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Vorfreude auf die Sommerferien und Trennungsschmerz

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Liebe Eltern, liebe Großeltern, liebe Leserinnen und Leser,
der Countdown läuft! Nur noch wenige Tage, dann sind Sommerferien! Die Schule ist aus! Juhu! Hurra! Konfetti! Voller Vorfreude spreche ich also das 10-jährige Patenkind beim Spaziergang durch den Park auf diese sensationellen Aussichten an: „Hey, bald sind Ferien! Vierte Klasse und Grundschule geschafft! Freust du dich?“ Ja?! Hurra?!
Dann sagt das Kind aber etwas, mit dem ich nicht gerechnet hatte: „Naja, ich bin ziemlich traurig, dass ich bald nicht mehr alle meine Freundinnen sehen kann. Wir haben uns letztes Schuljahr wegen Corona schon kaum gesehen und ich finde, wir konnten uns gar nicht so richtig von der Grundschule verabschieden.“ Oha. Huch. Wo kommt denn diese tiefgründige Einlassung her? Ich erwische mich dabei, dass ich sie erst mal nicht so richtig ernst nehmen möchte. „Ach, Quatsch“, möchte ich sagen. „Mach dich nicht verrückt, du findest doch neue Freundinnen“, oder: „Das wird bestimmt super auf der neuen Schule.“
Das machen wir Erwachsene ja gerne – immer schön positiv bleiben, notfalls mit der Konfettikanone. Nun ist das aber bei den Kleinen wie bei den Großen: Auch im Kinderleben ist nicht immer alles Hurra und Konfetti. Manchmal sind die Dinge einfach Mist. Und das dürfen sie auch sein. Traurigkeit, ein schwerer Abschied und Trennungsschmerz, Angst vor dem Unbekannten, das Gefühl, etwas verpasst zu haben – das gehört eben auch alles dazu.
Und dann sage ich nur: „Das ist natürlich Mist.“ Da sind wir uns einig. Wir sind uns auch darin einig, dass ein Erdbeereis im Park gegen solche bedrückenden Gedanken schon ein bisschen hilft. Und sechs Wochen Sommerferien mit vielen schönen Unternehmungen schaden auch nicht. Ideen gibt es zum Glück genug: Was man in und um Leipzig gerade unternehmen kann, haben die Kolleginnen in den Wochenend-Tipps weiter unten aufgeschrieben. Empfehlenswert sind auch diese Radtouren, und natürlich jede Form von Wassersport.
Na, da kommt sicher bald wieder Konfettistimmung auf.
Herzlichst
Ihre Juliane Groh
Redakteurin LVZ Familie

Foto: freepik.com
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Wochenend-Tipps

Lange Nacht der Wissenschaften: Die größte gemeinsame Veranstaltung der Leipziger Wissenschaftseinrichtungen findet in diesem Jahr digital statt. Vorlesungen, Führungen, Vorträge, Spiele, Experimente und Rätsel kommen am Freitag direkt zu den Besucherinnen und Besuchern nach Hause. Das Programm umfasst 332 Beiträge, darunter 144 Livestreams. Die Beiträge für Kinder starten um 14 Uhr, das Opening-Event um 16.30 Uhr, und ab 18 Uhr geht es los mit allen Videos, Audios, Interacts und Livestreams.
Sommerfest im Literaturhaus: Um 15 Uhr beginnt am Freitag das Sommerfest im Garten und Literaturcafé des Hauses des Buches, Gerichtsweg 28. Kleine und große Leipziger Verlage aus den Bereichen Belletristik und Kinderbuch präsentieren sich, aber auch Wissenschafts- und Kunstbuchverlage. Für die Jüngeren gibt es ein buntes Kinderprogramm, für alle Altersklassen Lesungen, Zauberei, Bastelangebote. Am Abend wird Kurt Schwitters „Ursonate“ aufgeführt. Der Eintritt zum Nachmittagsprogramm ist frei, Kartenreservierung für das Abendprogramm ab 18.30 Uhr unter Telefon 0341 30851086 oder tickets@literaturhaus-leipzig.de.
Markranstädter Kinderfest: Die Hauptveranstaltungen finden am Sonnabend und Sonntag statt. Am Sonnabend wird von 14 bis 18 Uhr am Westufer des Kulkwitzer Sees ein kleines Promenadenfest gefeiert. Zwischen Strandbad und Kanuverein werden die Sportarten Segeln, Kanufahren und Angeln präsentiert. Straßenmusiker und Straßenkünstler sorgen entlang der Promenade für Unterhaltung. Um 21 Uhr beginnt an der Grundschule Markranstädt der Lampion- und Fackelumzug und um 22.30 Uhr ein großes Höhenfeuerwerk an der Wiese zwischen Strandbad und Falkenhain am Kulkwitzer See. Am Sonntag steht der große Festumzug zum 145. Markranstädter Kinderfest auf dem Programm, Beginn ist 14 Uhr in der Parkstraße.
Buch-Tipp

Blick ins Buch „Florentinchen und das Glück“
Blick ins Buch „Florentinchen und das Glück“
Birgit Osten: „Florentinchen und das Glück“: Erscheint der Alltag in grauen Tönen und ist von Traurigkeit geprägt, bringt die Elfe Florentinchen wieder Farbe und Freude in das Leben. Die kleine Elfe lebt in einem verborgenen Garten und zeigt uns zwölf einfache Wege zum Glücklichsein. 
Was am Anfang etwas surreal klingt, wird beim Blättern und Lesen des Buches zum wahren Glücksratgeber. Achtsam sein, auch mal eine Pause machen, für andere da sein, sich selbst mögen oder öfter lachen – es sind eben die kleinen Dinge im Leben, an denen man sich erfreuen kann und die einem neuen Mut geben – man muss es nur zulassen. Wer mit offenen Augen durch die Welt geht, kann sie sehen, fühlen, riechen, erleben und für sich neue Sichtweisen zulassen. Die starken und farbenprächtigen Motive der Künstlerin Birgit Olsen geben den Wegen zum Glück den richtigen Rahmen.
„Florentinchen und das Glück” ist ein Vorlese- und Lesebuch für Kinder im Kita- und Grundschulalter. Aber auch Erwachsenen vermittelt es Lebensfreude und gute Laune. Die kurzen Texte inspirieren und eigene Kreativ-Seiten laden zudem zum Mitmachen ein.
Von Nannette Hoffmann
Leipzig hilft Kindern

Mit dem diesjährigen Sommerprogramm der Stiftung „Leipzig hilft Kindern“ sollen die Auswirkungen der Corona-Pandemie für Leipziger Kinder und ihre Familien gemildert werden. Im Fokus des Programms stehen Bewegungs- und Sportprojekte für Kinder sowie Schwimmkurse, Ferienfreizeiten und Gewaltprävention. Ziel ist es, den Kindern und ihren Familien ein Stück Lebensfreude zurückzugeben. Hier erfahren Sie mehr:
In Leipzig herrscht großer Aufholbedarf bei Schwimmkursen für Kinder
Gewalt in Familien: Die Auswirkungen der Corona-Pandemie zeigen sich erst jetzt
Wenn Sie die Stiftung „Leipzig hilft Kindern“ unterstützen möchten, können Sie Ihre Spende auf folgendes Konto überweisen: Sparkasse Leipzig
IBAN: DE16860555921100902003
BIC: WELADE8LXXX
Verwendungszweck: Spende für die Stiftung „Leipzig hilft Kindern“
Podcast-Tipp

Familie verstehen: Das Abc der Gewaltfreien Kommunikation: Was vor vielen Jahren noch als akzeptierte Erziehungsmethode galt, ist heute mehr als verpönt. Gewalt ist nicht akzeptabel. Weder körperliche noch psychische noch seelische. Auch im Bereich der Kommunikation als einem Bestandteil unseres Miteinanders hat sich das niedergeschlagen, wie etwa Ratgeber à la „Erziehen ohne Schimpfen“ oder „Mama, nicht schreien!“ belegen. Auch in der Welt der Podcasts zeigt sich das. „Familie verstehen: Das Abc der Gewaltfreien Kommunikation“ ist so einer. Ein Podcast für Eltern mit Herz und Verstand, wie Podcasterin Kathy Weber selbst schreibt. Weber ist Botschafterin des Vereins Kinderschutzengel, der schwer und chronisch kranke sowie behinderte Kinder und Jugendliche und ihre Familien bundesweit unterstützt. Die 40-Jährige bietet als ausgebildete Trainerin unter anderem Beratungen für Eltern und Pädagogen zum Thema gewaltfreie Kommunikation an. Als Mutter von zwei Kindern weiß sie, was Kindererziehung im Alltag mit sich bringt. Denn eitel Sonnenschein herrscht hier nicht jeden Tag oder zumindest nicht vom Aufstehen bis zum Schlafengehen. Von A wie Anziehen bis Z wie Zähneputzen widmet sie sich allerlei ganz alltäglichen Themen, die große und kleine Familienmitglieder beschäftigen und fordern. In ihrem Podcast, dessen Folgen zwischen 20 und 80 Minuten dauern, gibt sie Impulse, wie Eltern Konflikte so lösen können, dass alle in der Familie das bekommen, was sie brauchen. Gleichzeitig verdeutlicht sie, was Kinder mit ihrem Verhalten ausdrücken wollen. Die Folgen kommen gleichermaßen informativ wie kurzweilig daher. Sie regen zum Nachdenken an und ringen einem manchmal auch mehr als ein zaghaftes Lächeln ab. Es könnte also passieren, dass sie unbedarft während einer Autofahrt dem Podcast lauschen und sich plötzlich losgelöst lachend hinter dem Lenkrad wiederfinden. Ja, so ist das Familienleben – manchmal die größte Herausforderung, manchmal skurril und manchmal das Lustigste, was man je erlebt hat. Hier geht’s zum Podcast.
Von Patricia Liebling 
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Das Beste für Familien aus LVZ und RND

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Vulpers
Auf diesen Straßen bin ich großgeworden, diese Straßen haben mich zu dem gemacht, der ich heute bin. ✊ https://t.co/9X07Tyygkq
ŦЯΛUVΛЛSΛSS
Ich:
"Du hast heute morgen dein Zimmer aufgeräumt!
Wie schaffst du es, dass es hier schon wieder aussieht wie nach der Apocalypse!?"

Die 6-Jährige:
"Talent."
Anwaltsgelaber
K2 hat in ein Freundebuch geschrieben, dass ihr Berufswunsch "Eisdielerin" sei und ich finde das völlig legitim
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