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Sachsens Schulen fehlen die Lehrkräfte

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Liebe Eltern, liebe Großeltern, liebe Leserinnen und Leser,
noch genießen die Schülerinnen und Schüler im Freistaat ihre wohlverdienten Osterferien, während ihre Lehrerinnen und Lehrer bereits die kommenden Schulwochen vorbereiten. Nächste Woche klingelt es wieder zum Unterricht. So mancher Klassenraum wird dann aber leer bleiben. Fachlehrermangel, Überbelastung, in der Folge Unterrichtsausfall – Sachsens Schulen haben ein komplexes Problem mit ihrem Personal.
Mein elfjähriges Patenkind findet es ja überhaupt nicht so schlimm, wenn vor allem Mathe und Sport öfter mal ausfallen… Wenn sie aber später ratlos vor Aufgaben laut Lehrplan steht und sagen muss: „Das habe ich wirklich noch nie gehört“, dann wird es schnell mal unangenehm. Denn häufiger Unterrichtsausfall bedeutet, dass ein Lehrplan für die Klassenstufe wahrscheinlich nicht geschafft wird, die Wissensinhalte also nicht ausreichend vermittelt werden können. Kommt uns durch die anhaltende Extremsituation in der Corona-Pandemie schon bekannt vor.
Am Leipziger Kant-Gymnasium hat der Elternrat in der vergangenen Woche zum Austausch mit Bildungspolitikerinnen eingeladen, um den Ursachen für den eklatanten Lehrermangel in Sachsen auf den Grund zu gehen, wie mein Kollege Jens Rometsch berichtet. Das „Riesenproblem“, wie es Schülerin Victoria auf den Punkt bringt, wird sich absehbar noch verschärfen – wenn zahlreiche Lehrerinnen und Lehrer in den Ruhestand gehen, zeitgleich aber immer mehr Schülerinnen und Schüler in die weiterführenden Schulen kommen.
Ganz sicher wird es hier vieler verschiedener Lösungsansätze aus vielen Richtungen bedürfen. Einer davon ist es, Anreize für junge Menschen zu schaffen, den Lehrerberuf zu ergreifen. Denn machen wir uns nichts vor: Selbst unter besten Bedingungen ist Lehren ein verdammt anstrengender Job – mit den zusätzlichen Aufgaben, die Folgen der Pandemie und des anhaltenden Lehrermangels zu kompensieren, klingt er derzeit nicht reizender. Immerhin, seit Februar 2022 fährt Sachsen eine Werbekampagne für den Beruf, die sich an Abiturientinnen und Abiturienten richtet. Das ist natürlich erst mal nur ein Pflaster – aber ein dringend nötiges.
Bei allen Belastungen ist das Lehrersein eine echte Bereicherung – nicht nur für die engagierten Pädagoginnen und Pädagogen selbst, sondern vor allem für „ihre“ Kinder. Wenn Sie an Ihre eigene Schulzeit zurückdenken, fällt Ihnen mit Sicherheit jemand aus dem Lehrerzimmer ein, der eine bleibende Erinnerung hinterlassen hat, der Ihnen etwas Wesentliches für das ganze Leben beigebracht hat, der in Ihnen vielleicht ein besonderes Interesse geweckt hat. Bei mir waren es Englisch- und Deutschlehrende, die meine anhaltende Begeisterung für Literatur und Sprache entfacht haben – wofür ich bis heute sehr dankbar bin.
Das können Lehrerinnen und Lehrer nämlich auch. Wir brauchen sie. An den Schulen und in der gesamten Gesellschaft. Bringen wir ihnen also auf allen Ebenen die Wertschätzung entgegen, die sie verdienen.
Herzliche Grüße,
Juliane Groh
Redakteurin LVZ Familie

Wochenend-Tipps

„Alle Augen zugemacht, wir schlafen jetzt die ganze Nacht.“ Die meisten Kinder wissen bei diesem Satz, was nun folgt. Ebenso die Eltern, die mit den Kleinen regelmäßig „Das Sandmännchen“ anschauen. „Wwwwas ist denn?“, fragt in gewohnter Weise Erdmännchen Henry seinen Bruder Jan. „Hör doch mal, dieses Geräusch“ und „Ich glaube, ich weiß, was das ist“ sind dann der Startschuss in ein detektivisches Abenteuer. Denn das eigenartige Geräusch hält die beiden vom Schlafen ab. Mit viel Neugier und Fantasie versuchen die Geschwister das Rätsel zu lösen. Dabei entstehen die komischsten Geschichten für Kinder ab 4 Jahren. In der Produktion vom Theater Lichtermeer vereinen sich Puppen und Menschen zu einem Schauspiel-Ensemble, das vor großem Bühnenbild live spielt, singt, tanzt und auch musiziert. Die Bühnenshow Jan & Henry beginnt am Sonntag um 16 Uhr im Haus Auensee. Tickets gibt’s hier.
Weitere Tipps:
  • Wie sieht Wasser aus, wenn man es mit einer Lupe betrachtet? Oder unter einem Mikroskop? Wie sehen Insekten aus? Sind Bienen flauschiger als wir denken? Kinder ab 5 Jahren können diesen Geheimnissen der Natur auf die Spur gehen. Und zwar am Freitag ab 15 Uhr beim Osterferienprogramm „Mikroskopieren“ im Naturkundemuseum Leipzig. Um Anmeldung wird gebeten – telefonisch unter 0341 9822123 oder per E-Mail. Kosten: 3 Euro.
  • Die Türen des Bauspielplatzes Ost sind zwar schon seit Anfang April wieder für Kinder ab 6 Jahren geöffnet. Eröffnet wird die Saison offiziell aber erst am Samstag mit einem Frühlingsfest. Von 14 bis 19 Uhr lädt das Team zum Spielen, Bauen, Kerzenziehen, zu einer Jam-Session und zum Lagerfeuer in die Ludwigstraße 42 in Neustadt-Neuschönefeld ein.
  • Nach zwei Jahren Pause startet der Circus Voyage wieder mit seiner Wassershow in Leipzig. Das Zelt steht von Samstag an bis zum 29. Mai auf der Kurt-Eisner-Straße in der Nähe des Kohlrabizirkus. Das Team nimmt das Publikum mit seinem neuen Programm „Die fantastische Reise der Meerjungfrau“ auf eine Fantasie-Reise. Die Gäste treffen auf Motorradfahrer, Artistik sowie Papageien und Rassepferde. Eine Show mit Wasserspielen, Lichteffekten und 3D-Hologrammen rundet die Vorstellung ab. Das Programm dauert etwa zweieinhalb Stunden plus Pause und ist am Wochenende freitags und samstags um 16 und 19 Uhr sowie sonntags um 15 Uhr zu sehen. Tickets gibt es an der Circuskasse und hier.
Buch-Tipp

Blick ins Buch „Der geheime Schlüssel zum Universum“, erschienen im cbj Kinderbücher Verlag
Blick ins Buch „Der geheime Schlüssel zum Universum“, erschienen im cbj Kinderbücher Verlag
Lucy und Stephen Hawking (Autoren), Quint Buchholz (Illustrator): „Der geheime Schlüssel zum Universum“: Der Junge George lernt den Wissenschaftler Eric und seine Tochter kennen. Zusammen reisen sie mit der Hilfe des Supercomputers Kosmos durchs Weltall. Sie spazieren auf Kometen und erfahren, wie Sterne entstehen. Der böse Lehrer von George, Doktor G. Reeper, aber möchte Kosmos stehlen. Deswegen stellt er Eric eine tödliche Falle. Das Tolle an dem Buch ist, dass es super spannend ist und man aber auch viel über das Universum erfährt. Einer meiner Lieblingssätze ist: „Alle Menschen auf der Erde […] bestehen aus Teilchen, die im Inneren der Sterne entstanden sind.“
Ist es ein Krimi? Ist es ein Sachbuch? Egal! Lerne mit George und seinen Freunden die Geheimnisse des Weltalls kennen.
Von Henri (11 Jahre)
Das Beste für Familien aus LVZ und RND

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Der Doppeldaumenmann
Ich werde reich, indem ich Kurznarkosen für Kinder anbiete.

Einsatzgebiete:
- Haare föhnen
- alles mit Klamotten
- Pubertät
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Ich: „Hast du noch Hunger?“

Der Dreijährige (traurig): „Ja, aber mein Bauch ist voll.“
Nicht mal Dave
Senfglas bereit zum Auswaschen. Endlich kann ich die deutscheste aller Traditionen an meine Kinder weitergeben... https://t.co/WxOlWZGsAn
Foffy
Die 7j hat in meiner Gegenwart ein Geheimnis mit ihrer Freundin besprochen, das ich nicht hören durfte.

Sie hat es dann buchstabiert.
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