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Willkommene Abwechslung im Schulsport

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Liebe Eltern, liebe Großeltern, liebe Leserinnen und Leser,
welchen Sport haben Sie als Kind betrieben? Fußball, Turnen, Leichtathletik, Volleyball? Bereits im Kindergartenalter stellt sich für einige Familien die Frage nach einem geeigneten Vereinssport für ihre Kinder. Bei mir selbst war das damals Leichtathletik, wo ich gemeinsam mit meinen Geschwistern rannte, sprang und warf. Meine Tochter hingegen zieht sich seit ein paar Monaten jede Woche einen Gi über und übt sich auf der Judomatte in Rückwärtsrollen, Würfen und Falltechniken. Das ist nicht nur ziemlich süß anzusehen. Sie lernt dabei auch einiges. Also jenseits besagter Techniken.
Freundschaft, Hilfsbereitschaft, Respekt, Höflichkeit, Selbstbeherrschung, Ernsthaftigkeit, Bescheidenheit, Wertschätzung, Mut und Ehrlichkeit – diese Judowerte gibt’s im Paket gleich dazu. Das wird den Zwergen nicht explizit mitgeteilt, aber das muss es auch gar nicht. Im Verlauf des Trainings lernen sie das gleich mit. Konzentriert und respektvoll lauscht meine Tochter den Trainern, reiht sich in ihr Team ein, kämpft sich durch Aufgaben, ohne es sich durch Tricksereien leichter zu machen. Das ist ganz wundervoll anzusehen.
Gleichzeitig lernt meine Kleine, sich vor Angriffen zu schützen und dadurch zu wehren, ohne dem oder der anderen mutwillig weh zu tun. Beides Fähigkeiten, die uns als Eltern wichtig sind. Zwar will ich meinem Kind keine Angst vor der Welt machen. Die Augen vor möglichen Gefahren verschließen, kann ich aber auch nicht.
Im Schulsport spielt Judo bislang keine sonderliche Rolle. Schade eigentlich. Denn ausreichend Kompetenz liegt in Leipzig vor – keine Frage. Die örtlichen Vereine können beachtliche Erfolge vorweisen. Zu den bekannten Judoka der Stadt zählt beispielsweise Carina Seiferth. Die 25-Jährige kämpft in der 2. Bundesliga. Und studiert auf Lehramt. In dem Pilotprojekt „LebensWerte durch Judo“ hat sie zusammen mit Haiko Seidlitz – ehemaliger Deutscher Meister, Stützpunkttrainer und nun Lehrer – Grundschüler zum Thema Judo angeleitet. Alles über das Projekt, die zugrundeliegende Idee und Zukunftspläne hat meine Kollegin Kathleen Retzar in ihrem Artikel „Judo statt Leichtathletik: Pilotprojekt an Grundschule in Leipzig für Sie aufgeschrieben.
Und nun wünsche ich Ihnen noch eine sonnige Restwoche. Sollte bei Ihnen Sport auf dem Programm stehen, suchen Sie sich ein schattiges Plätzchen. Stimmt der Wetterbericht, wird es heiß.
Herzlichst,
Ihre Patricia Liebling
Redakteurin LVZ Familie

Judoka Carina Seiferth leitet ein Judo-Projekt im Rahmen des Schulsports an der Geschwister-Scholl-Schule in Leipzig-Gohlis. Foto: Christian Modla
Judoka Carina Seiferth leitet ein Judo-Projekt im Rahmen des Schulsports an der Geschwister-Scholl-Schule in Leipzig-Gohlis. Foto: Christian Modla
Wochenend-Tipps

Volles Programm in „Täschners Garten“: In Holzhausen bietet der Ortschaftsrat mit „Kulturzeit“ eine neue Veranstaltungsreihe – von Freitag bis Sonntag bei freiem Eintritt und vollem Plan. Los geht’s mit Jazz von Klangeskort ab 18 Uhr und Kabarett der Pfeffermühle (19.30 Uhr); am Samstag folgen 14.30 Uhr Kinderprogramm und Lesungen (16 und 19 Uhr) sowie Livemusik dazwischen und danach. Den Sonntag füllen ab 11 Uhr eine musikalische Lesung mit Henner Kotte, Axel Thielmann und das Trio KlezzJazz, 13 Uhr präsentiert Steffen Lukas „Radio PSR Sinnlos-Märchen“. An allen drei Tagen sind Stände für einen „Markt des Erlesenen“ aufgebaut.
  • We are family heißt es am Samstag ab 17 Uhr in der Nikolaikirche. Das Familienkonzert dreht sich – wie sollte es zum Bachfest anders sein – um Bach in Transkriptionen des 19. Jahrhunderts. Es moderiert und spielt an der Orgel Nikolaikantor Markus Kaufmann. Karten gibt’s am Büchertisch, an der Abendkasse und hier.
  • Klassik für Kleine: Am Sonntag sind Kinder bis 7 Jahre, Eltern und Großeltern zu einer musikalischen Entdeckungsreise eingeladen. Im Budde-Haus steht um 10 und 11 Uhr „Das Wunderkind Mozart“ auf dem Programm. Gemeinsam nähern sich Veranstalter und Publikum der Musik von Wolfgang Amadeus Mozart. Ausschnitte aus „Die Zauberflöte”, „Eine kleine Nachtmusik”, „Klarinettenkonzert” und mehr laden zum Mitsingen, Mitspielen und Mitmachen ein. Die Veranstaltung findet in Kooperation mit Luft(T)raum Leipzig statt. Tickets gibt es nur im Vorverkauf und zwar hier.
Buch-Tipp

Cover des Buches „One Pot für Kinder. 50 leckere, schnelle und günstige Gerichte“, erschienen im Verlag Riva
Cover des Buches „One Pot für Kinder. 50 leckere, schnelle und günstige Gerichte“, erschienen im Verlag Riva
Veronika Pichl: „One Pot für Kinder. 50 leckere, schnelle und günstige Gerichte“: Die Preise sind auf einem Niveau angelangt, das viele Menschen an die Grenzen des Leistbaren bringt. Vor allem Mütter klagen in Internetforen über hohe Spritpreise und gestiegene Ausgaben für Lebensmittel. Beides Posten, die sich – nicht nur auf dem Land – schwer reduzieren lassen. An kleinen Stellschrauben lässt sich aber drehen. Wie sich Kosten für Köstliches einsparen lassen und dabei gleichzeitig der Abwasch übersichtlich bleibt, erklärt Veronika Pichl in ihrem Buch „One Pot für Kinder“. Das Prinzip: Ein einziges Kochgefäß (Topf, Pfanne, Auflaufform oder Backblech) und frische Zutaten ergeben leckere Gerichte bei überschaubarem Kochstress und Abwasch. Nach einer kurzen Einführung in die One-Pot-Küche, in die Wahl geeigneter Gefäße und die Planung der Gerichte (die letztlich Geld spart) geht’s dann auch schon los. Apfel-Mandel-Porridge, Pizza-Auflauf, bunte Orzo-Pasta, Kürbis-Hackfleisch-Pfanne, Quinoa-Süßkartoffel-Curry und viele weitere unkomplizierte, oft vegetarische Gerichte erwarten Leser und Leserinnen dieses Buches. Zu jedem Rezept gibt es Tipps und Variationen. Fakt am Rande: Die Gerichte sind für 1 Erwachsenen und 1 Kind konzipiert. Warum? Weil nicht immer alle Familienmitglieder gemeinsam essen. Weil nicht alle das gleiche mögen. Weil Familien auch aus einem Erwachsenen und einem Kind bestehen können. Einführung, Auswahl und Sortierung der Rezepte sowie nicht zuletzt den Grundgedanken finde ich ansprechend und ideal für einen eng getakteten Alltag.
Von Patricia Liebling
Das Beste für Familien aus LVZ und RND

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Neues aus dem Familienleben auf Twitter

Mariki
Da denkst du, du hast in fast 12 Jahren Mutterschaft schon alles gesehen, und dann föhnt der Sohn einen Block Käse.
Mo
Das Gute an kleinen Kindern ist, man kann sich von jeder Feier jederzeit anstandslos mit den Worten "Wir müssen leider los. Hier muss jemand ganz dringend ins Bett.", verabschieden braucht nicht mal näher definieren wer.

Aus dem Bett gesendet.
Fräulein Apfelblüte
Elternschaft bedeutet im Wesentlichen, seinen Kindern beizubringen, nicht auf der Couch zu essen und dann auf der Couch zu essen, wenn sie im Bett sind.
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