Profil anzeigen

Schul-Special: Gymnasium oder Oberschule?

Partner Im RedaktionsNetzwerk Deutschland
Partner Im RedaktionsNetzwerk Deutschland
LVZ FamilieLVZ Familie
LVZ Familie
Liebe Eltern, liebe Großeltern, liebe Leserinnen und Leser,
wenn morgen viele Tausend Kinder in Sachsen ihre Halbjahreszeugnisse erhalten, steht für die Viertklässler und ihre Eltern zugleich eine Entscheidung an: Auf welcher Schule soll es für die Kinder in der 5. Klasse weitergehen? Bis zum 4. März müssen die Anmeldungen bei der gewünschten Schule vorliegen. Doch zuerst müssen Eltern und Kinder sich darüber klar werden, ob es ans Gymnasium oder an die Oberschule gehen soll.
Bei einigen Kindern mag die Entscheidung entsprechend ihrer schulischen Leistungen recht einfach sein. Bei anderen Kindern nicht. Mit dem Halbjahreszeugnis erhalten die Schülerinnen und Schüler der vierten Klassen zwar auch eine Bildungsempfehlung, doch wie aussagekräftig sind Noten und Bildungsempfehlungen nach zwei Jahren Pandemie, Homeschooling und Wechselunterricht überhaupt noch? Dieser Frage ist mein Kollege Matthias Puppe im Gespräch mit Experten aus Bildung und Politik nachgegangen.
Da die Bildungsempfehlung nicht mehr bindend ist, können Eltern ihr Kind trotz Empfehlung für die Oberschule aufs Gymnasium schicken. Ob das eine gute Entscheidung ist, wage ich zu bezweifeln. Umgekehrt können Kinder natürlich auch auf eine Oberschule gehen, wenn sie die Empfehlung fürs Gymnasium haben.
Uns ist die Entscheidung für die weiterführende Schule damals relativ leicht gefallen. Zumal wir aus unserem eigenen Umfeld wissen: Man kann auch nach dem Oberschulabschluss noch sein Abitur machen. Ja, sogar nach der Berufsausbildung kann man das noch tun, und wenn man möchte, anschließend auch noch studieren. Oder wie Roman Schulze vom Landesamt für Schule und Bildung es ausdrückt:
„Wenn das Gymnasium die Autobahn ist, dann entspricht die Oberschule einer gut ausgebauten Bundesstraße.“
Falls Sie noch hadern mit der Wahl der Schulform, empfehle ich Ihnen das Interview meiner RND-Kollegin Heidi Becker mit Heinz-Peter Meidinger, dem Präsidenten des Deutschen Lehrerverbandes. Er erklärt, worauf Eltern bei der Wahl der weiterführenden Schule achten sollten.
Wenn die Entscheidung für die Schulform dann gefallen ist, wird es noch mal schwierig: Welche Schule soll’s denn werden? In Leipzig gibt es 23 Gymnasien und 30 Oberschulen mit teils ganz unterschiedlichen Bildungsangeboten – und Reputationen. Einige Schulen erlebten in den vergangenen Jahren einen besonders großen Andrang. Wo Kinder zuletzt auf Losglück hoffen mussten oder gar abgewiesen wurden, lesen Sie in diesem detaillierten Überblick.
Eine Übersicht aller Gymnasien in Leipzig und Umgebung mit Profil und Beschreibung finden Sie hier. Die Übersicht über alle Oberschulen und Freie Schulen finden Sie in den kommenden Tagen online auf LVZ.de und natürlich auch in der gedruckten Ausgabe.
Sie merken schon, Schule und Bildung beschäftigen uns in diesen Tagen ganz besonders. Wir haben in der Redaktion das Ende des ersten Schulhalbjahres zum Anlass genommen, genauer zu schauen, wie es Schülerinnen und Schülern sowie Lehrkräften geht, welche Reformen die Landespolitik plant und wie es um das Aufholen der Corona-bedingten Bildungsrückstände bestellt ist. Schauen Sie also in den nächsten Tagen immer mal wieder rein, wir haben noch einige spannende Themen für Sie.
Falls für Sie und Ihr Kind im Sommer der Schulwechsel ansteht, drücke ich Ihnen fest die Daumen, dass es mit der favorisierten Schule klappt!
Ich wünsche Ihnen allen zwei schöne Wochen Ferien und bleiben Sie entspannt, egal wie das Zeugnis morgen ausfällt.
Herzlichst
Ihre Susanne Reinhardt
Redakteurin LVZ Familie

Foto: Wolfgang Sens
Foto: Wolfgang Sens
Wochenend-Tipps

Vorhang auf für den Grüffelo: Das Theater Zauberwald zeigt die Geschichte eine der beliebtesten Kinderbuchfiguren auf der Bühne. Zwei Meter große Walk-Acts nehmen Kinder mit auf das Abenteuer der kleinen Maus, die auf ihrem Weg durch den Wald allerlei Gefahren trotzt und damit beweist, dass man nicht groß sein muss, um wirklich groß zu sein. Eine tolle Geschichte über Angst, Mut und Fantasie, die vor der Kulisse eines handgemalten Bühnenbildes spielt. Zu sehen ist „Der Grüffelo“ im Theaterzelt auf der Alten Messe. Die Vorstellungen beginnen Freitag um 16 Uhr, Samstag um 14 und 16 Uhr sowie Sonntag um 11, 14 und 16 Uhr. Tickets gibt es an der Tageskasse und hier.
Weitere Tipps:
  • Taschenlampe eingepackt und ab zum Alten Rathaus. Am Durchgang vor dem Museumsshop treffen sich die Leipziger Stadtdetektive zur Taschenlampenrallye. Anhand spannender Fragen erkunden die Teilnehmer und Teilnehmerinnen am Freitag bei der Tour „Leipzig im Dunkeln“ finstere Ecken und geheimnisvolle Orte der Leipziger Innenstadt. Beginn: 18 Uhr. Dunkle Ecken, unsichtbare Zeichen und gruselige Rätsel erwarten Teilnehmer bei der Rallye „Dieb Franz auf der Spur“, die Samstag um 18 Uhr startet. Treffpunkt ebenfalls am Alten Rathaus.
  • Am Sonntag erzählt Marius Felix Lange Kindern ab 6 Jahren Schneewittchens Geschichte auf eine frische, zeitgemäße Art. In seiner Kinderoper greift er auf humorvolle Weise aktuelle ­Themen auf, die er in eine kindgerechte Musik kleidet. Raffinesse und Anspruch machen die Aufführung, die um 15 Uhr in der Oper Leipzig beginnt, aber auch für Erwachsene zum Erlebnis. Tickets gibt es hier.
Buch-Tipp

Blick ins Buch „Monsteroma“, erschienen im Verlag Kunstanstifter
Blick ins Buch „Monsteroma“, erschienen im Verlag Kunstanstifter
Lena Steffinger (Autorin, Illustratorin): „Monsteroma“: Omas und Opas sind toll, keine Frage! Oder doch nicht? Was, wenn Mama und Papa mit ihren eigenen Eltern nicht so gut klarkommen? Lena Steffinger thematisiert dies sehr einfühlsam und mit einer ordentlichen Portion Witz und Leichtigkeit in „Monsteroma“. Das kleine Mädchen, aus deren Perspektive die Geschichte erzählt wird, ist ganz aufgeregt: Endlich darf sie das erste Mal mit zum Geburtstag ihrer Oma fahren. Aber ihr Papa ist irgendwie gar nicht erpicht, seine Mutter zu besuchen. Stattdessen wird er schon Wochen vorher vom singenden, fröhlichen Papa zum grummeligen, streitlustigen Papa. Als das Mädchen ihn drängt, die Oma anzurufen, um alles für den Geburtstagsbesuch abzusprechen, drückt er sich immer wieder mit ziemlich faulen Ausreden vor dem Telefonat. Schließlich lässt er sich sogar zu der Aussage hinreißen, dass man Monster nicht anruft, sondern ihnen aus dem Weg geht. Erwachsene Leser stellen spätestens hier fest, dass im Verhältnis des Vaters zu seiner Mutter einiges im Argen liegen muss. Das Mädchen wird jetzt aber erst richtig neugierig auf ihre „Monsteroma“. Sie malt sich in wildesten Fantasien aus, wie ihre Oma wohl aussehen könnte: Vielleicht hat sie Krallen oder spuckt Feuer? Ähnlich abenteuerlich stellt sie sich das Essen bei ihrer Monsteroma vor: Vielleicht isst sie Brötchen mit Krokodilbabybelag, Regenwurmsalat oder gar Kinder? Das Mädchen ist also – im positiven Sinne – richtig aufgeregt als sie und ihr Papa endlich losfahren, denn mit so einer Monsteroma kann man bestimmt tolle Abenteuer erleben. (Die Mama des Mädchens kann nicht mitkommen, sie hat leider Kopfschmerzen – so was aber auch, ausgerechnet am Geburtstag!) Als die Tür aufgeht, werden die beiden von einer ganz normalen, älteren Frau begrüßt. Also gar kein Monster, wie das Mädchen sie sich vorgestellt hat. Vielleicht verwandelt sie sich im Laufe des Nachmittags ja noch und hat sich nur verkleidet, wer weiß. Oder vielleicht muss eine Monstermutter nicht unbedingt eine Monsteroma sein … Das fantastische (und gar nicht gruselige) Bilderbuch eignet sich für Kinder ab 3 Jahren und dürfte einige erwachsene Leserinnen und Leser wissend nicken und milde lächeln lassen.
Von Susanne Reinhardt
Das Schul-Special der LVZ

Zeugnisse mit Gewicht: Sachsens Grundschülerinnen und Grundschüler erhalten ihre Bildungsempfehlungen
Bildungsempfehlung: In diesen Leipziger Gymnasien und Oberschulen war der Andrang zuletzt am größten
„Eine totale Fehlentscheidung können Eltern nicht treffen“: Worauf es bei der Wahl der weiterführenden Schule ankommt
Das sind die Vorschläge für eine Bildungsreform in Sachsen
Bildungsreform-Pläne lösen Koalitionsstreit in Sachsen aus
Das Beste für Familien aus LVZ und RND

Dresdner Studie: Warum Mütter manchmal ihr eigenes Kind nicht mehr riechen können
Corona lastet vielen Studierenden auf der Seele – was hilft dagegen, Frau Bach?
Warum eine Leipziger Familie eine Pflegetochter aufgenommen hat
TV-Star Sanna Lindström kleidet jetzt auch Leipziger Bräute ein
Jedes vierte Kind hatte schon Corona in Sachsen – wie sich das Virus über die Altersgruppen verteilt
Kinder wegen Corona zu Hause: Viele Ausfälle unter Sachsens Eltern
Plakate, Graffiti, Drohungen: Corona-Protestierende nutzen auch Sachsens Schulen und Kitas
Kleinkinder haben im Lockdown mehr neue Worte gelernt
Copsy-Studie: Kinder leiden nach wie vor psychisch unter der Corona-Pandemie
Sächsische Mediziner entwickeln Anleitung gegen Cannabis-Sucht
Hetze im Netz: So schützen Sie Ihre Kinder bei Onlinegames
Leipziger Gymnasium führt „grünen Wasserstoff“ als Schulfach ein
Neues aus dem Familienleben auf Twitter

frollein_dropje
Eine andere Mutti hat mir gerade gesteckt, dass andere Mütter über uns reden, WEIL MEIN MANN BEI UNS DIE SPIELDATES FÜR DIE KIDS ausmacht.

Ja sorry, meine Leine in der Küche reicht oft nicht bis zum Handy
yvonne.
Vor den Kindern war
- meine Wohnung ordentlicher
- mein Konto voller
- mein Bauch flacher
- meine Nacht länger

Seit den Kindern ist
- mein Bett wärmer
- mein Tag bunter
- mein Herz größer
- mein Leben schöner
jadekompendium
Liebe Mutter, die du peinlich berührt und hektisch im Kofferraum deinem sehr laut und wütend brüllenden Kleinkind ein Brot mit Zutaten direkt aus dem Einkaufswagen belegt hast:

Es wird besser. 💚
Miss Megaphon
Der Erstklässler hat nach der Schule in der Computer AG seine erste Kurzgeschichte geschrieben. https://t.co/YFxHxwOTcx
Hat Ihnen diese Ausgabe gefallen?
Teilen Sie diesen Newsletter:
Wenn Sie diesen Newsletter nicht mehr empfangen wollen, können Sie ihn hier abbestellen.
Wenn Ihnen dieser Newsletter weitergeleitet wurde, können Sie ihn hier abonnieren.