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Sommerferien in Sicht und endlich wieder Kino

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Liebe Eltern, liebe Großeltern, liebe Leserinnen und Leser,
das Schuljahr neigt sich dem Ende entgegen. Dank der sinkenden Corona-Inzidenzwerte ist auch in den Schulen das Maske-Tragen nicht mehr Pflicht – sehr zur Freude meiner achtjährigen Tochter. Ein Test in der Woche ist zwar nach wie vor Pflicht, aber „das geht schon“, sagt sie. Selbst die erste Klassenfahrt ihrer noch jungen Schulzeit in das Schullandheim Olganitz war in der vergangenen Woche ohne Einschränkungen möglich – inklusive Bogenschießen und Paddeln. Auch die Vorfreude auf die Sommerferien ist bei meiner Tochter natürlich riesengroß. Schon am ersten Ferientag geht es schließlich in den Urlaub auf den Bayernhof in der Nähe von Regensburg. Ziegen und Schafe versorgen, Häschen streicheln, mit dem Pferd ausreiten – das alles und noch viel mehr wartet in dieser Urlaubswoche in der bayerischen Idylle. Da bleibt für eine Zweitklässlerin sicher keine Zeit, sich Gedanken über die dritte Klasse zu machen.
Bei uns Eltern ist das etwas anders. Über uns hängt längst das Damoklesschwert der vierten Corona-Welle durch die Delta-Variante, die laut der Experten wohl nicht aufzuhalten sein wird. Derzeit läuft die Debatte um den Einbau von Luftfilteranlagen in den Schulen bis zum Start des neuen Schuljahres Anfang September auf Hochtouren. Diese bieten eine gute Möglichkeit, die Luft in den vollen Klassenzimmern zu reinigen und so unsere Kinder sowie ihre Lehrerinnen und Lehrer vor den kritischen Aerosolen zu schützen. Schließlich möchte niemand im Herbst wieder mit Maske durch das Schulhaus rennen oder gar ins Homeschooling zurück. Weil sie erst acht Jahre alt ist, besteht für uns aktuell auch die Frage nach dem Impfen unserer Tochter noch nicht. Wenn Sie Kinder im corona-impffähigen Alter haben, interessiert Sie vielleicht, was die Sächsische Ärztekammer aktuell dazu sagt. So oder so, wir werden wohl abwarten müssen, was das neue Schuljahr bringt. Die Angst vor neuen Einschränkungen in der Schule aber bleibt.
Was aus meiner Sicht aber viel schlimmer ist: Aufgrund der vielen Radio- oder TV-Nachrichten, in denen bereits jetzt das neue Schuljahr und mögliche Corona-Einschränkungen thematisiert werden, macht sich auch meine Große so ihre Gedanken. Mit ihren acht Jahren bekommt sie schließlich auch schon das eine oder andere aus den Nachrichten mit. Daran werden wir auch als Eltern nichts ändern können. Wir können nur versuchen, ihr nach den vielen Wochen des Homeschoolings und des eingeschränkten Präsenzunterrichts die Sommerferien so angenehm wie möglich zu gestalten. Zum Beispiel mit einem Besuch im Kino. Das ist seit dieser Woche ja auch wieder möglich – mit 1,50 Meter Abstand und Maske, aber immerhin ohne Test. Der erste Kino-Besuch seit mehr als einem Jahr, wird uns wohl zu „Yakari“ führen. Den kleinen Indianer-Jungen hat mein Töchterchen nämlich richtig ins Herz geschlossen.
Herzlichst 
Ihr Andreas Neustadt
Redakteur LVZ Familie

Popcorn gehört zum Kino einfach dazu. Foto: Devon Breen/Pixabay
Popcorn gehört zum Kino einfach dazu. Foto: Devon Breen/Pixabay
Wochenend-Tipps

Meisterdetektive: Die Leipziger Stadtdetektive laden am Sonnabend von 14.30 bis 16 Uhr zur kniffligen Rallye „Meisterdetektive“ ein. Treffpunkt ist vorm Museumsshop im Alten Rathaus. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer können mit Eltern oder Großeltern durch die Stadt laufen und dabei alte Schriften entziffern, versteckte Schätze bergen, Düfte deuten und berühmte Schulschwänzer entlarven. Nähere Infos und weitere Termine können zunächst erst mal hier ermittelt werden.
We love Rock ‘n’ Roll: Auf der Sommerbühne am Panometer, Richard-Lehmann-Straße 114, beginnt am Sonnabend um 15 Uhr das 3. Kinder-Rock-Festival mit den Bands Suli Puschban, Pelemele und Raketen-Erna. Ausrichter ist das Werk 2, mehr Infos hier.
Kunstgartenschau: Das Budde-Haus eröffnet am Sonnabend seine erste Kunstgarten-Schau mit Werken Leipziger Bildhauer und Bildhauerinnen. Von 15 bis 22 Uhr gibt es in der Lützowstraße 19 Führungen für Kinder, Künstlergespräche, Musik und mehr. Der Eintritt ist frei, Spenden sind erbeten.
So ein Theater: In der Dölitzer Wassermühle, Vollhardtstraße 16, tritt am Sonntag 16 Uhr das Theater Fingerhut mit dem Stück „Das Drahteselein“ auf, geeignet für Kinder ab 4 Jahren. Kartentelefon: 0341 9615435 oder online reservieren.
Buch-Tipp

Blick ins Buch „Hunde im Futur“, erschienen im Susanna Rieder Verlag
Blick ins Buch „Hunde im Futur“, erschienen im Susanna Rieder Verlag
Susanna Rieder, Johannes Rieder (Autoren), Arinda Craciun (Illustratorin), Carsten Aermes (Designer): „Hunde im Futur: Eine Grammatik in Bildern“: Deutsche Sprache, schwere Sprache. Spätestens, wenn man sich mit Menschen unterhält, die Deutsch als Fremdsprache lernen, merkt man: In anderen Sprachen sind manche Dinge um einiges einfacher. Nützt aber nix. Irgendwie müssen wir ja lernen, was Substantive, Relativpronomen und Konjunktionen sind. Wann Imperfekt, Perfekt und Plusquamperfekt gefragt ist. Sie erinnern sich? Nicht jedem geht hierbei das Herz auf, dran vorbei kommen wir aber auch nicht. Zum Glück gibt es heute tolle Bücher, die einem den Zugang erleichtern. Denn auch wenn wir Sprache jeden Tag ganz unbedarft verwenden, in der Theorie ist sie doch sehr komplex. „Hunde im Futur“ ist so ein schönes Buch. Diese Grammatik in Bildern bietet Kindern ab 8 Jahre und Erwachsenen einen sinnlich-haptischen Zugang zu den grammatikalischen Grundbegriffen. Den Kindern soll die Angst vor dem oft als starr und langweilig empfundenen Regelwerk genommen werden.
Die grammatikalischen Phänomene werden durch Illustrationen und Buchgestaltung so dargestellt, dass die Erklärungen mit so wenig Text wie möglich auskommen. Die rechten Seiten lassen sich jeweils in zwei Richtungen aufklappen – spielerisches Erfahren der Lerninhalte ist also inklusive. Zu Anfang mag dieses Buch mit seiner klaren Funktion etwas gewöhnungsbedürftig daherkommen. Denn die Art, wie hier Grammatik vermittelt wird, liegt doch weit entfernt von dem, wie viele von uns sie kennengelernt haben. So modern die Vermittlungsmethode, so modern auch die inhaltlichen Beispiele: Eine Frau geht zur Jagd, Männer küssen sich, es kommen schwarze Menschen und solche mit Kopftuch und Kippa vor. Da kann man – Stichwort Modernität – auch mal über die Telefonzelle hinwegschauen. Die Grammatik in Bildern fängt dort an, wo eine klassische Schulgrammatik aufhört. Übersichten und Tabellen sind höchstens angedeutet. Der Inhalt orientiert sich am Basiswissen, das für alle Schularten relevant ist. Dabei legen die Macher weniger Wert auf eine abschließende Vollständigkeit als vielmehr auf Inspiration und ein vertieftes Verständnis.
Von Patricia Liebling
Podcast-Tipp

Fotocollage: freepik;W&B/M. Ibelherr
Fotocollage: freepik;W&B/M. Ibelherr
Enny und Mo: Im Wald, auf dem Bauernhof, am See – zusammen mit der kleinen Ente Enny und dem Bären Mo können Kinder zwischen 2 und 5 Jahre viele Abenteuer erleben. Dabei treffen sie jede Menge andere Tiere und lernen immer etwas dazu. „Enny entdeckt das Geheimnis der Apfelbäume“, „Ein Wunder im Reitstall“, „Enny will nicht schlafen“ – diese und weitere Geschichten sind nicht länger als sieben Minuten und alle zwei Wochen wird eine neue veröffentlicht. Ob auf Autofahrten, zum Einschlafen oder einfach mal zwischendurch – die Erzählgeschichten lassen sich jederzeit einstreuen. Das Eingangslied ist leichtfüßig und muss bei uns zu Hause oft mehrmals hintereinander abgespielt werden. Zu hören ist in diesem Kurzgeschichten-Podcast übrigens nur ein Sprecher. Das macht ihn vor allem für ganz kleine Zuhörer zugänglich, denen komplexe Hörspiele mit zahlreichen Sprechern und Sprecherinnen noch zu viel abverlangen. Zum Podcast geht’s hier.
Von Patricia Liebling
Das Beste für Familien aus LVZ und RND

Kultur, Sport, Wissen: Was Leipzigs Sommerferien-Pass bereithält
Landesärztekammer: Kinder und Jugendliche sollen in Sachsen vorerst nicht generell geimpft werden
Debatte um Luftfilter in Sachsens Schulen: Wie sinnvoll ist der Einbau bis zum Herbst?
​Diese Corona-Regeln gelten ab heute in Leipzig
Bau von Grundschule im Leipziger Süden durch Investor knapp gescheitert
Kindernotdienst Leipzig: Neue Wohngruppe für Leipzigs Jüngste im Robert-Koch-Park
LVZ-Fahrradfest 2021: Das ist die Little-John-Bikes-Tour für Familien
Pop its: Der neue Spielzeugtrend für unruhige Hände
Mit der „Waldfibel-App“ alles rund um den Wald und seine Bewohner erfahren
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•Mutter aller Probleme•
Heute Nachmittag fragte mich die Erzieherin im Kindergarten: „Vermissen Sie etwas aus dem Schlafzimmer?“

UND DANN DENKST DU ERSTMAL GANZ SCHARF NACH!

Mein Sohn hatte den Anti-Mückenstecker mit in die Kita genommen. Glück gehabt!
Wolf Lotter.
Wer Sachen sagt wie: "das Leben ist kein Kindergeburtstag", hat einfach noch nie bei einem mitgeholfen.
Trolltunga
Ich wurde im Innenhof gerade von einem Kindergartenkind angesprochen.

Kind: Ich bin 4! Und du?
Ich: Ich bin 40, das ist eine 4 mit einer 0 dran.
Kind: Aber die 0 zählt doch gar nicht!

Jedenfalls habe ich ab sofort einen neuen besten Freund.
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