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Schulstart mit Wiedersehensfreude und Bauchschmerzen

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Liebe Eltern, liebe Großeltern, liebe Leserinnen und Leser,
das bestimmende Thema dieser Woche ist für Familien mit Schulkindern der Schulbeginn. Wie sind Sie und Ihre Kinder ins neue Schuljahr gestartet? Die ersten Tage sind ja immer ein bisschen aufregend: Wie ist der Stundenplan (wenn man ihn denn schon hat), passt er zeitlich mit den Hobbys am Nachmittag oder wird`s stressig, ist der neue Deutschlehrer wohl nett und das Mädchen, das neu in der Klasse ist, muss man auch erstmal kennenlernen … Hinzu kommen ein Berg Bücher und Arbeitshefte und die große Wiedersehensfreude nach sechs irgendwann doch langen Ferienwochen. Meine Tochter konnte es kaum aushalten, endlich wieder in die Schule zu gehen. (Ob das eine Nachwirkung des Homeschoolings ist? Mir ging es jedenfalls nie so.)
Ich war dann auch ganz schön neugierig, als meine Tochter am Montag nach Hause kam – und sie ziemlich entspannt. Ein paar neue Fächer kamen hinzu, dementsprechend neue Lehrer und ein paar Wechsel gab`s auch. Ansonsten alles cool. Sprach`s und verschwand im Kinderzimmer. Immerhin, später konnte ich ihr noch ein paar Infos entlocken. Und bekam auch direkt die erste Liste mit noch benötigtem Unterrichtsmaterial überreicht. Nicht die einzige in den ersten Schultagen, denn die Fächer sind vielfältig und gefühlt hat jeder Lehrer und jede Lehrerin eine Vorliebe für ganz bestimmte Blöcke, Heftgrößen, Umschlagfarben, Stifte und Co. Also bin ich gerade häufiger im Schreibwarengeschäft anzutreffen, denn irgendwas fehlt immer noch. Dem dortigen Andrang nach zu urteilen, geht es Ihnen nicht anders.
An der Corona-Pandemie kommen wir im heutigen Newsletter natürlich leider auch nicht vorbei. Die Inzidenz steigt seit geraumer Zeit, insbesondere bei den Ungeimpften – und zu denen zählen eben auch viele Kinder und Jugendliche; schon allein, weil es für unter 12-Jährige gar keinen zugelassenen Impfstoff gibt. Zwar werden die Schülerinnen und Schüler ebenso wie alle Schulmitarbeiter und -mitarbeiterinnen aktuell dreimal in der Woche auf das Virus getestet und die Erkrankung verläuft bei Kindern meist nicht schwer, aber ein ungutes Gefühl bleibt dennoch. Mein Kollege Matthias Puppe schreibt anlässlich des Schulstarts von Bauchschmerzen, die er als Vater hat.
Apropos Corona-Tests an den Schulen: Was passiert eigentlich momentan, wenn ein Kind positiv getestet wird? Vor Monaten bedeutete dies Quarantäne für die gesamte Klasse. Diese Regelung wurde inzwischen geändert. Was im Corona-Fall in Kita oder Schule aktuell gilt, hat mein Kollege Kai Kollenberg hier zusammengefasst.
Zum Abschluss ein Tipp von mir: Genießen Sie mit Ihren (Enkel-) Kindern noch etwas das sommerliche Wetter und gönnen Sie sich ein Eis! Wo es besonders lecker schmeckt, haben meine Kolleginnen Regina Katzer und Josephine Heinze in Erfahrung gebracht.
Herzliche Grüße
Susanne Reinhardt
Redakteurin LVZ Familie

Foto: Luisella Planeta Leonie/Pixabay
Foto: Luisella Planeta Leonie/Pixabay
Wochenend-Tipps

Torhausfest in Dölitz: Gefeiert wird am Sonnabend von 10 bis 18 Uhr in der Helenenstraße 24 – mit Kuchenbasar, Nistkastenbau, Bücherflohmarkt, Baumpflanzung, Auftritt des Feuerwehr-Orchesters, Marionettentheater, Spanischem und Argentinischem Tanz. Auch eine Führung durch das alte Dorf Dölitz wird angeboten. Das gesamte Programm gibt es hier.
Bücherflohmarkt: Ihre nicht mehr benötigten Bücher können Kinder am Sonnabend von 14 bis 17 Uhr auf dem Kids-Campus in der Friedrich-Dittes-Straße 9 an andere Kinder verkaufen.
Bach-Museum: Kinder, Familien und Interessierte sind am Sonntag ab 11 Uhr in den Thomaskirchhof 15-16 zu „Rhythmen im Hof“ eingeladen, mit verschiedenen Angeboten zu kreativer Betätigung.
Straßentheatertage: Von Freitag bis Sonntag findet das Mini-Festival zum 14. Mal statt. Internationale Künstler und Lokalmatadoren kommen am Freitag und Sonnabend (15 bis 18 Uhr) in die Leipziger Petersstraße und am Sonntag (11 bis 12 Uhr) auf den Rennbahn-Spielplatz im Clara-Zetkin-Park. Mit dabei sind weltweit umherreisende Straßenkünstler genauso wie Darstellerinnen und Darsteller aus dem Amateurbereich. Eine bunte Mischung aus Maskentheater, Artistik, Akrobatik und Clownerie soll die Passanten zum Anhalten, Lächeln und Lachen bewegen.
Buch-Tipp

Cover des Buches „Nur ein Tag“, erschienen im Dressler Verlag
Cover des Buches „Nur ein Tag“, erschienen im Dressler Verlag
Martin Baltscheit (Autor), Wiebke Rauers (Illustratorin): „Nur ein Tag“: Was tut man, wenn man weiß, dass etwas Schlimmes passieren wird, man es aber nicht ändern kann? Diese Frage beschäftigt zu Beginn des Buches einen Fuchs und ein Wildschwein. Die beiden haben zufällig eine Eintagsfliege beim Schlüpfen beobachtet und sind mit ihr ins Gespräch gekommen. Die Eintagsfliege ist klein, niedlich und sehr lustig. Außerdem ist sie wissbegierig und hat ganz viel vor in ihrem Leben. Allerdings weiß sie nicht, dass sie für all ihre Pläne nur einen Tag Zeit hat. Der Fuchs und das Wildschwein sind darüber traurig und entschließen sich, der Fliege nichts von ihrem unabänderlich kurzen Leben zu erzählen. Stattdessen, weil die Fliege direkt bemerkt, dass mit Fuchs und Wildschwein etwas nicht stimmt, erzählen sie ihr, der Fuchs müsse bald sterben. Die kleine Fliege mit dem großen Herzen nimmt sich daraufhin vor, dem Fuchs einen unvergesslich tollen Tag zu machen. Der Fuchs soll so viel erleben wie möglich – vor allem ganz viel Glück. Also wird einmal das Leben durchgespielt, im Eiltempo.
„Nur ein Tag“ ist ein wunderbar warmherziges Buch, manchmal erzählt Martin Baltscheit die Geschichte des ungewöhnlichen Trios schnell und laut, dann wieder nachdenklich und langsam. Fuchs und Wildschwein hadern nämlich manchmal mit ihrer Entscheidung. Vor allem hadern sie aber damit, dass sie sich bald für immer von ihrer lebenslustigen Freundin verabschieden müssen. Die Geschichte regt auf sehr einfühlsame Weise zum Nachdenken und Reden über das Leben, den Tod und das Abschiednehmen an. Das besondere daran: Immer, wenn einem gerade die Tränen kommen könnten, bringt einen die Eintagsfliege mit ihrer Lebensfreude wieder zum Lachen. So werden die schweren Themen etwas leichter.
Die Illustrationen von Wiebke Rauers sind herrlich farbenfroh und detailreich. Die Emotionen der Tiere sind großartig dargestellt, ihre Gesichtsausdrücke ein Highlight für sich. „Nur ein Tag“ ist auf 112 Seiten in kurze Kapitel geteilt, so dass man jeden Abend eine kleine Episode aus dem eintägigen Leben der kleinen Fliege vorlesen kann. Die große Schrift macht es auch für Kinder selbst gut lesbar, empfohlen wird das Buch ab sechs Jahren.
Von Susanne Reinhardt
Verlosung K!DZ – Riesenkinderfest im Zoo Leipzig

K!DZ-Riesenkinderfest für die Uni-Kinderklinik
Das Beste für Familien aus LVZ und RND

Corona-Fall in Kita oder Schule: Wer muss in Sachsen in Quarantäne?
Meine Bauchschmerzen bleiben: Wie ein Elternteil den Start ins Corona-Schuljahr sieht
Wie groß ist die Angst vor einem neuen Lockdown und vor Corona?
Die erste eigene Klasse: Wie sich eine Leipziger Lehrerin vorm Schulstart fühlt
Museum in a Clip: Schüler erkunden die Leipziger Ausstellungshäuser
Ständiges Räuspern, Zwinkern oder Kratzen bei Kindern: Wann ist ein Tic ein Tic?
Podcast-Tipp

Eltern-Gedöns: Warm, klar und einfühlsam – löst man sich vom Thema dieses Podcasts, könnte man meinen, man hätte eine Fantasiereise gestartet oder eine Sitzung in autogenem Training. Ja, die Stimme von Christopher End ist wirklich angenehm und trägt dazu bei, seinem manchmal allzu stressigen Alltag entspannter und ruhiger zu begegnen. End – Therapeut, Coach, Autor und Vater von, wie er selbst schreibt, zwei wilden Kindern – ist der Kopf dieses Podcasts. Alle ein bis zwei Wochen bringt er Tipps oder Interviews zum achtsamen Leben mit Kindern. Für mehr Liebe, Bindung und Verständnis. „Was hilft bei Mobbing in der Schule?“, „In 5 Schritten einen kindlichen Wutanfall begleiten“, „So (ver)lernen Kinder intuitiv gesund zu essen“, „Wie du ein Schreibaby beruhigst“ – in den einzelnen Folgen widmet er sich Themen, die Eltern unterschiedlich alter Kinder bewegen. Dazu lädt er regelmäßig auch Gäste ein. Sie sind Experten und Expertinnen auf dem Gebiet der Pädagogik oder Psychologie. Im Mittelpunkt steht dabei stets die Frage: Wie können wir ein gelingendes Familienleben gestalten? Der Link zum Podcast: https://christopher-end.de/podcast-elterngedoens
Von Patricia Liebling
Neues aus dem Familienleben auf Twitter

Christine Finke
Der 2-jährige Nachbarsjunge, der bei mir klingelt, wartet, bis er sieht, wie ich die Wohnungstüre öffne (und ich ihn also auch sehe), und dann wegrennt.

Das üben wir nochmal. 😂#Klingelstreich
Stefan Heinrichs
-Papa, kannst du bitte mal deine Telefonnummer zahlieren?
-Wie bitte? Zahlieren?
-So wie buchstabieren, Papa. Nur mit Zahlen.
Dr. Influenza
Seit einigen Tagen übe ich mit K1(8) und einer Freundin Bus fahren.

Heute war der große Tag, ich hab sie an der Schule abgesetzt und sie sind komplett allein nach Hause gekommen. Und unterwegs jeweils 5cm gewachsen vor Stolz 🥰

#großekindersindechttoll
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