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LVZ Familie - (Un-)Freiwillig kinderlos

Liebe Eltern, liebe Großeltern, liebe Leserinnen und Leser, jetzt kann ich es Ihnen ja sagen: Ich hab
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Liebe Eltern, liebe Großeltern, liebe Leserinnen und Leser,
jetzt kann ich es Ihnen ja sagen: Ich habe gar keine Kinder. Wollte ich auch nie. Ich bin, was man einen Frühentscheider nennt – mir war schon als Teenager klar, dass ich selbst mal keinen Nachwuchs haben möchte.
Und doch sind Kinder in meinem Leben sehr präsent. Zum einen, weil sich ausgerechnet in meinem Freundeskreis die allerbesten Kinder versammeln und wir uns wirklich mögen. Weil Kinder grundsätzlich die lustigsten und kreativsten Gesprächspartner sind. Weil ich Kindern so schön viel Blödsinn beibringen kann – und sie mich andersrum genau so vieles lehren. Und weil kleine Menschen auf ihre ganz eigene Art die Erwachsenenwelt bereichern, auch meine.
Zum anderen, weil Frauen eben einfach auf dieses Thema angesprochen werden. Gern auch von völlig Fremden. Für die meisten Menschen in meinem Alter ist das eben ein wichtiger Teil des Lebens. Die kleinsten gemeinsamen Nenner unter Mittdreißigern sind Wetter und Kinder.
Und was man so alles hört! „Fehlt Ihnen da nichts im Leben?“, fragt die Ärztin bei der Blutentnahme. „Das bereuen Sie doch im Alter“, sagt die eigentlich nette ältere Dame im Zug. „Warten Sie mal ab, das überlegen Sie sich noch anders.“ „Möchtest du dich denn nicht weiterentwickeln?“ Die Antwort ist übrigens immer höflich nein – und ja, manchmal nervt das alles.
Dann denke ich oft: Wenn es mich schon nervt, ich aber vollkommen freiwillig und gern kinderlos lebe – wie fühlt sich das konstante Meinungs-Maschinengewehrfeuer wohl für Menschen an, die sich Kinder wünschen, aber keine bekommen können? Ein unerfüllter Kinderwunsch, wie hart muss das sein.
Dr. Jens-Peter Reiher kennt die Verzweiflung und die Hoffnung, mit denen vor allem Paare zu ihm ins Kinderwunschzentrum Leipzig kommen. Mit ihm und mit Frauen aus Leipzig habe ich mich über die Möglichkeiten und vor allem die Hürden bei der künstlichen Befruchtung unterhalten. Das erste Ergebnis dieser bewegenden Gespräche können Sie hier lesen.
Denn letztendlich spielen Kinder für jeden Erwachsenen in unserer Gesellschaft eine Rolle – mal als Nebendarsteller, mal als Superstar und mal als sehnsüchtiger Wunsch im Leben.
Für Sie, liebe Eltern, Großeltern und Ihre kleinen „sehnsüchtigen Wünsche“ haben meine Kolleginnen und Kollegen auch in dieser Woche wieder jede Menge Tipps, Tricks und Lesestoff. Viel Vergnügen! 
Herzlichst
Ihre Juliane Groh
Redakteurin LVZ Familie

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Wochenend-Tipps: Klavier spielen, trödeln und Feste feiern

Impression von den Tastentagen 2019. Foto: Patrick Seifried
Impression von den Tastentagen 2019. Foto: Patrick Seifried
An diesem Wochenende ist die letzte Gelegenheit die Leipziger Tastentage 2020 zu besuchen: Seit 29. August stehen im Leipziger Westen zehn Klaviere unter freiem Himmel. Zwischen 10 und 19 Uhr können sich Interessierte an die Instrumente setzen, selbst musizieren, jammen und lauschen. Außerdem gibt es ein buntes Programm: Am Freitag ab 16 Uhr bringt die Musikschule Johann Sebastian Bach an der Station „Kita am Kirschberg“ Klassik, Romantik und Filmmusik zu Gehör. Am Samstag ab 16 Uhr gastiert Mr. Pianoman, Thomas Krüger, bei den Leipziger Tastentagen an der Station „Amphitheater“ in der Alten Salzstraße 64. Am Sonntag ab 15 Uhr steigt das große Abschlusskonzert mit vielen verschiedenen Klaviergästen im Kolonnadengarten, nahe der Alten Salzstraße 133. Der Eintritt ist frei, Besucher sollten sich eine Decke mitbringen.
Stadtteilfest im Leipziger Osten
Ein Stadtteilfest mit abwechslungsreichem Programm für alle Altersklassen findet von Freitag bis Samstag jeweils ab 14 Uhr entlang des Spielplatzes Mariannen-/Ecke Elisabethstraße in Volkmarsdorf und dem Raum davor statt. Es warten Workshops, Konzerte, Gesprächsforen, Performances und kreative Mitmachangebote. Anwohner und Interessierte sind eingeladen, sich an der Gestaltung und Entwicklung des Stadtteilparks „East Park“ zu beteiligen.
Trödeln an der Rennbahn
Es darf getrödelt und auf Schatzsuche gegangen werden: Auf der Galopprennbahn am Scheibenholz findet am Samstag und Sonntag jeweils von 11 bis 17 Uhr ein Antik-, Trödel- und Kreativmarkt statt. Der Eintritt kostet zwei Euro. Kinder und Jugendliche bis 17 Jahre zahlen nichts.
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Buch-Tipp der Woche: Bist Du meine Mama?

Blick in "Bist du meine Mama?", Verlagsgruppe Oetinger
Blick in "Bist du meine Mama?", Verlagsgruppe Oetinger
Christiane HansenSandra Grimm: „Bist du meine Mama?“: Ein kleines Küken schlüpft aus dem Ei. Doch huch, wo ist seine Mama? Zunächst alleine macht es sich auf die Suche und fragt hoffnungsvoll jedes Tier, das es unterwegs trifft: „Bist du meine Mama?“ „Quak“, der Frosch ist es nicht. „Muh“, die Kuh ebenso wenig, und auch nicht - „Miau“ - die Katze. Unterwegs schließen sich immer mehr Tiere der Suche an… Das liebevoll gestaltete Kinderbuch nimmt schon die Kleinsten mit auf eine spannende Reise durch die Welt der Tierlaute. Nach und nach lernen die Kinder immer mehr Tiere kennen, die sich hinter Überraschungsklappen verbergen. Konsequente Wiederholungen einzelner Textpassagen sorgen dafür, dass aus dem reinen Vorlesen schnell ein gemeinschaftliches Mitmach-Vergnügen wird. Für meinen Sohn und mich gehörte es lange, lange zum abendlichen Einschlafritual dazu. Altersempfehlung: ab 18 Monate
Von Annett Riedel
Wenn Sie oder Ihre Kinder auch eine Buchempfehlung für unsere Leser haben, schreiben Sie uns an familie@lvz.de.
Familie im Kiez: Lößnig und Plagwitz

Zwischen Rundling und Plattenbauten liegt grüne Idylle – das bietet Lößnig für Familien
Trubel, Spielräume und Rückzugsorte – das bietet Plagwitz für Familien
Vatertag: Wenn Papa die Flinte anlegt ...

Grafik: Anne Bittner; Foto: Michael Bomke
Grafik: Anne Bittner; Foto: Michael Bomke
Es war einmal in einem Leipziger Gärtchen: ein Mädchen, ihre Freundin und ein etwas außer Form geratener Papa. Das Mädchen und die Freundin wollten spielen, natürlich wollten sie das, und der Papa war zu langsam, um schnell zu verschwinden, also durfte er mitspielen. „Wir spielen Rotkäppchen!“, wurde lautstark gefordert, und der Papa fügte sich in sein Schicksal.
Märchen also. Erstmal durchatmen.
Mein Verhältnis zu Märchen ist ambivalent. Ich war nie nachhaltig beeindruckt von all den Grimm‘schen Storys über forsche Froschkönige, Taler sammelnde Waisenkinder oder Kater mit unangemessen großen Stiefeln. Meine kindliche Neunmalklugheit sorgte wohl dafür, dass ich von der offensichtlichen Realitätsferne – sprechende Tiere! – zu schnell gelangweilt war. Schade eigentlich. Denn wenn heute die Tochter plötzlich Rotkäppchen und der Wolf spielen möchte, weiß ich eigentlich nie genau, was ich zu tun habe.
„Papa, du bist der Jäger!“ – „Äh, ja klar“, sage ich, lege die imaginäre Flinte an und warte auf den Wolf. Selbst bei großzügiger Auslegung des historisch zugrundeliegenden Textes ist das wohl ganz einfach falsch, wie ich an den tadelnden Blicken meiner Tochter sehe.
Dasselbe bei Hänsel und Krötel (sie sagt bis heute immer „Krötel“, was ich so schön finde, dass ich sie nie verbessern werde). „Papa, du bist Krötel!“ Daraufhin ich, vorsichtig: „Knusper, knusper, knäuschen…?“ Tadelnde Blicke der Tochter.
Oder bei den Bremer Stadtmusikanten, wenn ich auf die Frage, welches Tier ich spielen möchte, „das Schwein“ sage. Tadelnde Blicke der Tochter.
Möglicherweise habe ich einfach keinen Sinn für Märchen. Ich habe allerdings ein kleines Geheimnis, von dem bisher kaum jemand weiß. Und das geht so: Als wir damals in einem Leipziger Gärtchen Rotkäppchen spielten, war ich der böse Wolf. Diese Rolle habe ich wohl so mitreißend gespielt, mit fiesem Fauchen und Fressen, dass meine Tochter etwas später zu mir kam, ihre Hand in meine schob und sagte: „Papa, du sollst nie mehr den Wolf spielen.“ Und ich drückte ihre kleine, warme Hand und sagte: „Nie mehr.“
Und wenn ich mich dafür auf ewig als Märchen-Missversteher outen muss.
Von Christopher Resch
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Die Pausenfüßlerin
Wir haben ein Spielzimmer. In diesem Zimmer steht eine Schlafcouch. Manchmal essen die Kinder was Süßes. Heute musste ich seit Jahren das erste mal die Couch wieder ausziehen. 🙈 https://t.co/AtgjIXcKX0
𝙉𝙞𝙘𝙤 𝙇𝙪𝙢𝙢𝙖
„Alter, ich habe meine Hausaufgaben gemacht! Chillax!“ - K3, 8 Jahre, erläutert, warum sie nicht sofort reagieren konnte, als ich sie rief.
Landvogt von SimCity
Highlight am gestrigen Elternabend war der Papa, der am Ende, nach 90 Minuten, draufgekommen ist, das er in der falschen Klasse sitzt.

#elternabendfail
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