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LVZ Familie - Hinten kackt die Ente

Liebe Eltern, liebe Großeltern, liebe Leserinnen und Leser, hinten kackt die Ente, das wissen Sie. Wi
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Liebe Eltern, liebe Großeltern, liebe Leserinnen und Leser,
hinten kackt die Ente, das wissen Sie. Wie ich darauf komme? Bald gibt es wieder Zeugnisse. Und Jahr für Jahr imaginiere ich im Juni: Alles wird gut. Am Ende. Aber dort sind wir noch nicht.
Wir, das sind mein alter Ego Angst und ich. Für meinen Sohn (14) sind Noten wie ein Pups – Schall und Rauch. „Wird schon.“ „Sind doch noch vier Jahre bis zum Abi.“ „Keinen Stress. Hast doch schon genug davon.“ „Ist wie beim Training: langsam anfangen und dann steigern.“ „Der Moritz hat es auch geschafft.“… Kurze Sätze gelassen ausgesprochen.
Recht hat er, mein Sohn. Alles hat seine Zeit. Von Anfang an.
„Den kriegen Sie über den Winter“, sagte der Kinderarzt, als er meinen Sohn – ein Frühchen – das erste Mal sah. „Der wird die Spatzen pfeifen lassen“, sagte der Pfarrer bei seiner Taufe. „Der wird Spaß in der Schule haben“, sagte die Amtsärztin bei der Einschulungsuntersuchung mit einem Augenzwinkern. Zuvor hatte sie mit meinem Sohn diskutiert, was braun ist. Sie wollte „Schokolade“ hören. Mein Sohn sagte: „Erde“. Und wissen, was Schildkröten fressen. Mein Sohn fragte: „Wasser- oder Landschildkröten?“
Die Grundschullehrerin, Spezialistin auf dem Gebiet der Förderpädagogik, sagte im Bilanzgespräch am Ende der ersten Klasse: „Ich bin beeindruckt, wie unbeeindruckt dieses Kind mit Erwartungen umgeht und sein Ding macht.“ Dann kam noch: „Cooler Typ.“ „Linkshänder.“ „Wird schon.“ In der dritten Klasse riet die Direktorin: „Kein Druck. Niemand bewirbt sich mit dem Zeugnis der dritten Klasse!“ Am Ende der vierten Klasse sagte die Klassenlehrerin: „Ich bin mir sicher, dass Ihr Sohn sein Potenzial nicht ausschöpft.“ Diesen Satz höre ich seitdem jedes Jahr. Zuhause ist er ein Running Gag. Die Oma setzt dann immer noch einen drauf: „Die Lehrerin meiner Brüder wundert sich bis heute, dass aus ihnen was geworden ist.“ Große Hilfe, die Oma.
Die Moral von der Geschicht? Jeder geht seinen Weg – in seinem eigenen Tempo und Rhythmus. Unabhängig von Noten, Zeugnissen, Beurteilungen. Die Erfahrung habe ich gemacht, meine Mutter, meine beiden Onkel. Jetzt macht sie mein Sohn. Ich vertraue darauf, dass er auch dieses Zeugnis mit einem Lächeln quittiert und seinem inneren Plan folgt. Wenn ich ihn frage, was er mal werden will, sagt er: „glücklich“. Das wünsche ich Ihnen auch. Und Leipzigs Lehrern, die gerade versuchen, das Corona-Schuljahr zu einem versöhnlichen Abschluss zu bringen. Wie, lesen Sie in diesem Artikel.
Herzlichst,
Simone Liss
Redakteurin LVZ Familie

Wochenend-Tipps für Sonnenanbeter und Schattengewächse

Foto: André Kempner
Foto: André Kempner
Es wird heiß! Da schreit es förmlich nach Freibad. In Leipzig laden folgende Bäder zu einer kühlen Erfrischung ein: Ökobad Lindenthal, Sommerbad Kleinzschocher, Kinderfreibecken Robbe, SommerbadSchönefeld, Schreberbad und Sommerbad Südost. Mehr zu Lage, Öffnungszeiten, Eintritt und Ausstattung der einzelnen Bäder finden sich hier.
Foto: freepic.diller / Freepik
Foto: freepic.diller / Freepik
Urlaubsfeeling verspricht der Street Food Markt, der von Freitag bis Sonntag auf dem Gelände der Alten Messe stattfindet. Traditionelle Speisen aus aller Welt können dort mit der Familie und Freunden probiert werden. Außerdem versprechen die Veranstalter eine exklusive Auswahl der angesagtesten Craft Beer Sorten.
Foto: Bessi / Pixabay
Foto: Bessi / Pixabay
Schwimmbad zu laut, Stadt zu voll, und überhaupt ist es viel zu heiß? Dann ab in den Wald. Hier gibt es Ruhe, kühlere Luft und Natur-Erlebnisse – und das alles kostenlos. Stöcke sammeln, Flitzebögen basteln, auf Baumstämmen balancieren, Kleintiere durch die Lupe betrachten, Zelte aus Zweigen bauen, Blumen zum Trocknen sammeln. Sie können Schnitzeljagden veranstalten, mit oder ohne GPS. Es gibt Radwege und Lichtungen für ein Picknick. Stress aus, Erholung an!
Weitere Tipps fürs Wochenende haben wir hier zusammengestellt:
Für jede Familie etwas dabei
Buch-Tipp der Woche

Blick in "Überall Popos", Klett Kinderbuchverlag
Blick in "Überall Popos", Klett Kinderbuchverlag
Annika Leone, Bettina Johansson „Überall Popos“: Glatte und dellige Popos, große und kleine Brüste, ganz verschieden aussehende Scheiden – wie bitte? Ja, genau darum geht es in „Überall Popos“. Photoshop und Insta-Filter sucht man hier vergebens. Lebensnah, liebevoll illustriert und lustig zeigt das Buch Kindern ab vier Jahren, dass Körper keineswegs so aussehen, wie Werbeplakate uns glauben machen wollen. Erzählt wird die Geschichte von Mila, die mit ihren Eltern ins Schwimmbad geht. Die Umkleide, der Whirlpool, das große Becken – alles total aufregend. Und dann verliert ihr Papa beim Sprung vom Dreier auch noch seine Badehose. Ein kurzweiliger Blick auf nackte Tatsachen, ein tolles Mittel gegen Bodyshaming!
von Patricia Liebling
Familienkompass Sachsen: Umzug aufs Land

Eigenheim, Grün und Ruhe: Drei ehemalige „Großstadtpflanzen“ erzählen, welche Vorteile das Landleben hat und weshalb sie teilweise ihre Wohnungen in Leipziger Bestlage aufgegeben haben.
Uns interessiert, wie es Familien in Sachsen geht. Was bewegt Sie? Wie kinderfreundlich ist Ihre Kommune? Sind die Straßen kindersicher und ausreichend Kita-Plätze vorhanden? Um dies herauszufinden, gibt es die Umfrage zum Familienkompass. Machen Sie jetzt mit!
Eltern-Geständnis

Kinder zu haben ist wundervoll. Meistens. Manchmal braucht man aber auch eine Auszeit. Was machen Sie so, wenn Sie den Kanal voll haben? Schreiben Sie uns: familie@lvz.de
„Mein Kind hat noch nie so viel ferngesehen wie während des Corona-Lockdowns. Der Fernseher ist böse, ich weiß. Offiziell haben wir ihn auch nicht so oft genutzt. Offiziell haben wir Bilder mit Fingerfarben gemalt, Kekse gebacken, mit den neuen Handpuppen von Großmutter gespielt und viel gelacht. Idyllisches Familienleben. Leider nein! Die Realität sah anders aus. Nach fünf Minuten landeten die Fingerfarben dank eines Wutanfalls auf dem Wohnzimmerboden, die Handpuppe hat einen Kopf verloren und wir finden heute noch Keksteig an Orten, an denen wir niemals Keksteig erwarten würden. Gerettet hat die Idylle eben nur – der Fernseher, vor dem das Kind sehr häufig sitzen durfte. Häufiger als normal. Aber was war schon normal während des Corona-Lockdowns?“ Judith P., Berlin
Snacktipp: Kartoffelsalat mit Gänseblümchen

Kartoffeln gehen immer. Langweilig muss es deswegen trotzdem nicht werden. Kombiniert mit Rucola und Gänseblümchen bringen sie Abwechslung auf den Teller. Staunende Gesichter der Kids inklusive.
Ein paar warme Tage und schon sprießt der Rucola auf meinem Balkon. Die Blätter sind zart, aber durchaus schmackhaft. Gleichzeitig offenbart ein Blick in den Garten ein wahres Meer aus Gänseblümchen. Eine Idee nimmt ihren Lauf. Und so wandert in dieser Woche Kartoffelsalat (geht immer) in die Vesperdosen der größeren Kids.
Viel Freude beim Nachkochen und lassen Sie es sich schmecken!
Ihre Patricia Liebling
Zutaten:
  • 400 g festkochende Kartoffeln
  • 250 ml Wasser
  • 1 Schalotte
  • 3 EL Balsamico-Essig
  • Salz
  • bunter Pfeffer
  • 1-2 EL Olivenöl
  • Gänseblümchenblüten ohne Stiel
  • Rucola (Menge nach Geschmack)
  • Löwenzahnblüten zur Dekoration
Zubereitung:
Die Kartoffeln kochen bis sie gar, aber nicht zu weich sind. Marinade aus Wasser, Essig, Öl, der klein gehackten Schalotte, Salz und Pfeffer anrühren.
Die warmen Kartoffeln in Scheiben schneiden und in die Marinade legen. Immer mal wieder umrühren, bis die Kartoffeln kalt sind.
Im Anschluss werden die Blüten und der Rucola vorsichtig untergehoben.
Vor dem Servieren den Salat mit Blüten dekorieren.
Hinweis: Solange die Kinder noch so klein sind, dass sie nicht unterscheiden können, welche wild wachsenden Pflanzen essbar sind und welche nicht, sollten Eltern auf die Blüten lieber verzichten.
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