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LVZ Familie - Eltern helfen, Kinder schützen

Liebe Eltern, liebe Großeltern, liebe Leserinnen und Leser, meistens sind sie grün, mal etwas heller,
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Liebe Eltern, liebe Großeltern, liebe Leserinnen und Leser,
meistens sind sie grün, mal etwas heller, mal dunkler. Seit meine Tochter laufen kann, tauchen an ihrem zuvor makellosen Körper blaue Flecken und Schrammen auf. Sie plumpst am Ende der Rutsche auf den Po, kämpft sich durchs Gebüsch, krabbelt unter Bänke und Tische, klettert über Hindernisse, die sie nicht immer erfolgreich bezwingt. Es sind kleine, punktuelle Erinnerungen an ein Leben im Erkundungsmodus, die alsbald wieder verblassen.
Andere Kinder hingegen tragen tiefere Blessuren davon. Große, tiefblaue Flecken, Tränen, zunehmende Verschlossenheit, Vereinsamung zeugen von Erfahrungen, die kein Kind machen sollte. Es sind Spuren von Schmerz, Trauer, zerstörtem Vertrauen in die Menschen, deren Aufgabe es ist, sie zu schützen und auf ihrem Lebensweg unterstützend zu begleiten. Sie stehen für Schläge, Stöße und gebrochene Knochen, für Vernachlässigung und Demütigung. Eine Kinderseele mag vieles verzeihen, einiges einstecken können, Wege finden, Unsägliches durchzustehen. Vergessen wird sie aber nicht, Spuren werden bleiben. Spuren auf Wegen, die nie hätten beschritten werden sollen.
Manchmal zeugen die Verletzungen der Kinder – äußere wie seelische – auch von Verdrängung, Zögern, Unsicherheit oder Ignoranz und Egozentrik. Dann nämlich, wenn Außenstehende zu Zeugen werden. Erwachsene sehen die Spuren, erkennen aber ihre Herkunft nicht, trauen sich nicht, aktiv zu werden. Manche wissen aber auch einfach nicht, was zu tun ist. Was Sie tun können und sollten und was besser nicht, wenn Sie sich Sorgen um andere Kinder machen, darüber habe ich mit Anke Remmler vom Allgemeinen Sozialdienst Leipzig und mit Sophie Pasch vom Kinderschutz-Zentrum Leipzig gesprochen. Ein Aufruf zu Aufmerksamkeit, zum Schutz unserer Schutzbedürftigsten, eine Handlungsempfehlung bei Hilferufen.
Ein bedrückendes Thema, ich weiß. Aber auch das gehört zu unserer Realität. Und darüber sollten wir sprechen.
Herzlichst, Ihre Patricia Liebling
Redakteurin LVZ Familie

Wochenend-Tipps so bunt wie ein Regenbogen

Foto: André Kempner
Foto: André Kempner
Für eine tolerante Gesellschaft: Die Regenbogenflagge, das Symbol der LGBT (Lesbian, Gay, Bisexual and Transgender)-Bewegung, wird am Freitag, dem 10. Juli, um 16 Uhr vor dem Neuen Rathaus gehisst – ein Zeichen für Akzeptanz und Offenheit und der Start der CSD (Christopher Street Day)-Woche. Als politisches Statement oder zur politisch-gesellschaftlichen Bildung eine Alternative für die Nachmittagsgestaltung. Anschließend gibt es Gespräche, Musik, Sekt und Selters beim CSD-Empfang.
Für ein schmackhaftes Grünau: Es gibt Pizza! Am Samstag, dem 11. Juli, öffnet auf der Ratzelwiese in Grünau die Mitmach-Pizzeria Bella Grünau, organisiert vom Stadtteil-Kulturzentrum Komm-Haus in Kooperation mit dem Kollektiv Plus X. Zwischen 16 und 21 Uhr können Besucher in der Freiluftpizzeria ihre Pizza selbst belegen und im Holzofen backen lassen. Für Spiel und Spaß sorgen zusätzlich Siebdruck-Angebote und ein Zirkus-Workshop. Fünf Wochen lang – bis 15. August – lockt Bella Grünau jeden Freitag und Samstag mit diesem Leckerbissen.
Für ein fröhliches Miteinander: In und an der Taborkirche geht es am Sonntag, dem 12. Juli, rund. Das Bürgerfest Kleinzschocher hat von 14 bis 19 Uhr ein schönes Programm auf die Beine gestellt – zum Beispiel Turmführungen, das Papiertheater ZSCHO, Kreativangebote für Groß und Klein, ein großes Kuchenbüfett, Thüringer Würstchen und natürlich viel Musik mit der Balkanband Herje Mine und dem Bläserquintett der Sächsischen Bläserphilharmonie. Die Besucher sollen bei aller Feierei aber bitte die Abstandsregeln nicht vergessen!
Weitere Tipps fürs Wochenende gibt es hier:
Buch-Tipp der Woche

Blick in "Weil Kater Karl Geburtstag hat", Verlag Carlsen
Blick in "Weil Kater Karl Geburtstag hat", Verlag Carlsen
Anna Taube (Autorin), Elfe Marie Opiela (Illustratorin) „Weil Kater Karl Geburtstag hat“: … und die Eltern bei Tante Trude sind, hat Kater Karl das Haus für sich. Logisch, dass er all seine tierischen Freunde einlädt und eine Geburtstagssause feiert, die es in sich hat. Da werden Matratzen durch die Gegend getragen, das Haus in einen Pool umfunktioniert, die Gäste verwandeln sich in Zirkusakrobaten und Kater Karl wird kurzerhand zu Direktor Karlio. Eierlaufen steht ebenso auf dem Programm wie Spaßbadwellenrückenschwimmen, Wasserbombenpopospringen oder Kochtopfgucken. Miau-mio, halli-hallo – Karls Geburtstag ist echt cool!
Das Buch im Hardcover ist dank der tollen Illustrationen und Reime schon für kleine Kinder ab 36 Monaten geeignet, während sich die Großen bis fünf Jahre über aberwitzige Wortschöpfungen freuen dürfen. Meine Dreijährige liebt das Buch. Sie schnappt es sich auch gerne mal außerhalb des Vorleserituals am Abend, blättert darin, „liest“ sich selbst vor und lacht aus vollem Halse. Und ganz ehrlich – auch für mich als Mama dürfte Karls Geburtstag niemals enden.
von Uta Zangemeister
Familienkompass Sachsen: Kraftakt für die Familie

Familienkompass 2020: Anton mit dem Aua im Kopf – Kraftakt für die Familie
Wie geht es Familien in Sachsen? Was bewegt Sie? Wie kinderfreundlich ist Ihre Kommune? Sind die Straßen kindersicher und ausreichend Kita-Plätze vorhanden? Um dies herauszufinden, gibt es die Umfrage zum Familienkompass. Machen Sie jetzt mit! Mit etwas Glück können Sie eine Familienreise an die Ostsee gewinnen.
Eltern-Geständnis

Kinder zu haben ist wundervoll. Meistens. Manchmal braucht man aber auch eine Auszeit oder macht Dinge im Geheimen. Was verbergen Sie vor Ihren Kindern? Schreiben Sie uns: familie@lvz.de
“Sobald ich nach Feierabend zuhause reinkomme stürmen meine beiden Kinder auf mich zu. Noch bevor ich meine Schuhe ausgezogen habe, weiß ich bereits über ihren Tag Bescheid. Das ist toll. Und anstrengend. Gerade an Tagen, an denen es im Job besonders stressig war. Wenn ich ohnehin schon viel zuhören und reden musste, hätte ich gern erstmal eine kurze Auszeit bevor es zuhause weitergeht. An solchen Tagen steige ich auf dem Heimweg eine Station früher aus der Straßenbahn aus und gehe das letzte Stück zu Fuß. Das verschafft mir etwa zehn Minuten. Zehn Minuten zum Durchatmen, zum Runterkommen. Zehn Minuten ganz für mich allein, in völliger Ruhe.” Annika C., Leipzig-Gohlis
Snacktipp: Muffins - Alleskönner für unterwegs

Es gibt sie als fruchtige und herzhafte Variante, sie lassen sich super transportieren und sind noch dazu schnell zubereitet. Für Muffins gibt es viele Argumente – auch jenseits von Schoko-Drops, Glasur und Co. Und so gibt es diese Woche Himbeer-Muffins.
Viel Freude beim Backen und lassen Sie es sich schmecken!
Ihre Patricia Liebling
Zutaten für 6 Muffins:
  • 50 g Frischkäse
  • 1 Ei
  • eine Prise Zimt
  • 2 EL Olivenöl
  • 10 g Zucker
  • 60 g Dinkelmehl
  • 40 g Haferflocken
  • 1 TL Backpulver
  • 125 g TK-Himbeeren
  • eine Prise Chia-Samen
  • 125 g Heidelbeeren
Zubereitung:
Ei, Frischkäse, Zimt, Olivenöl und Zucker mit dem Schneebesen vermengen.
Dinkelmehl, Haferflocken und Backpulver nach und nach zur Frischkäse-Mischung geben und mit dem Rührgerät vermengen.
Himbeeren unterheben.
Muffinblech mit Förmchen auslegen und diese mit dem Teig befüllen.
Muffins für circa 25 Minuten bei 180 Grad Umluft backen.
Zu den abgekühlten Muffins Heidelbeeren reichen.
Kleiner Tipp: Ein Schuss Mineralwasser und etwas mehr Backpulver machen die Muffins noch etwas fluffiger.
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