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LVZ Familie - Reisepläne, Heimatkunde und das neue Schuljahr

Liebe Eltern, liebe Großeltern, liebe Leserinnen und Leser, aus! Vorbei! Das Ende naht. Sturmtief Kir
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Liebe Eltern, liebe Großeltern, liebe Leserinnen und Leser,
aus! Vorbei! Das Ende naht. Sturmtief Kirsten stimmte uns am Mittwoch schon mal darauf ein: Der Sommer ist fast vorüber, die Ferienzeit auch. Die Pandemie ist es leider nicht. Sie machte in diesem Jahr alles ein bisschen anders: Wie zuvor schon der Schulunterricht, fand auch der Sommerurlaub häufiger zu Hause statt. Die Stadt und vor allem ihre Parkanlagen und Seeufer wirkten irgendwie voller als sonst in den Sommerferien. Offenbar wurden einige Reisepläne durchkreuzt.
So ging es auch mir und meinem Patenkind. Verreisen? Ja, gern. Aber in die Nähe. Mit möglichst niedrigem Risiko. Und lieber nicht mit dem Flugzeug. Statt Côte d’Azur oder Mallorca haben wir uns also mit Wanderrucksack und Maske Schloss Neuschwanstein und andere Bauvorhaben von König Ludwig II in Bayern angeschaut. Oder wie es die Neunjährige nannte: „Interessant zu sehen, was für eine Meise unser Freund Ludwig hatte“. Heimatkunde kann sie.
Apropos Heimatkunde. Als Leipziger wissen wir es längst: Das Gute liegt so nah! Zum Beispiel in Grünau und Gohlis, die wir in den vergangenen Tagen in unserer Kiez-Serie besucht haben. Und immerhin hat das beginnende Schuljahr auch Wochenenden – was man da so anstellen kann, hat meine Kollegin in den Wochenend-Tipps weiter unten zusammengestellt.
Zuhause ist es eben immer noch am schönsten. Und genau deswegen gehört ein bisschen Heimweh auch zum Reisen. Meine Mama hier, mein Papa da und beim Anblick des Alpsees entwich dem Patenkind ein tiefer, sehnsüchtiger Seufzer: „Das Blau würde meiner Mama gefallen.“ An dieser Stelle, liebe Eltern, möchte ich einen heißen Tipp ausschreiben: Lassen Sie Ihr Kind ruhig mal mit Freunden und Verwandten in die Ferien fahren und sich berichten, wie liebevoll Ihr Sprössling von Ihnen spricht, wenn Sie nicht da sind. Ab Montag sind es ja nur noch 287 Tage bis zu den nächsten Sommerferien.
Starten Sie gut ins neue Schuljahr, trotz allem! Dafür wünsche ich Ihnen und Ihren Schulkindern viel Geduld, noch mehr Humor und richtig starke Nerven.
Herzlichst
Ihre Juliane Groh
Redakteurin LVZ Familie

Zuckertütenbaum im Leipziger Zoo (Archivbild). Foto: André Kempner
Zuckertütenbaum im Leipziger Zoo (Archivbild). Foto: André Kempner
Wochenend-Tipps mit Fledermäusen, Kultur im Freien und natürlich Zuckertüten

Fledermäusen auf der Spur:
Große und kleine Fledermaus-Fans kommen am Freitagabend von 19 bis 22 Uhr bei der Batnight 2020 auf ihre Kosten. Der NABU Leipzig lädt zur Fledermausbeobachtung auf den Friedhof Sellerhausen (Riesaer Straße 1) ein und informiert über die gefährdeten lautlosen Jäger der Nacht. Neben einem Vortrag über heimische Fledermäuse gibt es verschiedene Informationspunkte auf dem Friedhofsgelände mit Fledermausexperten. Nach Sonnenuntergang können Besucher gemeinsam mit den NABU-Experten versuchen, die Fledermäuse auf dem Friedhofsgelände zu beobachten und ihre Ultraschallrufe zu belauschen.
Musik im Garten:
Bei der Open-Air-Konzertreihe „Summertime – Musik im Garten“ verzaubert am Sonntag das Kainos String Trio die Besucher des Botanischen Gartens in Leipzig mit Violine, Bratsche und Cello. Gespielt werden Werke von Klassik bis Unterhaltungsmusik. Beginn ist 15 Uhr. Das Konzerterlebnis sollte unbedingt mit einem Rundgang durch den Botanischen Garten vorher oder hinterher verbunden werden. Das Konzert ist kostenlos, die Musiker und der Förderkreis des Botanischen Gartens freuen sich aber über Spenden.
Zuckertüten, Gratiseis und freier Eintritt:
Der Zoo Leipzig lädt am Samstag und Sonntag zu den Schulanfängertagen ein. Es gibt einen Zuckertütenbaum und Gratiseis für alle Abc-Schützen. Um 15 und 17 Uhr zeigt das Puppentheater Sternthaler tierische Geschichten. Für die Schulanfänger ist der Zoo-Eintritt kostenlos. Für einen garantierten Zoobesuch am gewünschten Tag sollte man sich am besten vorher Online-Tickets kaufen.
Im Freizeit-Newsletter der LVZ “Frische Luft” erhalten Sie weitere Empfehlungen für Ausflüge, Radtouren, Restaurants und mehr in Leipzig und der Region.
Buch-Tipp der Woche

Blick in das „Herbst-Wörter-Wimmelbuch", Verlag Gerstenberg
Blick in das „Herbst-Wörter-Wimmelbuch", Verlag Gerstenberg
Rotraut Susanne Berners „Herbst-Wörter-Wimmelbuch“: Drachen steigen lassen, während bunte Blätter durch die Luft wirbeln und Kinder mit ihren selbstgebastelten Laternen durch die Nachbarschaft ziehen. Der Herbst hat einiges zu bieten. Was alles, lässt sich in diesem wunderbaren Wimmelbuch entdecken. Für Begeisterung sorgt bei der Dreijährigen der kleine Papagei Niko, der seinem Besitzer aus dem Käfig entwischt ist und nun per Plakat gesucht wird. In jedem der sieben Wimmelbilder des Buches versteckt er sich an einem anderen Platz. Wer hat Niko zuerst entdeckt? Das Kind ist in der Regel schneller. Eine schöne Idee für den Spracherwerb ist das kleine Wörterbuch am Fuß jeder Seite. Das Wimmelbuch gibt es übrigens auch für die anderen Jahreszeiten und für die Nacht. Mit „Wimmlingen bei Tag und Nacht“ ist im Januar übrigens auch ein Sammelband des Klassikers mit allen Geschichten herausgekommen. Altersempfehlung: 2 bis 4 Jahre
Von Uta Zangemeister
Familie im Kiez: Gohlis und Grünau

Das bietet Gohlis für Familien: Märchenhaftes und Verspieltes für Familien
Das bietet Grünau für Familien: Kulki, Kreatives und Kletterfelsen
Leipzigs schönste Urlaubsfotos - bis 30.8. mitmachen

Wir suchen Leipzigs beste Urlaubsfotos - LVZ-Aktion mit Gewinnspiel
Eltern-Geständnis: Der Saugroboter

Wenn ich mal eine Minute Ruhe vor meinem Sohn brauche – an so richtig fordernden Tagen – dann schalte ich den Saugroboter ein. Vor dem hat er großen Respekt und verzieht sich lieber in ein anderes Zimmer. Das gibt mir die Chance, mal kurz durchzuschnaufen und neue Kraft zu schöpfen. Und wenn es nur für eine Minute ist. Kim F., Leipzig-Schönau
Kinder zu haben ist wundervoll. Meistens. Manchmal braucht man aber auch eine Auszeit oder macht Dinge im Geheimen. Hin und wieder macht oder sagt man auch Sachen, die man als Mutter oder Vater eigentlich vermeiden wollte, die ein wenig fies sind oder nicht der Wahrheit entsprechen. Geht es Ihnen auch so? Erzählen Sie uns davon, gerne auch unter Pseudonym: familie@lvz.de
Vatertag: So lieb, so zart, so schrecklich brutal

Grafik: Anne Bittner / Foto: Michael Bomke
Grafik: Anne Bittner / Foto: Michael Bomke
Kinder können radikal ehrlich sein und niemand nimmt es ihnen übel. Bei Erwachsenen sieht das anders aus. Warum Notlügen dennoch sinnvoll sind und welche kindliche Fähigkeit sich unser Kolumnist wünscht – darum geht es im nächsten Teil der Kolumne „Vatertag“.
„Entdecke das Kind in dir“, lese ich im Netz. „Kinder sind die besseren Menschen“, heißt es in den Ratgebern. Die Wahrheit ist aber: Wenn ich heute entscheiden würde, wieder zu leben wie damals als Kind, wäre ich spätestens nach dem Wochenende Frau, Freunde und Familie los. Und das wohl zu Recht.
Radikale Ehrlichkeit kommt unter Erwachsenen einfach nicht so gut an. Bei Kindern lässt man sie vielleicht nicht ohne Widerspruch durchgehen, aber böse kann man ihnen auch nicht sein. Sie sind immer so engelsgleich, bevor sie einem die kalte Schulter zeigen.
Auch unsere Tochter kann mit Zuckerbrot und Peitsche ganz gut umgehen. Faustregel: Wer Zeit fürs Spielen und Sich-Kümmern hat, bekommt ein psychologisches Leckerli. Der andere wird ignoriert oder aus dem Zimmer geschickt, mit anderen Worten: Er oder sie ist es nicht Wert, Zeit mit der „besonderen Königin“ (Eigenbezeichnung) zu verbringen. Es freut mich sehr, dass zumindest die Entwicklung ihres Selbstbewusstseins schon abgeschlossen zu sein scheint. Bleibt mehr Zeit für anderes.
„Radikale Ehrlichkeit“ ist zugleich der Name eines Konzepts des US-amerikanischen Psychotherapeuten Brad Blanton. Statt manipulativ und verlogen, soll man wieder so direkt sein wie ein Kind. Natürlich klingt das in dieser Verkürzung sympathisch. Und es tut ja wirklich gut, einmal genau darüber nachzudenken, wie oft wir Erwachsene sarkastisch oder gar zynisch durchs Leben gehen. Wie oft wir anderen Menschen wirklich ohne Vorurteil gegenübertreten. Wie oft wir das, was wir eigentlich ausdrücken möchten, hinter Floskeln und kleinen Notlügen verstecken.
Aber: Gerade diese sind oft Zeichen der Rücksichtnahme untereinander. Ich finde, dass wir heutzutage mehr Rücksicht bräuchten. So radikal ehrlich zu sein, wie es Blanton vorschlägt, klingt für mich berechnend und kalt – und gerade das sind Kinder gemeinhin nicht.
Es klingt auch nach einem Leben ohne Geheimnisse. Wenn ich schon das Kind in mir entdecken soll, dann wähle ich eher die Fähigkeit, sich immer wieder überraschen und begeistern zu lassen. Zum Beispiel von den bunten Dingen, die meine Tochter in ihren kleinen Schachteln hortet: zauberhafte Geheimnisse.
Von Christopher Resch
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