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Mama auf Entzug

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Liebe Eltern, liebe Großeltern, liebe Leserinnen und Leser,
ich bin auf Entzug: Vor genau zwei Wochen habe ich zum letzten Mal eine Zigarette geraucht. In der Vergangenheit hatte ich bereits mehrfach die berüchtigte letzte Zigarette geraucht – die doch bloß nie die letzte war. Am 15. April habe ich dann „einfach“ aufgehört. Obwohl die Schachtel nicht einmal leer war. Wobei, einfach war das Aufhören nicht wirklich.
Nach ein paar Stunden setzten Entzugserscheinungen ein. Ich habe wohl nie so oft und so sehnsüchtig ans Rauchen gedacht. Das Verlangen nach dem Glimmstängel ist noch da. Oft kaum, aber manchmal plötzlich unerwartet stark. Vor allem in Situationen, in denen ich meistens geraucht habe. Aber nein, ich bleibe standhaft.
Die nicht geleerte Zigarettenschachtel steckt nach wie vor in meiner Jackentasche. Ich könnte also, aber ich tue es nicht. Langsam bin ich auch ein wenig stolz auf mich. Und das möchte ich mir nicht nehmen.
Bei der Rauchentwöhnung hilft mir auch eine kostenfreie App auf meinem Smartphone. Dort werden mir gesundheitliche Vorteile angezeigt, die ich bereits merke. Normalisierter Puls, verbesserte Atmung, weniger Schnaufen beim Treppensteigen. Dass der Geschmacks- und Geruchssinn ebenfalls deutlich besser werden sollte, konnte ich mir nicht vorstellen. Bis ich neulich an einer Gänseblümchenwiese vorbeilief. Wie das duftete!
Ein weiteres Plus, das sich sofort bemerkbar macht: nicht verqualmtes Geld. Meine Ersparnis führt mir besagte App auch vor Augen und ich sage Ihnen: Nicht mehr zu rauchen zahlt sich aus.
Noch ein Vorteil: Zeit, die ich sonst mit dem Rauchen verbracht habe, kann ich nun anders nutzen. Momentan muss ich die hinzugewonnene Freizeit auch unbedingt mit einer Aufgabe füllen, sonst meldet sich schnell das Rauchverlangen. Also habe ich mit einem großen Frühjahrsputz begonnen. Als nach ein paar Stunden alles blitzte und blinkte, war das schon ein sehr schönes Gefühl. Und anscheinend ansteckend: Meine Tochter brachte unaufgefordert ihr Zimmer auf Vordermann.
Sie ist es auch, die mich darin bestärkt, nicht wieder zu rauchen. Dieses ungesunde Verhalten bemängelte sie schon lange, legte mir immer wieder ernst ihre Sorgen um meine Gesundheit dar oder machte genervte Bemerkungen wie „Rauchst du schon wieder?! Bäh, das stinkt echt.“ Zugegeben, das fand ich manchmal echt nervig – auch wenn meine Tochter absolut recht hatte. Umso schöner, dass dies alles nun der Vergangenheit angehört.
Herzlichst
Ihre Susanne Reinhardt
Redakteurin LVZ Familie
 
P.S.: Falls Sie früher geraucht haben, würde ich mich sehr über Tipps freuen, wie Ihnen das Aufhören gelungen ist. Falls Sie rauchen und aufhören möchten oder es wie ich gerade versuchen, lassen Sie uns doch ins Gespräch kommen. Vielleicht können wir uns gegenseitig motivieren. Ich freue mich auf Nachrichten von Ihnen.

Foto: Couleur/Pixabay
Foto: Couleur/Pixabay
Wochenend-Tipps

Kreatives für Kinder: Ein Blumentöpfchen aus einem Tetrapak? Wie das geht, zeigt das Restlos-Team aus dem Mütterzentrum Leipzig am Freitag von 10 bis 11 Uhr. Der Online-Kurs ist kostenfrei und für Kinder ab 10 Jahre geeignet. Zur Anmeldung schicken die Eltern bitte eine E-Mail.
Ratgeber-Show: Können Fliegenpilze fliegen? Und warum heißt es Wasserhahn statt Wasserhenne? Diese und andere Kinderfragen beantworten Prof. h. c. Allwissend und Prof. cult. Schlau-Meier auf witzige Art und Weise in der digitalen Ratgeber-Show „Kinder fragen – Experten antworten“. Als Mitwirkende agieren Brian Völkner, Jens Eulenberger und Peter Treuner vom Kabarett „Academixer“. Start der Live-Sendung aus dem Budde-Haus ist Freitag um 19 Uhr. Der Eintritt ist frei.
Familienkonzert: Das aufgeweckte, keinesfalls verschlafene Ensemble „LaLeLu“ singt zum diesjährigen Festival „a cappella“ am Sonntag ab 15 Uhr. Freuen Sie sich auf ein fröhliches Familienkonzert aus dem Schauspiel Leipzig! Hier geht es zum kostenlosen Live-Stream!
Für die Jüngsten: Das Theater der Jungen Welt zeigt von Freitag bis Sonntag, jeweils 15 Uhr, das Stück „Gordon und Tapir“. Die beiden sind wie Tag und Nacht. Trotzdem sind Gordon und Tapir die allerbesten Freunde und nicht nur das – sie wohnen auch zusammen. Doch plötzlich kriselt es im WG-Alltag. Geeignet für Kinder ab 4 Jahre. Die Inszenierung ist als Video-Stream 24 Stunden verfügbar. Tickets gibt es hier.
Buch-Tipp

Blick ins Buch „Groß und Klein gesellt sich gern“, erschienen im Leipziger Verlag St. Benno
Blick ins Buch „Groß und Klein gesellt sich gern“, erschienen im Leipziger Verlag St. Benno
Heike Wendler: „Groß und Klein gesellt sich gern. Von Kindern & ihren besten Freunden“: Wer auf der Suche ist nach einem Buch mit herzergreifenden Geschichten, die einen zum Lächeln bringen, der muss einfach nach „Groß und Klein gesellt sich gern“ greifen. Meine Tochter hat dieses Buch verschlungen, weil es zum einen kurze Geschichten sind – kleiner Lesemuffel. Zum anderen deswegen, weil die Geschichten sie an genau das erinnern, was sie selbst erlebt hat: Glück und Spaß, Freundschaft und Vertrauen. Denn im Buch geht es um die besondere Bindung zwischen Kind und Hund. Als meine Tochter klein war, hatten wir eine Belgische Schäferhündin – Biggi – und meine Tochter hat sie abgöttisch geliebt. Sie lief ihr mit offen Armen entgegen und vergrub so manches Mal ihren Kopf und ihre kleinen Hände im warmen Fell der Hündin. Sie las ihr Geschichten vor und zeigte ihr Bilder aus Büchern, während Biggi aufmerksam neben ihr saß und zuhörte. Ich erinnere mich daran, dass meine Tochter ihr liebend gern Tricks beibrachte und statt einem Leckerli immer gleich vier auf einmal als Belohnung gab. Es sind eben solche Erinnerungen, die man als Hundebesitzer in diesem Buch wiederfindet. Erinnerungen, an die man gern zurückdenkt. Und das Tolle: Alle Erzählungen des handlichen 48-Seiten-Buchs sind als liebevolle Bildgeschichten mit zahlreichen berührenden Fotos der beschriebenen Hunde und ihrer jungen Spielgefährten gestaltet. Das Buch ist ein wunderbares Geschenk für große und kleine Hundeliebhaber.
Von Nannette Hoffmann
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