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Perfektion wird überbewertet

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Liebe Eltern, liebe Großeltern, liebe Leserinnen und Leser,
kennen Sie das auch – dieses Bild der perfekten Mutter? Gestylt und mit sauberem, gut gelauntem Kind auf dem Arm öffnet sie die Tür, während aus der aufgeräumten, sauberen Küche der Duft eines gesunden Drei-Gänge-Menüs herüberweht. Genauso sieht wohl die Realität vieler Familien aus. Nicht.
Stattdessen: Schreiende Kleinkinder, die das Essen im Gesicht und auf dem Boden verteilt haben. Küchen, in denen sich das Geschirr stapelt. Mütter mit Augenringen und mühevoll in Form gebrachter Frisur. Und über all dem schwebt der Druck, alles perfekt machen zu wollen und damit den Erwartungen anderer gerecht zu werden. Was soll das eigentlich? Und warum belastet das vor allem Frauen?
Sollten wir dieses Streben nach Perfektionismus vielleicht einfach aus unserem Alltag streichen? Wird wohl kaum die Perfektions-Polizei anklingeln. Und wenn wir das Perfekt-Sein als erstrebenswert erachten: Wer sorgt dann dafür? Der Mann, die Frau, das Paar gemeinsam?
Obwohl viele Paare eine gleichberechtigte Elternschaft anstreben, bleibt sie für viele doch eine Utopie. Häufig verfallen Paare in die traditionelle Rollenaufteilung.
Ich persönlich sage ja: Jeder, wie er möchte. Frau kümmert sich um Haushalt und Kind, während der Mann für die finanzielle Versorgung zuständig ist? Wer damit glücklich ist, soll das doch bitte so machen. Wer so lebt, sich aber Veränderung wünscht, dem lege ich das Interview „Die Perfektion wird zu kurz kommen“ meiner RND-Kollegin Leonie Schulte ans Herz. Darin erklärt Autorin Isabel Robles Salgado, wie sich ein Ausweg finden lässt. Wie sich die Veränderung anstoßen lässt und wie man Erbsenzählerei und die Nörgelfalle vermeidet – auf all diese Fragen gibt es hier Antworten.
Kleiner Tipp für den Anfang: Bestellen Sie sich heute Abend eine Pizza, nicht jeden Tag muss frisch und ausgewogen gekocht werden. Außerdem spart man dabei auch Abwasch.
In diesem Sinne: Stressen Sie sich nicht unnötig, bleiben Sie entspannt und vor allem gesund. Denn das ist es doch eigentlich, was – nicht nur aktuell – zählt.
Ihre Patricia Liebling,
Redakteurin LVZ Familie

Tief durchatmen hilft meistens, das große Ganze zu sehen. Foto: Good Studio/Adobe Stock
Tief durchatmen hilft meistens, das große Ganze zu sehen. Foto: Good Studio/Adobe Stock
Wochenend-Tipps

Theaternachwuchs: Im Schauspiel Leipzig ist am Freitag und Sonnabend, jeweils ab 20 Uhr, im Online-Stream die Produktion des Theaterjugendclubs „Einige Nachrichten an das All“ zu sehen. Zu den Tickets und zum Stream, der 24 Stunden verfügbar ist, geht’s hier.
Digitales Abenteuer: Frederick und seine Mäusefreunde entdecken eine große grüne Gartentonne voller überraschender Abenteuer. Das Theater der Jungen Welt lädt Kinder ab 3 Jahre am Freitag, Sonnabend und Sonntag, jeweils 17 Uhr, zur digital-interaktiven Mäusegeschichte „Frederick“ ein. Karten gibt es hier.
Bewegung und Basteln: Der Anker Leipzig hat im Rahmen seines Osterferienprogramms am Freitag gleich mehrere Angebote für Kinder und Jugendliche. Von 15 bis 17 Uhr findet ein Breakdance-Workshop statt, von 17 bis 18.30 Uhr ein Workshop in Taekwondo. Beides natürlich digital via Zoom. Den Link zum kostenlosen Angebot gibt es nach der Anmeldung per E-Mail oder telefonisch unter 0341 9128327. Wer eine Vase mit Schnippelbildern gestalten möchte, kann sich das Material inklusive Anleitung am Freitag zwischen 16 und 18 Uhr am Anker abholen (Unkostenbeitrag: 3 Euro).
Buch-Tipp der Woche

Cover des Buches „Rosalein Schmetterschwein will fliegen“, erschienen im Verlag Sauerländer
Cover des Buches „Rosalein Schmetterschwein will fliegen“, erschienen im Verlag Sauerländer
Steffi Hahn (Autorin), Wiebke Rauers (Illustratorin): „Rosalein Schmetterschwein will fliegen“: Rosa, mit Ringelschwanz und etwas klein – das ist Rosalein. Und das kleine Schweinchen hat einen Traum. Rosalein will fliegen, hoch oben am Himmel. Doch wie soll das gehen, so ohne Flügel? Aber Rosalein gibt nicht auf und übt zielstrebig weiter. Ihr bester Freund Bo, der Schmetterling, glaubt fest an sie. Gemeinsam und mit einem Schuss Magie wird das kleine Wunder wahr! Kinder ab vier Jahre begleiten Rosalein auf ihrer Reise durch dieses kunterbunte Bilderbuch voll niedlicher Zeichnungen und kurzer, gereimter Texte. Willenskraft, Mut, Freundschaft und magische Wunder – ein Buch mit Botschaft und magischem Happy End.
Von Patricia Liebling
Wenn Sie oder Ihre Kinder auch eine Buchempfehlung für unsere Leserinnen und Leser haben, schreiben Sie uns an familie@lvz.de.
Das Beste für Familien aus LVZ und RND

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Loewin im Hasenpelz
Der Mann hat gefüllte Paprika mit Reis gekocht und fragt Sohn(18) nach seiner Meinung.
Der probiert und lässt sich Zeit.
Dann: "Der Pommes-Anteil ist zu gering."
Barbara Blaha
Die treffendsten Kinderteller-Namen gibt es beim vietnamesischen Restaurant. https://t.co/rhSu6a8KSy
Foffy
Es gab Knoblauchspaghetti zum Abendessen und die 6j hat mir gerade eine FFP2-Maske gebracht, weil sie mit mir kuscheln will.
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