sie den an Weihnachten laut vorlesen, diskutiert keiner mehr – denn jeder wird lachen, versprochen.
Weihnachten sollte schließlich das Fest der Liebe sein (und der Völlerei, finde ich). Und ich habe momentan das Gefühl, wenn wir alle etwas brauchen, dann sind es Liebe und Zusammenhalt. Beides finden wir in unserer Familie und bei unseren Freunden, unserer „Wahlfamilie“.
Ich verabschiede mich daher heute mit diesem Zitat des US-Bürgerrechtlers Martin Luther King von Ihnen:
Die Botschaft von Weihnachten: Es gibt keine größere Kraft als die Liebe. Sie überwindet den Hass wie das Licht die Finsternis.
Ich wünsche Ihnen, auch im Namen meiner Kolleginnen und Kollegen, ein frohes, entspanntes und glückliches Weihnachtsfest mit schönen Geschenken, gutem Essen und viel Lachen! Auf dass Sie in diesen nicht immer einfachen Zeiten Kraft tanken können im Kreise Ihrer Liebsten.
Ihre Susanne Reinhardt
Redakteurin LVZ Familie
P.S.: Wenn Sie den Newsletter gelesen haben, finden Sie ganz unten noch ein kleines „Weihnachts-Extra“: Ich habe Ihnen mein Lieblingsweihnachtslied verlinkt. Keine Sorge, es ist nicht von Wham!

Wochenend-Tipps

Auch wenn die Pandemie dem Theaterbesuch einen dicken Strich durch die Rechnung macht, können Familien per digitalem Stream einzelne Stücke anschauen. So zeigt das Theater der Jungen Welt noch bis Samstag das Puppenspiel „Über Bethlehem ein Stern“ für Kinder ab 7 Jahren. Erzählt wird die zeitlose Geschichte von der Geburt Christi in einer eigenen Version mit Augenzwinkern. Hier geht’s zum Stream. Außerdem zeigt das TdJW „Der Zinnsoldat und die Papiertänzerin“. Ein Stück für Kinder ab 6 Jahren, dem seine analoge Premiere bislang versagt blieb. Im Gegensatz zum Märchenklassiker von Hans Christian Andersen hat hier die Papiertänzerin eine eigene Stimme. In der Inszenierung treffen sich die beiden aussortierten Figuren inmitten eines Kindergeburtstags, werden jedoch bald getrennt. Zwei Reisen beginnen, die zu Abenteuern werden. Ein berührendes Plädoyer dafür, den Glauben an das Gute nicht zu verlieren. Der Stream ist vom 25. Dezember (ab 11 Uhr) bis zum 30. Dezember (bis 11 Uhr) hier zu sehen.
Blick ins Stück „Der Zinnsoldat und die Papiertänzerin“. Foto: Kirsten Nijhof
Blick ins Stück „Der Zinnsoldat und die Papiertänzerin“. Foto: Kirsten Nijhof
Weitere Termine:
  • Weil der Lützschenaer Krippenweg – eine Kooperation von Evangelisch-Lutherischer Sophienkirchgemeinde, Auwaldstation, Förderverein Auwaldstation, Verein Schlosspark Lützschena und der Familie von Erffa – im vergangenen Jahr so gut angenommen wurde, wird auch in diesem Jahr dazu eingeladen, dem kurzen Weg vom Lützschenaer Pfarrhaus, Schloßweg 4, über sechs Stationen zur Schloßkirche zu folgen. Die Stationen präsentieren von Heiligabend bis zum Epiphaniasfest am 6. Januar die Weihnachtsgeschichte und bieten per QR-Code Rätselspaß und Hintergrundwissen. Die Schloßkirche ist am Heiligen Abend sowie den beiden Weihnachtsfeiertagen jeweils von 14 bis 17 Uhr unter Einhaltung der 3-G-Regel (bitte notwendigen Nachweis mitbringen) geöffnet. Zusätzlich kann am Heiligen Abend das Friedenslicht aus Bethlehem in der Kirche abgeholt werden. Dafür bitte eine eigene Kerze oder besser eine Laterne mitbringen.
  • Ein kommunistisches Känguru, eine polizeiliche Fahndung und eine ungewollte Wohngemeinschaft – so in etwa ließe sich der Start des Films „Die Känguru-Chroniken“ zusammenfassen. Was folgt ist alles andere als besinnlich. Und doch passt es perfekt zu Weihnachten. Der Film – eine Kombination aus Realfilm und Computeranimation – vereint Sprachwitz, absurden Humor, ein gelungenes Timing für Pointen und schöne Randdetails zu einem familientauglichen Vergnügen. Zu sehen ist er am ersten Weihnachtsfeiertag um 17.30 Uhr im ZDF.
  • Neben Märchenfilmen gehört „Weihnachten bei Hoppenstedts“ für viele Menschen zu Weihnachten dazu. Sätze wie „Früher war mehr Lametta!“ sind längst in die Alltagssprache übergegangen. Loriots kultiger Klassiker nimmt die mittelständische, gutbürgerliche Familie (aka Spießer) der 1970er-Jahre mitten im Weihnachtstrubel aufs Korn. Dank des typischen Loriot-Humors eine unfassbar witzige Sendung. Vielleicht sind die Hoppenstedts auch gerade deshalb so lustig, weil sie uns auch heute, 43 Jahre nach der Erstausstrahlung, immer noch einen Spiegel vorhalten. An Heiligabend wird „Weihnachten bei Hoppenstedts“ mehrfach vom Nachmittag bis zum späten Abend im öffentlich-rechtlichen Fernsehen ausgestrahlt, zum Beispiel um 14.35 Uhr im BR. Wer an Heiligabend Familie Hoppenstedt nicht zu den Sendeterminen über die Schulter schauen kann, findet die Sendung noch weitere sieben Tage in der ARD-Mediathek.
Buch-Tipp

Cover von „Aribella und die Feuermaske“, erschienen im dtv Verlag
Cover von „Aribella und die Feuermaske“, erschienen im dtv Verlag
Anna Hoghton (Autorin): Aribella und die Feuermaske: Die knapp 13-jährige Aribella lebt in Venetien. Sie wohnt auf der Insel Burano, die bekannt ist für ihre bunten Häuser und die feine Spitze, die hier hergestellt wird. Doch seit dem Tod ihrer Mutter vor zehn Jahren hat ihr Vater sich sehr verändert, ist nur noch traurig und verlässt nie das Haus. Daher ist Aribella am liebsten mit ihrem besten Freund Theo unterwegs, der aus einer Fischerfamilie stammt. Oft fahren die beiden mit Theos Vater und anderen Fischern in Booten raus und bringen frischen Fisch auf Venedigs Fischmarkt. Als Theo eines Tages von einem anderen Fischerjungen angegriffen wird, verteidigt Aribella ihren Freund. Aber nicht einfach mit Worten oder Schubsen. Es schießen plötzlich Flammen aus ihren Händen. Richtige, echte Flammen! Sollte sie eine Hexe sein, wie die Menschen ihr zuriefen? War sie verflucht? Und was hat das mit dem Blutmond zu tun?
Noch bevor Aribella weiß, was passiert ist, sind venezianische Wachen hinter ihr und Theo her, um sie ins Palastgefängnis zu bringen. Eine Wache mit einer geheimnisvollen Sternenmaske schnappt die beiden und nimmt Aribella mit! Allerdings nicht ins Gefängnis, sondern ins Halb-hier-halb-da-Hotel zur Geheimen Gesellschaft der Cannovacci, die sich selbst die Beschützer Venedigs nennen. Und hier geht Aribellas Abenteuer erst richtig los.
Allein die Beschreibungen Venedigs von Anna Hoghton machen das Buch zu etwas Besonderem und entführen in eine Welt, die in der Realität schon mystisch wirkt. Eine spannende Geschichte über Magie und Heranwachsen ausgerechnet dort spielen zu lassen, ist nicht nur passend, sondern der Autorin auch sehr gut gelungen. Sie entführt ihre Leser in doppelter Hinsicht in eine magische Welt. Das Buch eignet sich für Heranwachsende ab 12 Jahren, alle, die gern Fantasy lesen und Venedig-Fans oder solche, die es werden wollen.
Von Susanne Reinhardt
Das Beste für Familien aus LVZ und RND

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Mildi prokrastiniert nicht mehr
Der Große hat schon Ferien,die Kleine muss noch bis Donnerstag. Der Große steht jeden Tag mit auf & bringt seine kleine Schwester zur Schule. Mittags holt er sie wieder ab. Das macht er seit 2 Jahren immer, wenn er anders Ferien hat.

Und mein Herz schmilzt jedes Mal.
Tarek-Maximilian
Ich war 14 als der Lockdown begann und bin nun 16.

Ich werde wohl den Großteil meiner gesamten Jugend in dieser Pandemie verbringen.

Ich kann nicht mehr, es macht mich nur noch fertig.
Der Gasser
Wir haben zu Hause massive Datenschutz-Probleme!

Sie sind 3 bzw. 8 Jahre alt und gehen in die Kita bzw. Schule.
Happy Xmas (War Is Over) – John Lennon & Yoko Ono

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