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LVZ Familie - Auf der Spur des Lebens

Liebe Eltern, liebe Großeltern, liebe Leserinnen und Leser, kürzlich habe ich mir einen Podcast zum T
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Liebe Eltern, liebe Großeltern, liebe Leserinnen und Leser,
kürzlich habe ich mir einen Podcast zum Thema „Du bist, wie du gehst“ angehört. Körperbau, Geschlecht, Kultur, Gefühlswelt und Imitation bestimmen unseren Gang, hieß es darin. Spannende Sache, finde ich. Wenn ich meine Tochter so anschaue, frage ich mich, was wohl ihre Art bestimmt, sich zu bewegen. Imitation ist es jedenfalls nicht. Weder ihr Papa noch ich laufen so.
Was auch immer es ist: Wer sieht, wie sie sich bewegt, bekommt einen klaren Eindruck ihres Charakters. Sie stürzt forsch drauf los, wirft Arme und Beine von sich, quiekt manchmal fröhlich dabei auf. Erst rennen, dann denken. Ein fröhliches Kleinkind, das ausprobiert, anstatt erst lange zu überlegen. Den einen oder anderen Stolperer, Sturz oder Stoß inklusive. “Aufstehen, kurz den Kopf reiben, den Staub von den Händen klopfen und weiter geht`s” ist ihre Devise. Wir können dabei nur zuschauen. Wobei, so einfach ist es dann doch nicht.
Wir als Eltern bilden die Leitplanken der Straße, auf der sie ihr Leben beschreitet. Wir begleiten sie dabei, wie sie mal schneller, mal langsamer durchs Leben geht, mal aneckt, abbiegt, sich im Kreis dreht, über die Stränge schlägt. Auf ihre ganz eigene Weise. Wir geben ihr Sicherheit und Selbstvertrauen und bemühen uns, dass sie bei all ihren Erfahrungen auf der Spur bleibt. Und wenn sie dann doch mal ausbricht und auf Abwege gerät, ist es an uns, ihr auch dabei zur Seite zu stehen. Nicht immer ist das spaßig. Das kennen Sie bestimmt. Aber es ist doch auch wunderschön.  
Wenn Sie wissen möchten, wo Sie diese wunderschöne Zeit mit ihren Kindern am Wochenende verbringen können, schauen Sie doch mal weiter unten. Exklusiv für Sie haben wir Tipps zusammengestellt. Die Kolumne “Vatertag” beschäftigt sich damit, warum Eis und Paprika immer gehen. Außerdem erwarten Sie mit unserem Buch-Tipp und dem Eltern-Geständnis zwei neue Rubriken. Gespannt?
Ich wünsche Ihnen viel Vergnügen beim Lesen.
Herzlichst,
Ihre Patricia Liebling
Redakteurin LVZ Familie

Wochenend-Tipps für ganz verschiedene Typen

Minigolfanlage Adventure Golf am Kletterpark in Auenhain, Markkleeberger See. Foto: André Kempner
Minigolfanlage Adventure Golf am Kletterpark in Auenhain, Markkleeberger See. Foto: André Kempner
Was könnte man denn mal am Wochenende machen? Eine Frage, die nicht nur vom Wetterbericht beantwortet wird (feuchtmild, bedeckt, mit Regenschauern), sondern vor allem davon abhängt, worauf man selbst Lust hat. Und das ist eine Typfrage – bei den Großen und den Kleinen.
Für Schlägerschwinger: Wilde Kugel schieben beim Minigolf
Die perfekte Mischung aus Sport, Spiel und Spaß für die ganze Familie – das ist Minigolf. Die innerfamiliäre Meisterschaft kann zum Beispiel mitten im Clara-Zetkin-Park ausgefochten werden, auf dem Vereinsgelände des BSV AOK Leipzig.
Ein guter Grund für einen Familienausflug ins Leipziger Neuseenland ist der Abenteuergolfpark Groitzsch direkt an der Bundesstraße B 176 und die moderne Anlage Adventure Golf im Kletterpark Auenhain am Markkleeberger See.
Bei Regen geht es zum Putten im Trockenen ins Matchball Sportcenter oder in die völlig verrückte Schwarzlichtanlage Farbrausch 3d.
Wichtig: Für jede Anlage gelten besondere Hygiene- und Anmeldebestimmungen, die man im Vorfeld auf deren Website checken sollte!
Für Drama-Kings und Drama-Queens: Theater im Freien!
Das Theater der Jungen Welt kann wieder spielen! Unter freiem Sommerhimmel! Genauer, im Garten der Philippus Kirche in der Aurelienstraße. Hier zeigt das Ensemble an den Wochenenden im Juni und Juli sein Familienprogramm.
Los geht es am 20. Juni um 15 Uhr und am 21. Juni um 11 Uhr mit „Der Vogel Anderswo“, den das Publikum auf seiner Reise von Damaskus nach Deutschland begleitet. Stephan Wolf-Schönburgs Puppentheater in Deutsch und Arabisch ist für Kinder ab vier Jahren geeignet.
Achtung, Umland: Am Sonntag ist das Stück um 15.30 Uhr auch im Garten des KulturKinos Zwenkau in der Hugo-Haase-Straße zu erleben. Karten gibt es auf der Website des TdJW.
Für Träumer und Genießer: Mitmachen im Museum
So richtig, richtig gut geht es einem bekanntermaßen wo? Genau, in der Schlaraffenwelt. Die kann man am Wochenende im Kindermuseum Unikatum besuchen. Eine gute Idee, wenn es regnet. In der Mitmachausstellung dreht sich alles um Wünsche und Träume, um Glück und Wohlstand, Überfluss und Überdruss und dessen Schattenseiten. Die Ausstellung ist geeignet für Kinder ab Lesealter. Sollte sich die Sonne zeigen, lockt eine spannende Rätselrallye nach draußen in den Schlaraffengarten.
Kleinere Kinder ab fünf Jahren können im Unikatum auf Entdeckungsreise durch das „Königreich der Phantasie“ gehen. Mund- und Nasenschutz nicht vergessen!
Buch-Tipp der Woche

Blick in „Die große Wörterfabrik“ – liebevoll illustriert von Valeria Docampo.
Blick in „Die große Wörterfabrik“ – liebevoll illustriert von Valeria Docampo.
Agnès de Lestrade „Die große Wörterfabrik“: Wie kostbar sind Worte? Wenn man jemanden liebt und es aussprechen, wenn man jemanden trösten, seine Leidenschaft entfachen oder mit ihm Erinnerungen teilen möchte? Das erfährt man erst, wenn man wie Paul in einem Land lebt, in dem Menschen fast gar nicht reden und Worte in einer großen Fabrik produziert werden und sehr teuer sind. Autorin Agnès de Lestrade erzählt in „Die große Wörterfabrik“ eine kleine, berührende Geschichte über die Kostbarkeit der Sprache. Eine Liebeserklärung an die Liebeserklärung – von Valeria Docampos wundervoll illustriert. Ein Buch für Kinder und Eltern, die im Alltag manchmal wenig Worte haben und bisweilen vergessen haben, wie einfach und wirkungsvoll es ist, ein liebes Wort auszusprechen.
von Simone Liss
Vatertag: Über Kindermägen, Eis und Liebe zu Gemüse

Grafik: Anne Bittner / Foto: Michael Bomke
Grafik: Anne Bittner / Foto: Michael Bomke
„Auch wenn ich einen vollen Bauch habe, kann ich zwei Kugeln Eis essen.“ O-Ton der Vierjährigen. Dazu eine Frage: Was hat meine Tochter mit einer Kuh, einem Hirsch und weiteren Stirnwaffenträgern gemeinsam?
Wer jetzt meint, diese Frage erst einmal verdauen zu müssen, ist auf dem richtigen Weg. Denn Kühe, Hirsche, aber auch Giraffen und Okapis, sind Wiederkäuer, sie haben mehrere Mägen. Und meine Tochter anscheinend auch. Wie sonst kann es sein, dass sie pappsatt und eigentlich schon glücklich noch nach zwei Kugeln Eis verlangt?
Papa, Stracciatella bitte! Papa!
Es wäre viel gewonnen, wenn die Mägen meiner Tochter die Fähigkeit besäßen, das aufgenommene Eis kugelweise in gesundes und nährstoffreiches Essen umzuwandeln. Mit anderen Mahlzeiten funktioniert das ja, wenn man dem Volksmund Glauben schenkt: „Sieben Bier sind auch ein Schnitzel.“ Ich kenne Menschen, die haben ihre gesamte Studienzeit nach solchen Volksweisheiten gelebt.
Eigentlich kann ich mich nicht beklagen, die Tochter ist keine schlechte Esserin. Aber sie hat natürlich ihre Eigenheiten, Stichwort Gemüse. „Zwei Paprikas in der Hand, ich bin bereit“, rief sie kürzlich aus der Küche. Sie liebt Paprika, aber nur im rohen Zustand und bitte in Gelb. Auf einer Skala von 0 (schlecht) bis 10 (gut) erreicht gelbe Paprika eine solide 9, gekochte Paprika aber eine minus 40. Da ist dann auch die Farbe egal, und der Grad an Liebe, den ich beim Kochen hineingesteckt habe, sowieso.
Wenn sie dann etwas Leckeres vor sich auf dem Teller hat, wird gebunkert. Würstchen runter vom Teller: „Die ess‘ ich gleich!“ Vier Paprikastreifen in den Händen: „Das sind meine!“ Und was am Ende übrig bleibt, bekommt der arme Papa trotzdem nicht. „Puh, ich bin schon viel zu satt. Das heb‘ ich mir fürs Abendbrot auf.“
Manchmal lasse ich dann, nur zu Testzwecken und mit ein bisschen Masochismus, das Wörtchen „Eis“ fallen. Zwei Kugeln passen schließlich immer noch rein.
von Christopher Resch
Eltern-Geständnis

Kinder zu haben ist wundervoll. Meistens. Manchmal braucht man aber auch eine Auszeit. Was machen Sie so, wenn Sie den Kanal voll haben? Schreiben Sie uns: familie@lvz.de
“An Tagen wie diesen – früh schon eine Wimper im Auge, mittags ein Mitmensch mit verbaler Diarrhö, nachmittags eine Mitteilung im digitalen Klassenbuch mit der Einladung zu einem Elterngespräch – wünsche ich mir Mäuse. Weiße Schaummäuse. Nur für mich. Als Sedativum. Der Mäuse-Händler meines Vertrauens ist in der Petersstraße. Dort findet man mich an Tagen wie diesen: allein, ohne Kind, ohne Korrektiv (Mann), kauend. Niemand da, mit dem ich teilen muss. Niemand da, der mir die Mäuse in den Mund zählt und dem auf die Stirn geschrieben steht: Muss das sein? Ja, es muss. An Tagen wie diesen…” Charlotte L., Leipzig-Plagwitz
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Uns interessiert, wie es Familien in Sachsen geht. Was bewegt Sie? Wie kinderfreundlich ist Ihre Kommune? Sind die Straßen kindersicher und ausreichend Kita-Plätze vorhanden? Um dies herauszufinden, gibt es die Umfrage zum Familienkompass. Machen Sie jetzt mit!
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