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Vorgezogene Weihnachtsferien + Advents-Tipps + Wunschkinder

Liebe Eltern, liebe Großeltern, liebe Leserinnen und Leser, nun sollen die Weihnachtsferien für Sachs
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Liebe Eltern, liebe Großeltern, liebe Leserinnen und Leser,
nun sollen die Weihnachtsferien für Sachsens Schülerinnen und Schüler also bereits ein paar Tage früher beginnen. Ich bin mir ehrlich gesagt noch unsicher, was ich davon halten soll. Abgesehen von dem dadurch wegfallenden Unterricht, den die Kinder erst recht nach den Homeschooling-Wochen des Frühjahrs gebrauchen könnten, ergibt sich für viele Eltern kurzfristig ein Problem mit der Betreuung ihrer Kinder. Kaum jemand wird so schnell noch Urlaub nehmen können. Und selbst, wenn Hortbetreuung möglich wäre, würde diese den Sinn der vorgezogenen Ferien ja konterkarieren: die Infektionszahlen zu senken und ein familiäres Weihnachtsfest mit möglichst geringem Ansteckungsrisiko zu ermöglichen. Der Sächsische Landesschülerrat übte bereits Kritik an den vorgezogenen Ferien.
Meine Tochter ist zumindest alt genug, um nicht betreut werden zu müssen, und ich kann zudem problemlos im Homeoffice arbeiten. Aber wie viele Arbeitnehmer können das schon? Und, wie weit sinkt das Ansteckungsrisiko, wenn die Eltern weiterhin zur Arbeit gehen? Der Direktor der Leipziger Uni-Kinderklinik, Prof. Wieland Kiess, warnt sogar: „Vorgezogene Ferien sind das falsche Signal.“
Andererseits freue ich mich auch für meine Tochter und alle anderen Schüler – länger frei haben ist schließlich auch schön. Vielleicht ergibt sich so für Familien gar die Möglichkeit, der oft stressigen Zeit vorm Fest etwas Geschwindigkeit zu nehmen und entspannt die letzten Tage der Adventszeit zu genießen. Sie merken es, ich bin wirklich zwiegespalten in Bezug auf den vorgezogenen Ferienstart. Was Leipziger Schüler und Lehrer zu den verlängerten Ferien sagen, lesen Sie hier.
Wie stehen Sie zu diesem Thema? Können Sie die Betreuung Ihrer Kinder gewährleisten, kommen Ihnen ein paar zusätzliche freie Tage vielleicht sogar entgegen? Lassen Sie es mich gern wissen und schreiben mir eine Mail an familie@lvz.de.
Apropos Start in die Weihnachtszeit und Entschleunigung: Vom 1. bis zum 24. Dezember schicken wir Ihnen jeden Morgen Mutmacher für den Advent. Rezepte und Bastelideen – aber auch Antworten berühmter Leipziger auf die großen Fragen unserer Zeit. Damit die Tage gut werden. Hier können Sie sich für den Adventsletter anmelden.
Weihnachten ist klassischerweise ein Familienfest. Bei Familie an Kinder zu denken, liegt nahe. Viele Paare in Deutschland hätten gern Kinder, doch ihr sehnlichster Wunsch bleibt unerfüllt. Meine Kollegin Juliane Groh hat sich erneut dem Thema (unerfüllter) Kinderwunsch gewidmet. Sie erinnern sich vielleicht an ihren Artikel „Viel Geld für ein kleines Glück“, für den sie mit Paaren und dem Reproduktionsmediziner Dr. Jens-Peter Reiher über die Möglichkeiten der künstlichen Befruchtung sprach.
Diesmal beschreibt sie einen – zumindest in Deutschland – illegalen Weg zum Wunschkind: Eizellspende. Die bewegende Geschichte eines Leipziger Paares, das für ihr Wunschkind ins Ausland ging, lesen Sie hier.
Tipps für die mehr oder weniger vorweihnachtliche Freizeitgestaltung finden Sie gleich anschließend hier im Newsletter. Viele weitere Vorweihnachts-Tipps – vom Weihnachtsmarkt to go bis zur digitalen Alternative – finden Sie auch hier.
Ich wünsche Ihnen schon jetzt ein schönes erstes Adventswochenende.
Herzlichst
Ihre Susanne Reinhardt
Redakteurin LVZ Familie

Wochenend-Tipps

Foto: Miroslavik/Pixabay
Foto: Miroslavik/Pixabay
Für gemütliche Stunden: Vorweihnachtszeit ist Märchenzeit. Warum es sich also nicht einfach mal auf dem Sofa gemütlich machen, Plätzchen essen und gemeinsam in eine andere Welt abtauchen. Am Samstag eignet sich dazu beispielsweise der Film „Die drei Federn“, der um 8.55 Uhr im Ersten beginnt. Um 15.15 Uhr zeigt rbb Fernsehen „Das Mädchen mit den Schwefelhölzern“. Am Sonntag läuft bei ZDFneo um 11.35 Uhr „Die sechs Schwäne“. Um 12 Uhr zeigt der Kinderkanal KiKA „Die Prinzessin und der blinde Schmied“ und um 16 Uhr beginnt bei ZDFneo dann „Die Schneekönigin“. Wer zu den festen Zeiten nicht schauen kann oder will, gelangt über die Links jederzeit zum entsprechenden Film.
Für Genießer: Wer in diesen Tagen den rosa gefärbten Himmel anschaut und zu seinem Kind sagt „Schau, die Engel backen Plätzchen“, der kann es ihnen natürlich auch gleichtun. Ob die ganz einfache Variante mit den Kleinen oder ausgefeilte Rezepte mit den Großen – das bleibt jedem selbst überlassen. Unabhängig von Wetter und Tageszeit ist man allemal. Wer es ganz einfach mag, dem empfehlen sich Schoko-Crossies. Kuvertüre im Wasserbad schmelzen, in einer Schüssel mit Frühstücksflocken vermengen und als kleine Häufchen auf Backpapier trocknen lassen. Fertig! Einen weiteren köstlichen Rezeptvorschlag gibt’s hier: Apfel-Nuss-Schnecken.
Für Bootsbauer: Ob Sonne oder graue Wolkendecke – mit Kindern kleine Schiffe bauen geht immer. Ob aus Eier- oder Milchkarton, aus Zeitungspapier oder Kunststoffflaschen, ob Frachter, Piratenschiff oder eine ganz einfache Variante – jeder findet ein Boot, das zu ihm oder ihr passt. Ist das kleine Kunstwerk erst einmal zusammengebaut geht es ans Wasser. Und davon gibt es in Leipzig ja mehr als genug. Aber Achtung: Damit das Boot nicht auf ewig durch Bäche oder über Teiche und Seen schippert und dabei die Umwelt verschmutzt, empfiehlt es sich, eine Schnur anzubringen. So kann man es bei Bedarf einfach wieder zurückholen. Mehr zum Thema, wie etwa Links zu Bastelanleitungen für verschiedene Modelle und Internetseiten, die erklären, was Schiffe mit Physik zu tun haben gibt es hier.
Buch-Tipp der Woche

Blick ins Buch „Ein Hase zum Liebhaben“, Baumhaus-Verlag
Blick ins Buch „Ein Hase zum Liebhaben“, Baumhaus-Verlag
Andrea Kuhrmann (Autorin), Nadine Reitz (Illustratorin): „Lenni Langohr. Ein Hase zum Liebhaben“: Mit Lenni Langohr wird’s nie langweilig! Denn zusammen mit seinen Eltern, seiner Schwester Klara und Kuscheltier Möhrchen erlebt der kleine Hase jede Menge Abenteuer. Im Park balanciert er mutig über einen Baumstamm und füttert mit Mama die Ziegen. Mit Papa pflanzt er einen kleinen Apfelbaum. Und auf dem Spielplatz rutscht er mit Klara und Möhrchen die laaaange Rutsche hinunter. Kein Wunder, dass Lenni am Abend ganz schön müde ist. Noch schnell ein Küsschen für alle, dann heißt es: Gute Nacht!
Das Hardcover-Buch richtet sich mit Bildergeschichten an die Kleinsten, konkret an Kinder ab zwei Jahre. Bei 128 Seiten kann natürlich auch ein Inhaltsverzeichnis nicht schaden. Und das kommt nicht nur mit Worten daher. Es zeigt auch eine kleine Auswahl der Bilder, die das jeweilige Kapitel anreißen. So können auch schon die Kleinen etwas damit anfangen und sich gezielt eine Geschichte aussuchen.
Von Patricia Liebling
Wenn Sie oder Ihre Kinder auch eine Buchempfehlung für unsere Leser haben, schreiben Sie uns an familie@lvz.de.
Ein Licht im Advent

Verlosung: Das tapfere Schneiderlein als Hörbuch

Foto: Wunderhaus Verlag
Foto: Wunderhaus Verlag
Märchen kann man nicht nur als Film anschauen oder (vor-)lesen, man kann sie auch als Hörspiel hören. Zum Beispiel diese neue Interpretation vom Klassiker „Das tapfere Schneiderlein“, unter anderen eingesprochen von Dieter Hallervorden und dem Sänger Michael Robert Rhein von „In Extremo“. Wir verlosen 3 Hörspiel-CDs „Das tapfere Schneiderlein“!
Um an der Verlosung teilzunehmen, schicken Sie eine Mail mit dem Betreff „Schneiderlein“ an gewinnspiele@lvz.de. Einsendeschluss ist der 30. November 2020.
Die CDs werden unter allen Einsendungen ausgelost. Die Gewinner werden benachrichtigt. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Infos zur Verarbeitung Ihrer Daten finden Sie hier.
Vatertag: Das erste Krankheits-Pingpong des Jahres

Foto: Michael Bomke, Andrea Piacquadio/Pexels; Montage: Anne Bittner
Foto: Michael Bomke, Andrea Piacquadio/Pexels; Montage: Anne Bittner
Eltern kennen das: Zuerst ist das Kind erkältet, dann die Erwachsenen. Meist muss man da alleine durch.
Wenn im Herbst die Blätter fallen und die Temperaturen anziehen, kommen sie aus ihren Löchern. Die ersten Vorboten einer entbehrungsreichen Zeit. Von welchen Löchern rede ich? Alle Kinder haben zwei davon, direkt integriert in ihre Nasen, und was aus diesen Löchlein kriecht, ist – man kann es nur so sagen: Rotz. In allen möglichen Herbstfarben. Mal fließt er los, mal hängt er rum, mal schaut er nur kurz raus.
Und dann, kuckuck, ist sie da, die erste Krankheit der kalten Jahreszeit. Großes Schniefen, Schnupfen und Stöhnen überall. Uns hat es gleich neulich erwischt: Zuerst brachte die große Tochter einen ordentlichen Schnupfen mit nach Hause. Bange Blicke auf das Fieberthermometer, hektisches Horchen, ob ein Husten hinterherkommt – es blieb zum Glück bei der Schniefnase.
Dachten wir.
Die erste Woche ging noch gut vorbei, die Tochter blieb natürlich brav zu Hause und durfte noch etwas mehr Trickfilme schauen als sonst. Kranksein? Eigentlich ganz cool. Just in dem Moment, als wir dachten, wir könnten sie wieder in die Kita schicken, gesellte sich eine Angina hinzu. Nun war Kranksein irgendwie nicht mehr so cool, außerdem sind solche Mandelentzündungen ziemlich ansteckend. Als erstes raffte es den Vater darnieder, und wie jeder weiß, sind Männer von leichten Krankheiten grundsätzlich sehr schwer betroffen.
Zwischenzeitlich hatte auch noch das Baby angefangen, ein Schnüpfchen auszubilden, und die Angina-Halschmerzen wanderten weiter zur Mutter. Krankheits-Pingpong der feinsten Sorte. Eineinhalb kranke Kinder, ein leidendes Elternteil (ich), das andere angeschlagen: Da kommt man schon mal kurz an seine Grenzen.
Das Blöde an solchen Situationen: Man muss da irgendwie alleine durch. Großeltern oder andere Menschen einzuspannen, grenzt bei der Ansteckungsgefahr an Körperverletzung, momentan fällt es ja sowieso aus. Das Gute ist: Der Humor kommt irgendwann zurück, zuerst der Galgenhumor, dann der normale. Wenigstens war es kein Corona.
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Neues aus dem Familienleben auf Twitter

Lilli Marlene
„Mama, warum muss ich eigentlich in Religionsunterricht? Ich glaube gar nicht an Gott.“
„Weil das zur Allgemeinbildung gehört. Wie Sachkunde.“
„An Igel glaube ich ja auch.“

Der Sechsjährige macht mich fertig.
Stefan Heinrichs
-So, ihr beiden: Schluss und ab ins Bett.
-Nein Papa, noch nicht!
-Ich habe vor 10 Minuten gesagt, dass ihr noch 10 Minuten spielen dürft.
-Aber du hast nicht gesagt, ab wann!!!

Kinder bringen dir mehr über Vertragsgestaltung bei als jede Jura-Vorlesung. 😒
Notyetaguru
Wie gerade ne Mutter an mir vorbei joggt, mit Kinderwagen & Marathonlauf Outfit, ich denke: „OMG ich in Elternzeit niemals, weil nur platt“, Frau wohl Gedanken lesen kann, weil ruft: „ich bin nur Leistungssportlerin deshalb“.

„Ach so“.
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